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Diese Zimmerpflanzen sind für Haustiere giftig –

Unbedingt beachten!

Achtung! Diese Zimmerpflanzen sind für Haustiere giftig

Manche Zimmerpflanzen sind giftig für haustiere. Vor allem Katzen knabbern gern an den Blättern. Bevor man sich eine neue Zimmerpflanze anschafft, ist es wichtig zu wissen, ob sie giftig für Haustiere sein kann.
Manche Zimmerpflanzen sind giftig für Haustiere. Vor allem Katzen knabbern gern an den Blättern. Bevor man sich eine neue Zimmerpflanze anschafft, ist es wichtig zu wissen, ob sie giftig für Haustiere sein kann.Foto: iStock/irina-orlova

Pflanzen sind eine Bereicherung für jeden Raum, sie sorgen für ein angenehmes Raumklima und sind grüne Hingucker in der Wohnung. Allerdings sollten Haustierbesitzer nicht wahllos Zimmerpflanzen aufstellen. Ob als Gesteck oder im Topf, Pflanzen können giftig sein, gerade für Haustiere.

Manche Zimmerpflanzen können für Haustiere giftig und mitunter sogar tödlich sein. Ein bisschen daran knabbern genügt manchmal schon, um negative Reaktionen hervorzurufen. Von tränenden Augen über Durchfälle bis hin zu Apathie oder Zitterkrämpfen. Wenn man als Haustierbesitzer Pflanzen in der Wohnung aufstellen oder aufhängen möchte, sollte man sich also frühzeitig informieren, welche geeignet sind.

Vorsicht bei Pflanzen aus den Tropen

Viele der in Deutschland üblichen Zimmerpflanzen stammen ursprünglich aus den Tropen. „In ihrer heißen, feuchten Heimat benötigen sie giftige Wirkstoffe, um sich gegen natürliche Fressfeinde zu wehren“, erläutert Heike Boomgaarden. Die Gartenbauingenieurin und Pflanzenexpertin hat ein Buch über giftige Pflanzen verfasst. Trauriger Anlass war, dass in ihrem Umfeld ein junger Hund verstarb, weil der Halter mit zuvor frisch geschnittenen Oleanderzweigen Stöckchen geworfen hatte. Der Hund hatte brav apportiert und bezahlte mit seinem Leben.

Pflanzendoktorin Boomgaarden sieht Aufklärungsbedarf: „Tierbesitzer sind durchaus manchmal verunsichert und fragen sich, ob sie ihr Zuhause eventuell mit toxischen Zimmerpflanzen schmücken.“ Je nach Temperament und Charakter des Haustieres lockt auch das dekorative Grün der giftigen Zimmerpflanzen zum Knabbern oder Kauen. „Hunde nagen tendenziell eher seltener an Pflanzen als Katzen“, erklärt Astrid Behr vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte. Allerdings sollte man Welpen gut im Auge behalten. „Mit ihnen ist es wie bei kleinen Kindern: Die sind neugierig, entdecken die Welt und sammeln Erfahrungen. Da passiert es, dass etwas ins Maul wandert, was dort nicht hingehört.“

Vor allem Katzen knabbern an Pflanzen

Dass hingegen eine Katze an Pflanzen knabbert, entspricht ihrem natürlichen Verhalten. Der Genuss von Gras erleichtert das Hervorwürgen von Haarballen, die beim Putzen des Fells in ihrem Magen landen. Deshalb sollte ihr Besitzer immer auch Katzengras anbieten. „Steht das nicht zur Verfügung, kauen Katzen an anderen Pflanzen“, weiß Behr. Je nachdem, welche Pflanze angeknabbert wird, drohen böse Folgen: Aloe Vera etwa mag ein geschmeidiges Zaubermittel für die Haut sein. Kauen allerdings Haustiere am Blütenstand der giftigen Zimmerpflanze, kann das Durchfall auslösen. Auch die Amaryllis lässt den Darm rebellieren – Durchfall, Erbrechen, Apathie und Zitterkrämpfe können folgen.

Auch interessant: So gefährlich sind Salzlampen für Haustiere

Diese Zimmerpflanzen sind für Katzen giftig

Einige Zimmerpflanzen können giftig für Haustiere sein. Sie können allergische Reaktionen, Erbrechen oder Kreislaufprobleme verursachen. Im Folgenden stellt myHOMEBOOK drei giftige Zimmerpflanzen genauer vor.

Azaleen

Azalee als Zimmerpflanze
Azaleen sind beliebte Zimmer- und BalkonpflanzenFoto: Getty Images

Sie enthalten Acetylandromedol, das Herz-Kreislauf-Probleme auslösen kann. Das Gift führt zu rauschartigen Zuständen mit vermehrtem Speichelfluss, Taumeln, Apathie und Erbrechen. „In besonders schweren Fällen können Krämpfe, Koma und Herzversagen die Folge sein“, warnt Jana Hoger, Fachreferentin bei der Tierrechtsorganisation Peta. Auch Alpenveilchen bescheren Tieren Magenbeschwerden und Brechdurchfälle.

Calla

Calle als Zimmerpflanze
Diese Pflanze ist nicht nur für Menschen attraktivFoto: Getty Images

Diese Pflanze ist ebenso schön, wie gefährlich. Ihr Verzehr führt zu Bauchbeschwerden, Reizungen der Mundhöhle, Gleichgewichtsverlust, Zittern, Krampfanfällen, Atemstillstand – im schlimmsten Fall endet der Genuss tödlich.

Wunderstrauch

Auch der Wunderstrauch kann Haustieren und auch Menschen zum Verhängnis werden. Alle Teile an ihm sind giftig. Beim beschneiden oder Umtopfen sollten stets Handschuhe getragen werden.
Der Wunderstrauch kann Haustieren und auch Menschen zum Verhängnis werden. Alle Teile an ihm sind giftig. Beim Beschneiden oder Umtopfen sollten stets Handschuhe getragen werden. Foto: iStock/socha-scaled

Auch der Wunderstrauch oder Kroton (Codiaeum variegatum) ist eine beliebte Zimmerpflanze. Das ganze Jahr über erfreut er seine Besitzer mit bunten Farben, zudem kann er eine stattliche Größe von bis zu einem Meter erreichen und ist pflegeleicht. Für viele also die beste Wahl für eine hübsche Zimmerpflanze – zumindest auf den ersten Blick. Denn der Wunderstrauch gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse, alles an ihm ist giftig. Die Pflanzenteile enthalten einen milchigen Saft, dieser kann bei Hautkontakt zu Reizungen und allergischen Reaktionen führen. Fressen Haustiere den Wunderstrauch, kann es zu Durchfall und Erbrechen kommen.

Was tun, wenn Haustiere giftige Pflanzenteile gefressen haben?

Stellen Halter fest, dass ihr Haustier eine giftige Zimmerpflanze verschlungen hat, heißt die Devise „Ruhe bewahren“ und „so schnell wie möglich ab in eine Tierarztpraxis“, so Astrid Behr. Für den behandelnden Tierarzt ist es hilfreich, wenn es Hinweise auf den Auslöser der Symptome gibt. Wer einen kühlen Kopf in dieser Situation bewahrt, bringt am besten die Pflanze, an der das Tier gekaut hat, mit in die Praxis.

Als Ersthilfe sollten Besitzer die Atemwege ihres Lieblings freilegen (Maul öffnen, Zunge nach vorn ziehen, Schleim oder Erbrochenes entfernen) und den Kreislauf durch Herzmassage wieder in Schwung bringen. „Sieht das Zahnfleisch des Tieres bleich, fast porzellanfarben aus, kann das ein Hinweis auf einen Schockzustand sein“, sagt Jana Hoger.

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