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Zitrone, Orange, Mandarine

Welche Pflege Zitruspflanzen im Winter dringend brauchen

Zitruspflanze Winter: Orangen am verschneiten Baum
Zitruspflanzen halten mehr aus, als man denkt – ab Null Grad sollten sie jedoch ins Winterquatier umziehenFoto: Getty Images

Eine Zitruspflanze hält zwar erstaunlicherweise eine Menge aus, rauschen die Temperaturen jedoch arg in den Keller, muss das mediterrane Gewächs an einem kältegeschützten Standort untergestellt werden. Eine sorgsame Pflege lohnt sich: Im nächsten Jahr wachsen mehr Blüten und die Obsternte fällt üppiger aus.

Da, wo die Zitronen blühen, ist es warm und sonnig. Irrtum! Zitruspflanzen wie Orangen, Zitronen oder Mandarinen gedeihen auch in unseren Breitengraden. Nur in der kalten Jahreszeit benötigen sie etwas mehr Pflege und Schutz vor frostigen Temperaturen. Eine Zitruspflanze im Kübel holt man im Winter rein, sobald die ersten Minusgrade anstehen. Ansonsten kommen Zitrone und Co. auch mit einer kühlen Witterung ganz gut zurecht. Die mediterranen Pflanzen sollten dann aber an einem vor Wind und Regen geschützten Platz stehen, zum Beispiel an der Hauswand.

Zitruspflanze im Winter – darauf muss man achten

Eine Zitruspflanze überwintert man entweder an einem hellen und warmen Standort oder an einem dunklen und kühlen Platz, zum Beispiel im Keller. Steht sie über den Winter im Hellen, sollte die Raumtemperatur zwischen zehn und fünfzehn Grad Celsius liegen. Eine Zitruspflanze braucht dann ausreichend Licht, was im Winter nicht immer gegeben ist. Hier kann mitunter eine Pflanzenlampe aushelfen.

An einem dunklen Standort zwischen fünf und zehn Grad muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der empfindliche Wurzelballen nicht zu stark auskühlt. Eine Kokosmatte unter dem Kübel oder um den Kübel herumgewickelt wirkt gut als Kälteschutz.

Zitruspflanzen im Winter richtig gießen

Je nach Standort muss eine Zitruspflanze richtig mit Wasser versorgt werden. Bei einem warmen Winterquartier gießt man regelmäßig. Staunässe sollte jedoch vermieden werden, es drohen ansonsten schnell Pflanzenkrankheiten oder Wurzelfäule. Wer seiner Zitruspflanze etwas Gutes tun will, versorgt das Bäumchen ab und an mit etwas Dünger. Dafür eignet sich handelsüblicher Pflanzendünger für Zitruspflanzen.

Steht eine Zitruspflanze über den Winter an einem kühlen Standort, benötigt sie weniger Wasser. Düngen braucht man die Pflanze während der Ruheperiode nicht. In der Wachstumsphase zwischen April und September gibt man einmal in der Woche Flüssigdünger mit dem Gießwasser.

Winterschnitt für Zitruspflanzen

Bevor eine Zitruspflanze ins Winterquartier umsiedelt, verpasst man der Pflanze einen beherzten Schnitt. Hier sollte man nicht zu sparsam arbeiten. Rund die Hälfte des über das Jahr gewachsenen Ast- bzw. Blätterwerks kann man entfernen. Im nächsten Sommer zeigt sich dann ein umso buschigeres Wachstum und eine Blattkrone, die in die Breite neigt.

Hinweis: Durch den Rückschnitt spart man nicht nur Platz im Winterquartier. Der Schnitt fördert die Bildung neuer Blüten. Zudem entwickeln sich deutlich mehr Früchte.

Schädlinge nicht mit ins Winterquartier umsiedeln

Während oder nach dem Schnitt untersucht man die Pflanze auf einen möglichen Schädlingsbefall. Unkontrolliert schleichen sich Schädlinge sonst schnell als blinde Passagiere an der Pflanze ins Winterquartier ein. Typische Tiere, die Zitruspflanzen das Leben schwer machen sind kleine Schnecken, Spinnmilben und Schildläuse. Vor allem Spinnmilben können im Winter für viele Zimmerpflanzen zu einem echten Problem werden. Wie man die Schädlinge loswird, erklärt myHOMEBOOK in diesem Artikel.

Generell müssen befallene Pflanzenteile umgehend von den Plagegeistern befreit werden. Kranke Blätter und Zweige entfernt man sorgsam, aber effizient. Dafür eignet sich ein scharfes Gartenmesser oder eine Gartenschere. Das Werkzeug muss nach der Aktion gut gereinigt werden, damit man nicht noch andere Pflanzen mit den Krankheitserregern ansteckt.

Auch interessant: Einen Zitronenbaum im Garten pflanzen und pflegen

Zitruspflanzen nach dem Winter vor Sonnenbrand schützen

Nach den Eisheiligen im Mai drohen keine frostigen Temperaturen mehr. Dann dürfen Zitruspflanzen wieder nach draußen in den Garten oder auf den Balkon. Allerdings ist gerade in den ersten Wochen Vorsicht geboten. Bei zu praller Sonne bildet sich auf den noch lichtempfindlichen Blättern schnell eine Art Sonnenbrand, was der Pflanze gar nicht guttut. Zur Eingewöhnung stellt man den Kübel mitsamt der Pflanze erstmal an einen halbschattigen Standort.

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