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Blütenendfäule, Mehltau und Co.

Die 5 häufigsten Tomatenkrankheiten und wie man gegen sie vorgeht

5 häufige Krankheiten bei Tomaten und wie man sie bekämpft
Tomaten gelten zwar als relativ pflegeleicht, doch für eine ertragreiche Ernte, sollten Hobbygärtner sich auch mit den möglichen Krankheiten auseinandersetzenFoto: Getty Images

Ob in feinen Scheiben mit Mozzarella und Balsamico-Dressing oder ganz klassisch als Gegenspieler zur Pasta serviert – die Tomate ist eine der beliebtesten Früchte. Im Garten wird sie vor allem aufgrund ihres ergiebigen Ertrags und ihrer Robustheit geschätzt. Doch was muss man unternehmen, wenn die selbst gezogenen Tomaten plötzlich doch einmal krank werden?

Bräunliche Flecken, eingetrocknete Stellen und vergilbte Blätter – das sind nur einige der Anzeichen, die auf Krankheiten und Mangelerscheinungen bei Tomaten hindeuten. Garteninteressierte sollten wissen, auf welche Krankheiten diese Dinge bei Tomaten hindeuten, wie man gegen sie vorgeht und ihnen vorbeugt.

Die 5 häufigsten Tomatenkrankheiten

1. Blütenendfäule

Typische Symptome für die Blütenendfäule sind braune bis schwarze Stellen am unteren Bereich der Tomate, rund um den Blütenansatz. Diese breiten sich im Laufe der Zeit aus und verhärten schließlich. Betroffene Tomaten sind ungenießbar. Bei der Blütenendfäule handelt es sich, wie oft angenommen, nicht um einen Pilzbefall, sondern um einen durch Trockenstress hervorgerufenen Kalziummangel. Die Vorbeugung dieser Tomatenkrankheit ist denkbar einfach. Regelmäßiges Gießen! Gerade bei hohen Temperaturen sollte darauf geachtet werden. Außerdem ist es ratsam, die Blätter unterhalb des ersten Fruchtstandes zu entfernen, um eine direkte Nährstoffweitergabe zu gewährleisten.

2. Dürrfleckenkrankheit

Wenn auf den Blättern der Tomatenpflanze rundliche, graubraune Flecken zu erkennen sind, hat sich ein – auch vom Anbau von Kartoffeln bekannter – Pilz breitgemacht: der Alternaria solani. Er bevorzugt warme und feuchte Orte und macht sich an der Tomatenpflanze in den meisten Fällen zunächst an den unteren Blättern bemerkbar. Diese Symptome können sich auf darüberliegende Triebe ausbreiten und ebenfalls die Früchte selbst befallen und sie ungenießbar machen. Deswegen ist es ratsam, betroffene Blätter unverzüglich zu entfernen.

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3. Echter Mehltau

Der Echte Mehltau ist eine Pilzinfektion und tritt bereits im Frühjahr ab Ende Mai auf. Die Blätter von befallenen Tomatenpflanzen bilden eine mehlig-weiße Patina aus. Als sogenannter Schönwetterpilz tritt der Echte Mehltau besonders bei Wärme und Trockenheit auf. Befallene Pflanzenteile müssen entfernt werden, um eine weitere Ausbreitung der Tomatenkrankheit zu vermeiden. Für die weitere Bekämpfung hat sich vor allem ein Gemisch aus Milch (am besten Rohmilch) und Wasser bewährt. Hierzu sollten die beiden Teile in einem Verhältnis von 1:9 vermischt werden und einmal in der Woche auf die Pflanzen gesprüht werden. Die in der Milch enthaltenden Mikroorganismen bekämpfen den Pilz und machen die Pflanze außerdem widerstandsfähiger.

Empfehlung: Tomatensorten, die eine vollständige Resistenz gegen Krankheiten haben, gibt es nicht. Allerdings können schon bei der Sortenwahl wichtige Entscheidungen getroffen werden. Einige Arten sind widerstandsfähiger und haben sich deshalb im Anbau bewährt. Empfehlenswert sind Tomatensorten wie „Philovita“, „De Berao“ und „Phantasia“.

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4. Kraut- und Braunfäule

Die Kraut- und Braunfäule ist eine der häufigsten Tomatenkrankheiten und kann ganze Ernten ruinieren. Symptome der durch eine Pilzinfektion hervorgerufenen Braunfäule sind braune Stellen an den Blättern. Kurz vor der Ernte zeigen sich die Flecken auch an der Frucht selbst. Die Tomaten werden anschließend hart und ungenießbar. Befallene Teile müssen sofort entfernt werden. Im Extremfall führt der Pilzbefall zu einem vollständigen Absterben der Pflanze.

Um der Braunfäule vorzubeugen, sollte man unbedingt auf einen ausreichenden Pflanzabstand von etwa 70 Zentimetern achten, damit die Blätter der einzelnen Tomatenpflanzen sich nicht berühren. Die Standortwahl ist ebenso ausschlaggebend. Ideal sind überdachte Orte. Wer ein Gewächshaus nutzt, sollte für eine ausreichende Durchlüftung sorgen, denn auch wenn Regen hier nicht das Problem ist, kann sich Verdunstungsnässe breitmachen – ideale Bedingungen für den Pilz.

5. Stängelfäule

Zeigen sich am unteren Bereich des Stängels dunkle Flecken, handelt es sich in der Regel um die ebenfalls von einem Pilz hervorgerufene Stängelfäule. Mit der Zeit treten bei dieser Tomatenkrankheit Welkerscheinungen auf, die Früchte verfärben sich schwarz und beginnen einzutrocknen. Wie auch bei vergleichbaren Krankheiten sollte man befallene Pflanzenteile umgehend entfernen, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Oftmals haben sich Pilzsporen auch in den Pflanzstäben und Schnüren festgesetzt. Kommt es zu ersten Symptomen, sollte man diese austauschen oder zumindest gründlich säubern. Da die Pilzinfektion zuerst am Stängel ihren Lauf nimmt, ist darüber hinaus beim Ausgeizen Vorsicht geboten! Zu starke Verletzungen bieten dem Befall Angriffsfläche.

Schon gewusst? Es gibt auch einige Schädlinge, die den Tomatenpflanzen das Leben schwer machen können. Zu ihnen gehören zum Beispiel die Tomatenminierfliege, die Gemüseeule oder die Tomatenrostmilbe.