4. Februar 2026, 15:28 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Bauernregeln sind seit Jahrhunderten fester Bestandteil der Volkskultur und beruhen auf wiederkehrenden Naturbeobachtungen. Sie wurden genutzt, um Wetterentwicklungen einzuschätzen und Hinweise auf den Verlauf der Jahreszeiten zu geben. Eine bekannte Regel lautet: „Wenn’s um Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.“ Ein Experte erklärt, was es mit dieser Bauernregel auf sich hat und ob wir uns bereits auf den Frühling freuen dürfen.
Das steckt hinter der Bauernregel um Lichtmess
„Bei der Bauernregel ‚Wenn’s um Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit‘ ist nicht ein bestimmter Tag gemeint. Lichtmess ist am 2. Februar. Die Regel meint den Zeitraum drumherum“, erklärt Jörg Riemann von der Wettermanufaktur. Auch die Formulierung „stürmt und schneit“ sei übertrieben. „Wenn es im Zeitraum um den Monatswechsel von Januar zu Februar herum winterlich ist, dann haben wir gute Chancen, dass der Winter auch mal wieder zu Ende ist.“
Dazu passend: Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage …
Je nasser der Februar, desto nasser …
Ist der Februar trocken und kalt, kommt im März …
Stimmt diese Bauernregel?
Ja, sie stimmt, und wir dürfen uns schon einmal vorsichtig auf den Frühling freuen, zumindest im Norden und Osten Deutschlands, erklärt Riemann. Im Süden und Westen habe der Vorfrühling bereits begonnen.
„Wenn es um Lichtmess überdurchschnittlich sonnig ist, was wir bisher nicht hatten, und wenn wir eine überdurchschnittliche Zahl von Frosttagen erwarten, dann haben wir in über 50 Prozent der Fälle einen noch recht langen Winter.“ Im Umkehrschluss bedeutet es aber, dass, wenn das Wetter winterlich mit Schnee daherkommt, der Winter bald vorbei sein kann.
Er erklärt aber auch, dass bei der Bauernregel die Hochdruck- und Tiefdruckgebiete eine Rolle spielen. Momentan hätten wir Tiefdruckeinfluss und alles würde etwas durcheinandergewirbelt. Im Idealfall kommt dann auch mildere Luft zu uns.
Das sind die Wetteraussichten
Nachdem es in den vergangenen Tagen vor allem im Norden und Osten sehr kalt und frostig war, zeichnet sich nun eine Entspannung ab, so der Experte. In West- und Süddeutschland bleibt das mildere Wetter bestehen oder nimmt stellenweise sogar noch zu. „Überspitzt formuliert steht dort der Vorfrühling bereits vor der Tür“, sagt Riemann.
Spätestens in der zweiten Hälfte des Februars dürfte auch der Nordosten von milderen Temperaturen profitieren, sodass sich dort ebenfalls eine Aufhellung abzeichnet. „Dennoch kann es bis Mitte Februar im Nordosten weiterhin vereinzelt zu Schnee- oder Eisregen kommen“, ergänzt der Experte.