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Eine Wurzel als Superfood

Yacon – wie Sie das Inka-Superfood selbst anbauen

Yacon, Inkawurzel
Yacon ist eine interessante Pflanze, die auch Ihren Speiseplan bereichertFoto: Picture Partners – stock.adobe.com

Yacon stammt ursprünglich aus den Anden und ist auch als Inkawurzel bekannt. Die Inka kannten ihre heilenden Kräfte und kultivierten die Pflanze. Sie gedeiht auch in Deutschland. myHOMEBOOK sagt Ihnen, wie Sie die Knolle selbst anbauen.

Die Franzosen nennen sie Poire de Terre – Birne der Erde. Yacon schmeckt süß und ähnelt in ihrer Konsistenz der Süßkartoffel. Unter Feinschmeckern gilt die Pflanze als Geheimtipp und als eine Art Obst, das unterirdisch wächst. Spitzenköche setzen Yacon gerne ein, um Speisen zu süßen, und auch bei Ernährungsbewussten ist die Knolle beliebt. Ihr werden gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. Angeblich reguliert sie Blutfettwerte, fördert die Verdauung und wirkt sich insgesamt günstig auf den Stoffwechsel aus. Sie scheint sogar das Abnehmen zu unterstützen, weil sie Hungergefühle reduzieren soll. In Lateinamerika trinken die Menschen auch Aufgüsse aus den Blättern, um den Blutzucker zu senken.

Yacon selbst anpflanzen – wie mache ich das?

Ihre Blüten bildet die Yacon erst im September oder Oktober. Wenn im Herbst der erste Reif kommt, ist es Zeit, die Knollen vor einsetzendem Frost mit einem Spaten vorsichtig aus der Erde zu heben, da sie relativ leicht brechen. Oberhalb der essbaren Speicherknollen haben sich sogenannte Vermehrungswurzeln (Rhizome) gebildet, die man den Winter über an einem frostsicheren, nicht zu trockenen Ort einlagert. Schneiden Sie die helleren Knospen im darauffolgenden Frühjahr in 2 bis 3 cm große Stücke. Idealerweise ziehen Sie die Knospenstücke ab März in kleinen Töpfen (etwa 10 cm) an einem warmen Platz vor und setzen sie später ins Freiland.

Wie pflege ich die Yacon?

Yacon liebt vollsonnige Standorte sowie regelmäßige und ausgiebige Bewässerung. Die Inka nannten sie nicht ohne Grund „Wasserwurzel“. Sie ist im Grunde bis auf Sonne und Wasser anspruchslos. Wenn Sie die robuste Pflanze später essen, nehmen Sie als Dünger am besten Brennnesseljauche, Gesteinsmehl oder Kompost. Die einzigen Schädlinge, die der Knolle zusetzen sind bei uns Wühlmäuse und Schnecken.

Was kann man aus Yacon machen?

Der Kreativität ist beim Einsatz der Wurzel kaum eine Grenze gesetzt. Geschält eignet sich Yacon als Ergänzung für:

  • Smoothies
  • Rohkostsalate
  • Suppen
  • Marmeladen
  • Desserts

Die Wurzel eignet sich auch als Beilage oder Basis vieler Gerichte, getrocknet, gebacken oder frittiert – in der Fritteuse gewinnt die Knolle weiter an Süße.

Getrocknete Yacon-Wurzelscheiben
Getrocknete Yacon-WurzelscheibenFoto: dpa picture alliance

Sirup oder Dicksaft (es gibt auch Pulver und Kapseln) aus der Yacon-Wurzel enthält nur ein Drittel an Kalorien wie herkömmliche Zuckerarten. Sie süßen damit...

  • Joghurt
  • Kuchen
  • Müsli
  • Fruchtsäfte
  • Waffeln
  • Kaffee

Dank des hohen Anteils an wertvollen Inhaltsstoffen der Inkawurzel spricht vieles für das Superfood, das hierzulande noch nicht vielen bekannt ist.

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