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Lästige Mini-Fliegen

Was kann man gegen Trauermücken in Blumentöpfen tun?

Trauermücken loswerden – 4 Methoden zur Bekämpfung
Trauermücken gehören zur Familie der ZweiflüglerFoto: dpa picture alliance

Die kleinen Fliegen, die über den Blumentöpfen schwirren, sind vielen bekannt. Trauermücken, wie sie richtig heißen, können äußerst lästig werden. Es gibt jedoch einige Methoden, um sie loszuwerden – ganz ohne Insektizide.

Vor allem in den Wintermonaten tauchen die lästigen Mini-Fliegen häufig auf. Das liegt daran, dass man die Zimmerpflanzen zu dieser Jahreszeit aufgrund der trockenen Heizungsluft häufiger gießt, und sich die Trauermücken in der feuchten Umgebung besser vermehren können. Sie können zwar den letzten Nerv rauben, sind aber grundsätzlich harmlos. Ihre Larven ernähren sich von den Wurzeln der Pflanzen – allerdings nur von denen, die bereits abgestorben sind.

Woher kommen Trauermücken?

Trauermücken werden entweder schon beim Pflanzenkauf in die Wohnung gebracht oder sie entwickeln sich in der feuchten Erde von Topfpflanzen. Sie werden etwa sieben Millimeter groß und haben mit fünf Tagen ein kurzes Leben als ausgewachsene Mini-Mücken.

Auch wenn die Zimmerpflanzen aufgrund des Befalls abzusterben scheinen, steckt eigentlich etwas anderes dahinter: Aufgrund von zu häufigem Gießen entsteht Staunässe, was zu Luftmangel im Topf führen kann, wie die Bayerische Gartenakademie erklärt. Dabei sterben die feinen Wurzeln ab, da sie nicht mehr genug Nährstoffe bekommen. Trauermücken machen sich diesen Umstand zu Nutze, die Larven knabbern an den toten Wurzeln. Die eigentliche Ursache von Trauermücken ist also eine falsche Bewässerung, die zum Absterben der Pflanzen führt.

Wie kann man Trauermücken in Blumentöpfen loswerden?

Auch wenn die Plagegeister äußerst lästig sind, sollte man dabei einen kühlen Kopf bewahren und gezielt vorgehen. Laut dem Umweltbundesamt gibt es einige Möglichkeiten, wie man Trauermücken loswerden kann. Am besten kombiniert man mehrere Methoden. Was man dafür braucht und wie man vorgeht, erfahren Sie hier:

1. Trauermücken mit Streichhölzern loswerden

Man kann zum Beispiel ein paar angezündete – und natürlich wieder erloschene – Streichhölzer kopfüber in die Blumenerde von betroffenen Topfpflanzen stecken. Die Schwefelbestandteile töten die Larven der Trauermücken ab und verhindern zudem, dass sich Weibchen einnisten und neue Eier ablegen. Bei dieser Methode ist es wichtig, dass man nicht zu viele Hölzer in die Erde steckt. Außerdem sollten die Hölzer nach ein paar Tagen ausgetauscht werden, um die Trauermücken langfristig zu bekämpfen.

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2. Trauermücken mit Nematoden bekämpfen

Über das Gießwasser kann man sogenannten Nematoden in die Erde der betroffenen Pflanze geben. Die kleinen Fadenwürmer befallen die Larven und töten sie ab. Für die Pflanze und auch den Menschen sind sie unbedenklich. Sie nisten sich anschließend in der Erde ein und schützen die Pflanze sogar weiterhin vor Schädlingen.

3. Gelbtafeln gegen Trauermücken

Eine weitere Möglichkeit zur Bekämpfung von Trauermücken sind insektizidfreie, klebende Gelbtafeln in der Nähe der Pflanze. Diese locken die Mini-Fliegen an, die schließlich an der Oberfläche der Tafeln kleben bleiben. Hinweis: Mit diesen Tafeln kann man die Trauermücken zwar loswerden, man bekämpft damit aber nicht die Eier und Larven, die sich in der Erde tummeln. Übrigens: Gelbtafeln kann man auch selbst herstellen – und mehrmals verwenden.

4. Kies, Kalk oder Quarzsand einsetzen

Auch eine zwei bis drei Millimeter dicke Schicht Kalk, Kies oder auch Quarzsand auf der Blumenerde kann gegen Trauermücken helfen. Dies verhindert, dass Trauermücken-Weibchen ihre Eier ablegen. Allerdings lassen sich bereits abgelegte Eier damit nicht beseitigen.

5. Trauermücken mit Essig loswerden

Die Essig-Methode kommt nicht direkt im Blumentopf zum Einsatz, es geht vielmehr um eine Falle, in der die Trauermücken ertrinken. Diese platziert man in der Nähe der befallenen Pflanze. So geht’s: Ein Glas zur Hälfte mit Wasser füllen, dazu kommen in gleichen Teilen Essig und Spülmittel, bis das Glas voll ist. Die Trauermücken werden von der Essig-Falle angezogen und gehen darin zu Grunde.

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Wie kann man Trauermücken vorbeugen?

Da sich Trauermücken vor allem in sehr feuchter Erde wohlfühlen, sollte man eine Überwässerung der Topfpflanzen vermeiden. Wie bereits erwähnt, sind Pflanzen manchmal auch schon beim Kauf von Trauermücken befallen. Daher empfiehlt es sich, neue Pflanzen immer in frische Erde zu setzen. Wichtig ist, vorher den Blumentopf gründlich zu reinigen.