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Unkraut

So bekämpfen Sie die Quecke im Rasen erfolgreich

Quecke, Elymus repens
Rasenunkraut wie die Quecke gehört eigentlich schon als junges Pflänzchen früh ausgezupftFoto: dpa picture alliance

Die Quecke ist ein hartnäckiges, gut verwurzeltes Rasenunkraut. Mit der richtigen Taktik und etwas Geduld kann man sie allerdings dauerhaft loswerden. myHOMEBOOK erklärt, wie Sie vorgehen und was Sie dabei beachten müssen.

In Deutschland gibt es zwei Queckenarten: die Gewöhnliche Quecke und die Hundsquecke. Zur weiteren Verwandtschaft gehört die Haargerste. In Norddeutschland wächst die Strandquecke (auch Strandweizen) und die Dünenquecke. Beim Bekämpfen der Quecke gibt es einiges zu beachten.

Was ist eine Quecke?

Der Name der Quecke (auch Kriech-Quecke, Gemeine Quecke oder Gewöhnliche Quecke) stammt vom althochdeutschen Wort „queck“. „Queck“ bedeutet zählebig und kräftig. Und tatsächlich beschreibt es ihre Eigenschaften sehr treffend, denn die Quecke ist sehr schwer zu bekämpfen. Sie breitet sich schnell im ganzen Garten aus.

Nicht nur als Rasenunkraut ist die Quecke erfolgreich. Im Prinzip besiedelt die Quecke jede unbeaufsichtigte Ecke. Auch auf Äckern, in Hecken, an Wegesrändern, auf Dämmen und Weiden ist das Wurzelunkraut, das zur Familie der Süßgräser gehört, heimisch.

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Wie verbreitet sie sich?

Quecke wurzelt als Rasenunkraut bis zu 80 Zentimeter tief. Über die Wurzeln, sogenannte Rhizome, vermehrt sie sich unauffällig. Teilen Sie eine dieser Rhizome, wachsen an beiden Enden sofort neue Queckenbabys heran. Auch oberirdisch breitet sich die Quecke erfolgreich aus. Ihr Territorium erobert sie kriechend und erstickt dabei jedes weitere Grünzeug. Sie liebt kalk- und stickstoffreichen Boden und ist ein guter Wirt für zahlreiche Pilze. Auf Äckern gilt sie als nahezu unausrottbar.

In schlechten Zeiten verwendete man die Quecke als Kaffeeersatz oder gewann aus ihr Alkohol. Für den normalen Hausgebrauch ist sie jecoch – im Gegensatz zu vielen Wildkräutern – nutzlos. Die Wurzelausläufer erobern schnell größere Flächen. Die Halme dieses Rasenunkrauts wachsen rasch zwischen 30 und 150 Zentimeter hoch. In einem gepflegten Rasen ist sie deshalb kaum zu übersehen. Im Juni entstehen an den Ähren mehrere Blüten. Samen bildet die Quecke erst im zweiten Jahr.

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Wie bekämpfe ich die Quecke?

Quecke loszuwerden ist nicht einfach. Wer etwa den kompletten Rasen umgräbt, verteilt die Rhizome nur über eine größere Fläche. Am besten sticht man einzelne Gräser aus, bevor die Pflanze blüht. Die Wurzeln entfernen Sie so gut und tief wie möglich mit einem Unkrautstecher.

Quecke, Elymus Repens
Quecke ist tief verwurzelt und verbreitet sich unglaublich schnellFoto: Getty Images

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. Anschließend entfernen Sie alle Queckenreste und legen Ihren Rasen neu an. Ein radikale Maßnahme, aber erfolgversprechend. Auch eine chemische Behandlung mit einem Herbizid wäre möglich, schadet jedoch Flora und Fauna, weshalb Sie davon besser absehen sollten.

Wie kommt es dazu, dass Quecken wachsen?

Quecken wachsen im Rasen, wenn dieser beispielsweise einen Nährstoffmangel aufweist. Dadurch entstandene Lücken in der Grasfläche füllt sie dann meist auf. Eine weitere Ursache für Rasenunkraut ist minderwertiges Saatgut. Achten Sie daher beim Kauf von Rasensamen, dass diese hochwertig sind.

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Wie beuge ich Quecken im Rasen vor?

Hier ein paar Tipps, wie Sie verhindern, dass Rasenunkraut wie die Quecke überhaupt wächst:

  • Gießen Sie Ihren Rasen regelmäßig, das vermeidet Löcher und braune Flecken. Viereckregner helfen Ihnen bei der Arbeit.
  • Mähen Sie Ihren Rasen in der Wuchsperiode einmal die Woche.
  • Düngen Sie Ihren Rasen nach dem ersten Schnitt alle sechs bis acht Wochen bis in den Herbst hinein.
  • Vertikutieren Sie Ihren Rasen zweimal im Jahr.
  • Errichten Sie Rasenkanten und Wurzelsperren. Diese verhindern ein Eindringen der Quecke von außen.

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