Seit Jahrhunderten beobachten Menschen das Wetter und leiten daraus Bauernregeln ab. Manche gelten bis heute als erstaunlich treffsicher, andere eher als Mythos. Doch was steckt hinter der Regel „Macht der Juli uns heiß, bringt der Winter viel Eis“? myHOMEBOOK hat bei Jörg Riemann von der Wettermanufaktur nachgefragt, wie viel Wahrheit tatsächlich dahintersteckt.
Jörg Riemann von der Wettermanufaktur erklärt, dass man die Bauernregel „Macht der Juli uns heiß, bringt der Winter viel Eis“ im Laufe der Jahre falsch überliefert hat. Außerdem bezieht sie sich nicht auf den kompletten Juli, sondern auf die Hundstage, die erst Ende Juli starten. „Die Regel stimmt, wenn man auf den Wettercharakter schauen würde“, ordnet Riemann ein.
Im Juli ist es grundsätzlich eher warm, erklärt der Experte. Aber wenn man zusätzlich ein Hochdruckgebiet hat, also den Charakter des Wetters beobachtet, dann stimmt diese Bauernregel mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 50 Prozent. „Wenn der Wettercharakter Ende Juli freundlich ist, also mit Hochdruckeinfluss an den Hundstagen, dann können wir mit etwa 50 Prozent auch mit einem Hochdruckgebiet im Januar rechnen. Und dieser wird dann eher freundlich ablaufen.“
Freundlich bedeutet aber nicht automatisch warm, ergänzt der Experte: „Ein Hochdruckgebiet im Juli ist mit hohen Temperaturen verbunden und ein Hochdruckgebiet im Januar ist in der Regel mit niedrigen Temperaturen verbunden.“
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Laut Riemann müssen wir keine Angst haben, dass die hohen Temperaturen den gesamten Juli über anhalten. „Es wird ein Wechselspiel aus hochsommerlichen Abschnitten und kühleren Abschnitten mit Regen oder Gewittern“, erklärt der Experte. Bis Mitte der kommenden Woche werden die Hohen Temperaturen vor allem im Süden Deutschlands anhalten, dann kühlt es sich wieder etwa ab.
Was das Wetter für den Garten bedeutet
Das kommende Tief heißt für den Garten, dass die Pflanzen zunächst durchatmen können. Die Luft wird frischer und es ist Regen zu erwarten. Da sich ab Mitte Juli wieder ein Hochdruckgebiet einstellt, parallel zu den Sommerferien in vielen Bundesländern, sollte man sich frühzeitig Gedanken um eine ausreichende Bewässerung machen.
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