1. Dezember 2025, 5:40 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wie viel Wahrheit steckt in alten Bauernregeln? Seit Jahrhunderten orientieren sich Landwirte und Gärtner an diesen traditionellen Wetterweisheiten, um das kommende Wetter besser einschätzen zu können. Eine davon bezieht sich auf den 1. Dezember, den Gedenktag des heiligen Eligius.
„Fällt auf Eligius ein Wintertag, die Kälte noch vier Wochen andauern mag“ – so lautet eine bekannte Bauernregel zum 1. Dezember. Doch wie verlässlich ist sie heute noch? myHOMEBOOK hat bei einem Wetterexperten nachgefragt und die Bedeutung dieser Regel genauer unter die Lupe genommen.
Das steckt hinter der Bauernregel zum 1. Dezember
„Bauernregeln beziehen sich selten auf einen bestimmten Tag, auch wenn sie so formuliert sind. Spricht man in dieser Bauernregel also vom 1. Dezember, ist der Zeitraum drumherum gemeint, also die letzte Novemberwoche und die erste Dezemberwoche“, erklärt Jörg Riemann von der Wettermanufaktur.
Die Bauernregel für den 1. Dezember bedeutet laut Riemann: Wenn es zu dieser Zeit schon sehr kalt ist, deutet das darauf hin, dass der ganze Winter kälter als üblich wird.
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Stimmt diese Bauernregel?
Im Grunde kann man diese Regel schon bestätigen, erklärt der Experte. „Liegt die mittlere Temperatur um Ende November und Anfang Dezember unter dem Gefrierpunkt, so fällt der Dezember mit hoher Wahrscheinlichkeit zu kalt aus.“
Riemann erklärt aber auch, dass ein kalter Dezember nicht bedeutet, dass es die ganze Zeit kalt ist. Es reichen ein paar Tage mit sehr frostigen Temperaturen, um die Durchschnittstemperatur sinken zu lassen. „Der diesjährige erste Dezember wird nicht knackig kalt, er wird eher nasskalt bei drei oder vielleicht ein paar mehr Grad. Er wird einfach normal für die Jahreszeit ausfallen“, erläutert der Wetterexperte.
Das Jahr 2025 ist seit Beginn von einem unregelmäßigen Wetter geprägt. Bisher konnte sich keine Wetterlage über einen längeren Zeitraum durchsetzen. Genauso wechselhaft geht es dieses Jahr weiter, erläutert Riemann. Der Dezember wird laut dem Experten eher durchwachsen. Milde und kalte Tage werden sich abwechseln, auch Niederschlag wird es geben. Ob diese zu einer weißen Weihnacht verhelfen, wird die Temperatur entscheiden.
Die Aussichten für die kommenden Tage
Es wird milder in Deutschland: „Bereits jetzt am Wochenende kann es schon losgehen. Die Temperaturen bewegen sich dann bei vier bis acht Grad. Nachts kann es kälter werden.“ Wir haben Tiefdruckeinfluss, daher kann es stellenweise auch Regen und demzufolge glatte Straßen geben – je nachdem, wie kalt der Boden in den Gebieten ist. Am ersten Advent können wir stellenweise mit Regen rechnen.