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Leuchtende Blätter

Blutbuche – Pflanz- und Pflegetipps für den imposanten Gartenbaum

Blutbuche: rötlich gefärbte Blätter einer Blutbuche
Malerischer Anblick: Rötlich leuchtende Blätter einer Blutbuche im GegenlichtFoto: Getty Images

Ob als Baum oder Hecke, eine Blutbuche sollte in keinem Garten fehlen. Auf einige Dinge sollte man beim Anpflanzen und bei der Pflege achten.

Die Blutbuche (Fagus sylvatica purpurea) gehört mit zu den beliebtesten Laubbäumen in Mitteleuropa. Das imposante Wachstum und die rote Laubfärbung sind das eine. Wer eine Blutbuche pflanzt, tut auch der Natur etwas Gutes. In der schützenden Baumkrone können viele Vögel nisten. Eine solitär gepflanzte Blutbuche ist ein schöner Hingucker, vor allem wenn ausreichend Platz im Garten vorhanden ist. Blutbuchen können aber auch gut als Hecke gepflanzt werden.

Blutbuche im Garten anpflanzen

Grundsätzlich stellt eine Blutbuche keine großen Ansprüche an den Standort. Der Baum kommt sowohl an einem vollsonnigen, als auch an einem schattigen Standort gut zurecht. Aus einem anderen Grund sollte der Platz im Garten dennoch mit Bedacht gewählt werden. Blutbuchen können nicht nur 30 bis 40 Meter hoch wachsen, sie erreichen mit der Zeit eine Wuchsbreite von bis zu 15 Metern.

Der Herbst ist die ideale Jahreszeit, um eine Blutbuche zu pflanzen. Das Pflanzloch sollte am besten doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Den Aushub mischt man mit etwas reifem Kompost oder mit Hornspänen. Nachdem man den jungen Baum ins Pflanzloch gesetzt hat, füllt man dieses mit dem Aushub wieder auf und tritt die Erde fest. Anschließend gießt man gut an. Wer eine Hecke aus Blutbuchen plant, sollte zwischen mehreren Pflanzen jeweils einen Abstand von rund einem Meter berechnen.

Blutbuche optimal pflegen

Erst einmal gepflanzt, benötigt eine Blutbuche nur wenig Aufmerksamkeit. Auf einige Dinge sollte man jedoch achten:

Bewässerung

Während längeren Trockenperioden sollte eine Blutbuche ausreichend gegossen werden. Staunässe sollte man dabei vermeiden.

Düngung

Im Frühjahr kann man etwas reifen Kompost oder einen Langzeitdünger geben. Eine weitere Düngung ist nicht nötig.

Schnitt

Eine Blutbuche zeigt per se eine schöne Wuchsform, ein weiterer Formschnitt muss nicht sein. Einzig Triebe, die nicht dahin wachsen, wohin sie sollten, kann man entfernen. Wer Blutbuchen als Hecke pflanzt, sollte diese hingegen mindestens einmal jährlich zurückschneiden.

Vermehren

Eine Vermehrung kann durch Stecklinge und Aussaat erfolgen. Die kaltkeimenden Samen befinden sich in den Bucheckern. Damit sie keimfähig werden, müssen sie über längere Zeit Kälte ausgesetzt sein. In Regionen mit mildem Klima behilft man sich, indem man das Saatgut in einen mit feuchtem Sand gefüllten Behälter oder Beutel legt und diesen für zwei Monate im Kühlschrank lagert. Anschließend kann direkt ins Freiland ausgesät werden. Alternativ kann man Jungpflanzen in nährstoffarmen Substrat anzüchten.

Noch vor dem Austrieb im Frühjahr gelingt auch eine Vermehrung durch Stecklinge. Dazu schneidet man einen zehn Zentimeter langen Trieb ab und entfernt alle Blätter an der unteren Hälfte. Anschließend legt man in einem Pflanzgefäß eine Drainageschicht aus, dazu eignet sich zum Beispiel Kies, und füllt das Gefäß mit Gartenerde auf. In die stets leicht feuchten Erde steckt man schließlich den Steckling. Nach einigen Wochen bilden sich neue Blätter oder Triebe, dann hat der Steckling Wurzeln geschlagen und kann ins Freiland ausgepflanzt werden.

Frostschutz

Blutbuchen sind winterhart. Die Gehölze brauchen keinen weiteren Frost- und Winterschutz.

Krankheit und Schädlinge

Vor allem bei länger anhaltender feuchter Witterung kann eine Blutbuche an Blattbräune erkranken. Die durch Pilze ausgelöste Pflanzenkrankheit zeigt sich durch welke und braune Blätter, die nach und nach absterben. Befallene Pflanzenteile und abgeworfenes Laub müssen rasch entfernt und im Hausmüll entsorgt werden. Zusätzlich hilft der Einsatz eines Pflanzenschutzmittels.

Mit einem Pflanzenschutzmittel lässt sich auch die Buchenwolllaus bekämpfen. Ein Befall zeigt sich an braun gefärbten Blättern und Triebspitzen, die sich einrollen.

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