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Beliebte Heckenpflanze

Kirschlorbeer im eigenen Garten pflanzen und pflegen

Kirschlorbeer pflanzen und richtig pflegen
Der Kirschlorbeer erhielt seinen Namen aufgrund zweier Merkmale: So sehen seine Früchte wie Kirschen aus und seine Blätter wie die des Lorbeers Foto: Getty Images

Kirschlorbeer ist nicht ohne Grund eine beliebte Pflanze für den Garten. Das Gewächs ist pflegeleicht und als Hecke unschlagbar. Seine weißen Blüten trägt der Kirschlorbeer von Mai bis Juni. Wie das Anpflanzen im eigenen Garten gelingt und wie man ihn richtig pflegt im Überblick.

Der immergrüne Kirschlorbeer ist in hiesigen Gärten eine beliebte Heckenpflanze. Je nach Art kann sie eine Höhe von bis zu vier Metern erreichen. Wilde Sorten wachsen sogar bis zu sieben Meter hoch. Ursprünglich stammt sie aus Kleinasien, weshalb Naturschützer das Pflanzen des Kirschlorbeers als kritisch betrachten.

Ist das Pflanzen von Kirschlorbeer verboten?

Obwohl Kirschlorbeer zu den giftigen Pflanzen zählt, ist das Anpflanzen des Gewächses in Deutschland nicht verboten. Dennoch raten Naturschützer davon ab, weil sie heimische Pflanzen verdrängt. Besonders Insekten sind auf diese angewiesen, Vögel wiederum auf die Insekten. Alternativ kann Vogelbeere oder Haselnuss gepflanzt werden oder man platziert in einer Ecke des Gartens Pflanzen, die Schmetterlinge gerne als Eiablage benutzen wie zum Beispiel Brennnessel, Fenchel oder Wilde Möhre.

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Kirschlorbeer im Garten anpflanzen

Als Halbschattenpflanze fühlt sich der Kirschlorbeer besonders an dunkleren Plätzen im Garten wohl, wie zum Beispiel unter Schatten-werfenden Bäumen. Der Standort sollte windgeschützt sein. Die Pflanze favorisiert einen humus- und nährstoffreichen Boden, kommt aber auch mit einem sandigen Untergrund zurecht. Staunässe sollte man vermeiden.

Kirschlorbeer kann ganzjährig in den Boden gesetzt werden. Jedoch eignen sich besonders der Frühling oder der Herbst zum Einpflanzen. Das Pflanzloch sollte die doppelte Größe des Wurzelballens betragen. Nachdem man die Erde festgedrückt hat, den Kirschlorbeer gut wässern.

Tipp: Die Sorte „Rotundifolia“ eignet sich besonders gut als Hecke. Sie wächst schnell, ist blickdicht und wird bis zu drei Meter hoch.

Optimale Pflege

Der Kirschlorbeer ist pflegeleicht und robust.

Bewässerung

Gießen muss man den Kirschlorbeer nur bei langen Trockenperioden im Sommer.

Düngung

Jährlich sollte man das Gewächs zweimal düngen. Ende März mit Hornmehl und Kompost, Ende August mit Patentkali und Kalium. Das Kalium stärkt die Resistenz gegen Frost.

Schnitt

Ende Juli sollten Hobbygärtner den Kirschlorbeer mithilfe einer Handheckenschere zurückschneiden. Übrigens: Kirschlorbeer eignet sich nicht nur als Hecke, sondern auch einzeln und in Form geschnitten.

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Vermehrung

Beim Rückschnitt entstehen viele Stecklinge, mit denen man den Kirschlorbeer sehr einfach als Kopfsteckling vermehren kann. Doch auch eine Aussaat ist möglich. Dafür trocknet man die Kerne der Früchte im Herbst. Da es sich um Kaltkeimer handeln, sollten man sie bei circa vier Grad Celsius für mehrere Wochen quellen lassen. Anschließend kommen sie in ein Aussaatgefäß. Auch hier sollte die Umgebung kühl sein, der Kühlschrank wäre zum Beispiel ein passender Ort. Erreichen die Keimlinge eine Höhe von mehreren Zentimetern, können Hobbygärtner sie in einen kleinen Topf umsetzen. Im Herbst ist die Zeit, um den jungen Kirschlorbeer in den Garten zu setzen.

Frostschutz

Je nach Sorte verträgt Kirschlorbeer mehr oder weniger Kälte. Besonders kleine und breitwüchsige Sorten vertragen kältere Winter. Deckt man den Boden mit Mulch und Reisig ab, können Frostschäden vermieden werden. Auch das Abdecken mit einem Vlies kann helfen.

Kirschlorbeer richtig ernten

Grundsätzlich ist Kirschlorbeer eine giftige Pflanze. Die giftigen Wirkstoffe befinden sich in allen Pflanzenteilen – auch in den Blättern und Früchten. Es ist zwar möglich, aus den roten beziehungsweise schwarzen Früchten im Herbst Marmelade zu machen, allerdings ist davon abzuraten. Immerhin reichen bereits drei falsche Beeren aus, um genug Blausäure im Magen zu bilden, die Vergiftungserscheinungen hervorrufen können. Dazu zählen Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen bis hin zu Bewusstlosigkeit.

Krankheiten und Schädlinge

Hobbygärtner müssen sich bei dem Kirschlorbeer nicht um viele Krankheiten und Schädlinge Sorgen machen. Dennoch kann ein Pilz die Pflanze befallen, der für die Schrotschusskrankheit verantwortlich ist. Wenn sich auf den Blättern gelbe oder braune Flecken bilden, sollte man die Pflanze entsprechend behandeln.

Der Dickmaulrüssler befällt die Pflanze auf zweierlei Art. Zum einen ernähren sich seine Larven von den Wurzeln, zum anderen knabbert der erwachsene Käfer an den Blättern.