6. November 2026, 11:00 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Kann das Wetter im November schon verraten, wie der Winter wird? Zumindest legt das eine alte Bauernregel nahe: „Ist der November kalt und klar, wird mild und trüb der Januar.“ Doch was ist an dieser Wetterweisheit dran? Und welche Schlüsse lassen sich aus der aktuellen Wetterlage ziehen? myHOMEBOOK hat bei einem Wetterexperten nachgefragt.
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Das steckt hinter der Bauernregel
„Die Idee hinter der Bauernregel ‚Ist der November kalt und klar, wird mild und trüb der Januar‘ ist folgende: Wenn der November schon sehr kalt ist und klare Nächte hat, also unter Hochdruckeinfluss steht, dann hat der Winter seine ‚Kraft‘ oft schon vorweggenommen. Der eigentliche Winter, also Dezember und Januar, wird dann meist milder und feuchter“, erklärt Jörg Riemann von der Wettermanufaktur.
Stimmt diese Bauernregel?
„Diese Regel gehört zu den bekanntesten und sie hat tatsächlich einen wahren Kern. In etwa sieben von zehn Jahren, also rund 70 Prozent der Fälle, trifft sie zu“, erklärt Riemann.
Man kann also sagen, dass diese Bauernregel keine bloße Volksweisheit ist, sondern auf langen Wetterbeobachtungen beruht, die sich über Generationen hinweg bestätigt haben. Wenn der November kalt und klar verläuft, also unter Hochdruckeinfluss steht, dann neigt der darauffolgende Januar dazu, milder und nasser zu werden.
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Trifft die Bauernregel zum kalten, klaren November auch in diesem Jahr zu?
Nein, in diesem Jahr trifft die Bauernregel nach aktuellem Stand nicht zu, erklärt der Experte. Zwar wird es vorübergehend kälter und in vielen Regionen kann es nachts Frost geben. Eine anhaltende Kältephase oder einen Frühwinter erwartet der Wetterexperte jedoch nicht. „Im Laufe der nächsten Woche wird es wieder milder“, sagt Riemann. „Und zwar so, dass unterm Strich ein milder November herauskommt.“
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So entwickelt sich das Wetter im November
Zum Wochenende wird es zunächst deutlich kälter. Vor allem nachts steigt die Frostgefahr. „Die Gefahr ist in weiten Teilen Deutschlands“, erklärt Wetterexperte Jörg Riemann. Ausgenommen seien vor allem Regionen am Rhein und an der Küste, „wo das Wasser noch wärmt“. Besonders am Samstag- und Sonntagmorgen kann es vielerorts frostig werden.
Die Kälte hält jedoch nicht lange an. „Im Laufe der nächsten Woche wird es wieder milder“, so Riemann. Grund dafür sei mildere Luft vom Atlantik. Auch Regen zieht auf: Ab Sonntag beziehungsweise Montag sorgt zunehmender Tiefdruckeinfluss von Südwesten für Niederschläge. Zunächst werde vor allem der Süden nass. Für die weitere Entwicklung fasst Riemann zusammen: „Insgesamt ist es zu warm und zu feucht.“
Das bedeutet das Wetter für den Garten
Mit den frostigen Nächten am Wochenende wird es Zeit, den Garten auf den Winter vorzubereiten. Vor allem nicht winterharte und frostempfindliche Pflanzen sollten jetzt geschützt oder, wenn möglich, an einen geeigneten Winterplatz gebracht werden. Auch die Wasserversorgung im Garten sollte man im Blick haben: Außenwasserhähne sollten abgestellt und frostgefährdete Leitungen möglichst vollständig entleert werden. So lässt sich verhindern, dass verbliebenes Wasser bei Frost gefriert, sich ausdehnt und Leitungen oder Armaturen beschädigt.