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Beliebtes Kraut

Minze im Garten anpflanzen – Sorten und Pflege-Tipps

Minze im Garten anpflanzen – Sorten und Pflege-Tipps
Frische Minze aus dem Beet kann vielseitig eingesetzt werdenFoto: Getty Images

In Getränken, im Salat oder einfach zwischendurch als erfrischender Snack – Minze ist vielseitig einsetzbar und bei Hobbygärtnern sehr beliebt. Kein Wunder, ist das Gewürz- und Heilkraut doch sehr pflegeleicht und lässt sich problemlos im Garten, auf dem Balkon oder auf der Terrasse anbauen.

Wer Minze im Garten anpflanzen möchte, hat eine große Artenvielfalt zur Auswahl. Es gibt Sorten, die stark nach Menthol schmecken, einige, die überhaupt nicht nach Menthol schmecken und wiederum jene mit verrückten Namen, Blattfärbungen oder in außergewöhnlichen Geschmacksrichtungen. Doch egal, für welche Sorte man sich am Ende entscheidet – die Ansprüche an den Standort, den Boden und die Pflege fallen bei allen sehr ähnlich aus.

Minzsorten im Überblick

Minzen ohne Menthol

  • Krause Minze: kräftiger Wuchs, zarte Blätter, kümmelartiger Geruch
  • Ananas-Minze: grün-weiß gefleckte Blätter, fruchtiger Duft
  • Ingwer-Minze: goldfarbene gefleckte Blätter, duftet nach Ingwer

Minzen mit Menthol

  • Grüne Minze: gezähnte grüne Blätter, malvenfarbene Blüten
  • Pfefferminze: hoher Menthol-Gehalt, längliche eiförmige Blätter – unterteilt in mehrere Sorten

Außergewöhnliche Minz-Sorten

  • Schoko-Minze
  • Kümmel-Minze
  • Erdbeer-Minze
  • Süße Limonen-Minze
  • Silber-Minze
Silberminze ist eine außergewöhnliche Minzsorte für den Garten
Die Silberminze verdankt ihren Namen den silbrig-grünen Blättern. Auch nicht zu verachten: die lilafarbigen BlütenFoto: dpa picture alliance

Minze anpflanzen – der richtige Standort und Boden

Der beste Zeitpunkt, um Minze im Garten anzupflanzen, ist von April bis Juni. Möglich ist es sogar bis in den August hinein, dann entwickeln sich die Pflanzen in der Regel aber nicht so gut. Da Minzen sich sehr schnell kreuzen, ist es ratsam, nur eine Sorte in jeweils ein Beet zu setzen. Außerdem sollte sich keine Kamille in der Nähe befinden, da sich die beiden Pflanzen in ihrem Wachstum behindern.

Minzen haben lange Wurzeln, daher sollte man im Beet ausreichend Platz für sie vorsehen. Da sie aufgrund ihrer Wurzeln andere Pflanzen leicht verdrängen könnten, empfiehlt es sich, ein Beet ausschließlich für die Bepflanzung mit Minze vorzusehen. Außerdem brauchen Minzen:

  • einen sonnigen bis halbschattigen Standort
  • etwas feuchten, sandigen sowie kalkhaltigen Boden
  • humusreiche Erde

Auch interessant: Kräuterbeet selbst anlegen – so wird es gemacht

Hinweis: Minze kann man nicht nur im Gartenbeet, sondern auch problemlos im Balkonkasten oder in einem Kübel anpflanzen. Die Voraussetzungen sind dabei dieselben.

Wie muss man Minze pflegen?

Nach dem Anpflanzen ist es wichtig, die Minze konstant feucht zu halten. An besonders heißen und trockenen Tagen braucht die Pflanze täglich Wasser. Dünger braucht sie nicht, lediglich im Frühjahr sollten Hobbygärtner etwas Kompost oder Hornspäne über den Wurzeln ausbreiten. Ein regelmäßiger Rückschnitt regt das Wachstum an, im Herbst sollte man Minze dann bodennah abschneiden, damit sie den Winter übersteht und im kommenden Frühjahr neu austreibt. Minze im Kübel sollte man bei Frost aber vorsichtshalber in ein Winterquartier umsiedeln.

Nach etwa drei bis fünf Jahren sollte auch die Minze im Gartenbeet umgesiedelt werden. Dabei kann man den alten Boden mit etwas Kompost oder Rindenmulch düngen und ihn so wieder mit Nährstoffen anreichern.

Minze richtig ernten und trocknen

Wer die Ernte nicht sofort verzehren möchte, kann sie auch in ein feuchtes Küchentuch legen und anschließend für ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Alternativ kann man Minze auch trocknen und so länger haltbar machen. Einfach die Triebe zusammenbinden und kopfüber an einem trockenen und dunklen Ort aufhängen. Danach lässt sie sich monatelang lagern.

Häufige Schädlinge

Rostpilz (Puccinia menthae)

Dieser Pilz ist auch unter dem Namen Pfefferminzrost bekannt. Der Name verrät bereits, wie er sich bei den Pflanzen erkennbar macht: An der Blattunterseite der Minze bilden sich kleine rostartige Flecken. Im Laufe der Zeit entstehen außerdem rötlich-gelbe Wucherungen. Sobald man den Befall entdeckt, sollte die Minze großzügig beschnitten werden – die befallenen Triebe anschließend im Hausmüll entsorgen.

Minzen-Blattkäfer (Chrysolina herbacea)

Ein weiterer Schädling, der es auf die Minze abgesehen hat, ist der Minzen-Blattkäfer. Einen Befall erkennt man am sogenannten Blattrandfraß – also angeknabberten Blättern. Die Spitzen der betroffenen Triebe sollten abgeschnitten und entfernt werden.