Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Baumarktpartner
von myHOMEBOOK

Tipps für Hobbygärtner

Wann man Hecken schneiden darf und wie es richtig geht

Die Hecke darf man nicht das ganze Jahr über schneiden
Die Hecke darf man nicht das ganze Jahr über schneidenFoto: Getty Images

Wenn man die Hecke schneiden möchte, kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Denn Hecken sind natürliche Lebensräume für Vögel und andere Tiere. Deshalb darf man sie nicht zu jeder Zeit beschneiden. Wann der Heckenschnitt erlaubt ist und wie er gelingt, erfahren Sie hier.

Beim Schneiden der Hecke kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Denn dabei spielen auch gesetzliche Regelungen eine Rolle, die festlegen, wann man Hecken schneiden darf. Außerdem erfahren Sie hier, bei welchem Wetter man am besten den Heckenschnitt vornimmt, welche Heckenschere sich eignet und was sonst noch zu beachten ist.

Hecken schneiden – wann ist es erlaubt?

Zum Schutz von Insekten und insbesondere brütenden Vögeln regelt das Naturschutzgesetz in §29, dass ein massiver Heckenschnitt in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht erlaubt ist. In dieser Zeit dürfen Sie Ihre Hecke nur am äußeren Rand zurückschneiden und nicht in die Substanz eingreifen. Maßnahmen, die der Pflege dienen, etwa Form- und Pflegeschnitte sind aber erlaubt. Dabei müssen Sie aber auf brütende Tierarten besonders achten.

Hinweis: Hecken sind für Menschen und Tiere gleichermaßen wichtig. Daher sollten Sie die Rechte der Tiere beachten und vor dem Heckenschnitt prüfen, ob sich Vogelnester in der Hecke befinden.

Wann ist der beste Zeitraum zum Hecken schneiden?

Für den Schnitt sollten Sie einen frostfreien und möglichst sonnigen Tag wählen, an dem die Temperatur mindestens fünf Grad beträgt. Später im Sommer oder Herbst sind noch kleine oberflächliche Ausbesserungsschnitte möglich, wenn durch den natürlichen Wuchs der Hecke Unebenheiten entstehen.

Was ist beim Verjüngungsschnitt der Hecke zu beachten?

Verjüngungsschnitte sollten Sie hingegen im Winter, während der Ruheperiode, durchführen. Mit dem Frühjahr erhält die Hecke dann wieder ein gesundes Wachstum. Die grundlegenden Schnitte sind nur notwendig, wenn Pflanzen zu eng nebeneinander stehen und sich nicht richtig ausdehnen können. Auch eine länger schlecht gepflegte oder falsch geschnittene Hecke erhält durch einen Verjüngungsschnitt bis auf eine Höhe von 50 Zentimetern wieder neue Lebenskraft. Koniferenhecken sind für einen Verjüngungsschnitt nicht geeignet.

Auch interessant: Diese 5 Hecken sind besonders blickdicht

Warum sollte man überhaupt die Hecken schneiden?

Damit eine Hecke über viele Jahre als attraktiver Sichtschutz oder als Gartenzaun erhalten bleibt, benötigt sie regelmäßige Pflege. Gelegentliche Düngung unterstützt das Wachstum der Pflanzen und in heißen und trockenen Sommermonaten sollten Sie Ihre Hecke regelmäßig gießen, damit die Pflanzen nicht vertrocknen. Doch auch das Schneiden der Hecke ist von besonderer Bedeutung.

Der Heckenschnitt kann abhängig von der Höhe und Länge einer Hecke sehr aufwendig und zeitintensiv sein. Aber müssen alle Hecken geschnitten werden? Tatsächlich haben Sie schon bei der Anlage einer Hecke die Wahl zwischen einer geschnittenen und einer frei wachsenden Hecke.

Muss man frei wachsende Hecken schneiden?

Frei wachsende Varianten müssen Sie nicht schneiden. Für ihren Wuchs benötigt die Hecke aber sehr viel Platz. Daher sollten Sie von Anfang an eine Breite von drei Metern einkalkulieren. Wächst Ihre Hecke über die Grundstücksgrenze hinaus, sind Sie verpflichtet, sie zu schneiden, um eine Beeinträchtigung des Nachbargrundstücks oder angrenzender Straßen und Fußwege zu vermeiden.

Für den freien Wuchs eignen sich nicht alle Gewächse. Einige Pflanzen benötigen von Zeit zu Zeit einen Verjüngungsschnitt, um ein kräftiges Wachstum und ihre frische Erscheinung zu bewahren. Wünschen Sie sich eine Hecke, die in Form bleibt, lässt sich der regelmäßige Heckenschnitt ebenfalls nicht vermeiden.

Wie schneidet man die Hecke gerade?

Damit es eine gerade Sache wird: Beim Mauern und Fliesen zieht man vorher eine Schnur, damit alles gerade und ordentlich wird. Das sollten Sie auch beim Schneiden Ihrer Hecken so machen. Ein schiefer Schnitt lässt sich nur schwer korrigieren.

Auch interessant: Sichtschutz im Garten? Diese Möglichkeiten haben Sie

Hecken nicht bei Hitze schneiden

Auch wenn es beim Sonnenschein vermutlich mehr Spaß macht, die Hecke zu schneiden – zu viel Hitze sollte man beim Schnitt wenn möglich vermeiden. Es besteht sonst das Risiko, dass die Hecken austrocknen und die Blattspitzen braun werden. Am besten warten Sie dann, bis es etwas kühler und bedeckt ist.

Darf man Hecken bei Minusgraden schneiden?

Wenn das Thermometer weniger als -5 Grad auf der Skala anzeigt, sollten Sie Heckenschere nicht anschmeißen. Die Äste werden dann nicht sauber abgeschnitten, sondern gequetscht. Diese Stellen verheilen nicht so gut wie glatte Schnittstellen.

Auf was kommt es bei der richtigen Heckenschere an?

Wenn Sie den Kauf einer passenden Heckeckenschere planen, sollten Sie Folgendes bedenken: Es gibt sehr verschiedene Modelle, neben den benzinbetriebenen noch elektrische mit Kabel oder Akku-Geräte ohne Kabel. Und für Puristen stehen die manuellen und klassischen handbetriebenen Modelle bereit. Die Benzin-Varianten haben gegenüber den Kabel-Modellen den Vorteil, dass sie mobiler und nicht auf einen Stromanschluss angewiesen sind. Und das Kabel ist nicht ständig im Weg. Nachteil: Benzin-Heckenscheren sind ziemlich laut und nicht umweltfreundlich.

Zwar gibt es auch Heckenscheren mit Akku-Betrieb, diese halten meist aber nicht länger als eine Stunde durch, dann müssen sie wieder in die Ladestation. Manuelle Heckenscheren brauchen keinen Strom und kein Benzin. Hier zählt die reine Muskelkraft. Bei großen, langen Hecken wird die Arbeit damit mitunter etwas mühsam. Am besten, Sie machen die Auswahl von der Größe Ihrer Hecke abhängig. Dabei gilt die Faustregel: Je größer die Hecke, desto größer und kraftvoller die Heckenschere.

Die richtige Schutzkleidung beim Heckenschnitt

Es gibt Hecken, die sind störrisch und wehrhaft und zerkratzen beim Arbeiten gerne mal Haut und Hände. Dann gibt es noch Hecken, etwa die giftige Thuja, auch Lebensbaum genannt, die bei Hautkontakt Rötungen und Juckreiz auslösen kann. Bevor es also in die Hecke geht, sollten Sie sich mit langärmeliger Kleidung und Handschuhen schützen. Beim Arbeiten mit der Heckenschere empfiehlt sich auch eine Schutzbrille.