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Experte über Bauernregel

Was das Wetter am Barbaratag über weiße Weihnachten aussagt

Laut Bauernregel erwarten uns weiße Weihnachten, doch ist dem tatsächlich so?
Laut Bauernregel erwarten uns weiße Weihnachten, doch ist dem tatsächlich so? Foto: Getty Images
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

4. Dezember 2025, 13:08 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Bauernregeln verbinden Naturbeobachtung mit volkstümlicher Wetterdeutung und gelten auch heute noch als Orientierungshilfe, etwa in der Landwirtschaft oder im Garten. Eine dieser Überlieferungen lautet: „Geht Barbara im Grünen, kommt das Christkind im Schnee.“ Doch lassen sich aus dem Spruch tatsächlich Rückschlüsse auf das Weihnachtswetter ziehen? myHOMEBOOK hat dazu mit einem Wetterexperten gesprochen und hinterfragt, wie viel wissenschaftliche Grundlage in der alten Weisheit steckt.

Das steckt hinter der Bauernregel zum Barbaratag

„Die Bauernregel zum Barbaratag ist eine der bekanntesten“, erklärt Jörg Riemann von der Wettermanufaktur. Sie bedeutet laut dem Meteorologen, dass „wenn am vierten Dezember kein Schnee liegt, die Chancen für weiße Weihnachten gut stehen“.

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Stimmt die Bauernregel zum Barbaratag?

Diese Bauernregel hat man bereits untersucht, erklärt der Experte. Sie überschneidet sich aber mit einer weiteren: „Fällt auf Eligius ein Wintertag, die Kälte noch vier Wochen andauern mag.“ Der Tag des heiligen Eligius ist am 1. Dezember und verspricht weiße Weihnachten. Nun stehen sich diese beiden Bauernregeln gegenüber. Bekommen wir weiße Weihnachten oder nicht?

„Mit einer Wahrscheinlichkeit von 57 Prozent liegt im nördlichen Deutschland zum Christfest kein Schnee“, erklärt Riemann. Die Bauernregel um den Barbaratag stimmt also nicht. Betrachtet man aber den Anfang des Dezembers, sieht das Ergebnis anders aus. „Ist Anfang Dezember bereits eine Schneeauflage vorhanden, so ist mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit an mindestens einem der Weihnachtstage mit einer Schneedecke zu rechnen“, erklärt Riemann.

Dass es Anfang Dezember eine Schneedecke gibt, sei selten, erklärt Riemann, da es sich um eine Fortsetzung des Spätherbstes handelt. „Ein Jahr, in dem wir Anfang Dezember eine Schneedecke hatten, war 2010. Und die blieb den ganzen Dezember liegen. Das war übrigens das letzte Mal, dass es an allen drei Weihnachtstagen Schnee gab.“

Der Experte erklärt aber, dass weiße Weihnachten gerade im Norden Deutschlands eher eine Seltenheit sind. Eher ein Wunschgedanke, der durch Weihnachtslieder und Gedichte zum Ausdruck gebracht wird. Im Süden Deutschlands, wo es in Richtung Gebirge geht, seien die Chancen, dass der Schnee liegen bleibt, höher.

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Die Hoffnung auf weiße Weihnacht ist noch nicht verloren

Laut selbst erhobener Werte mittels einer Wetterstation in Berlin, kann der Experte erläutern, dass es im Schnitt alle 15 Jahre weiße Weihnachten an allen drei Tagen gibt. Da dieses Ereignis zuletzt 2010 eingetreten ist, sollten wir die Hoffnung noch nicht aufgeben, erklärt Riemann.

„Alle vier Jahre hingegen hatten wir im Schnitt wenigstens einen weißen Weihnachtstag“, ergänzt der Wetterexperte. Zum jetzigen Zeitpunkt (03.12.2025) sei noch keine Wetterabweichung für Weihnachten zu sehen, aber es gibt Tendenzen, dass es zum Jahreswechsel einen Wetterwechsel geben könnte, ergänzt Riemann.  

So entwickelt sich das Wetter im Dezember weiter

Momentan haben wir tagsüber Plusgrade, um drei oder vier Grad, passend zum Dezember. Nachts sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt. Zum Wochenende hin wird es aber milder, das liegt an einem Tief über dem Atlantik, das die Luft zu uns schiebt. „Wer am zweiten Advent auf den Weihnachtsmarkt geht, wird kein winterliches Wetter erleben. Diese milde Phase wird auch eine Weile anhalten. Ich sage mal bis Mitte des Monats. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass sie bis zum 20. anhalten wird, dann müssen wir weitersehen.“

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