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Unterirdische Höhlen

4 Möglichkeiten, um einen Dachs aus dem Garten zu vertreiben 

Dachs im Garten
Ein Dachs ist ein seltener Anblick – zumindest tagsüber. Die scheuen Tiere zeigen sich erst zur Dämmerung.Foto: Getty Images

Sie sind scheu und nachtaktive Wildtiere, die vor allem in Wäldern leben: Dachse. Doch nicht selten machen sie sich auch in einem Garten breit und unterhölen diesen mit ihrem Dachsbau. Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, um sie wieder loszuwerden.

Der Dachs (Meles meles) gehört eigentlich zu den Mardern und ist dabei der größte Vertreter dieser Gattung. Er kann sich flink bewegen und zur Wehr setzen – auch wenn er auf den ersten Blick etwas behäbig wirkt. Gefährlich kann der Dachs dem Menschen aber nicht werden, zumal er kein Jäger ist. Er ernährt sich hauptsächlich und im Gegensatz zu anderen Marderarten vegetarisch. Allerdings können die verzweigten Höhlensysteme des Dachses im Garten zum Problem werden – und ihn sogar zum Einsturz bringen.

Wie kann man einen Dachs im Garten vertreiben?

Da die unterirdischen Tunnelsysteme ein Risiko im Garten darstellen können, sollte man versuchen, den Dachs zu vertreiben oder zu vergrämen. In einigen Bundesländern gibt es gewisse Schonzeiten, zu denen man die Tiere in Ruhe lassen sollte. Aber auch aus Gründen des Umweltschutzes und der Artenvielfalt sollte man die Tiere nicht jagen, ausräuchern oder gar töten. Allerdings kann man sich zunutze machen, dass Dachse recht sensibel auf Gerüche und Lärm reagieren. Demnach gibt es folgende schonende Möglichkeiten, einen Dachs im Garten mit Gerüchen oder Lärm zu vertreiben:

  • Auslegen von tierischem oder menschlichem Haar
  • Platzieren von scharfen Gewürzen (Pfeffer, Chili etc.)
  • Kot von Haustieren in Nähe des Dachsbaus (Hundehaufen etc.)
  • Regelmäßig Lärm erzeugen

Manche Hobbygärtner sollen auch erfolgreich einen Dachs vertrieben haben, indem sie eine alte, verschwitzte Socke vor dem Eingang des Dachsbaus platzierten. Eine eher rabiate, aber effektive Methode wäre auch das Urinieren in das Dachsloch. Das Loch einfach zu versperren, ist hingegen keine gute Idee. Im Zweifel kommt der Dachs oder seine Jungtiere nicht mehr heraus – oder gräbt sich einfach einen anderen Ausgang.

Warum ist ein Dachsbau im Garten problematisch?

Der Dachs baut als Unterschlupf ein Höhlensystem. Das ist auch der eigentliche Grund, warum man das Wildtier nicht im Garten tolerieren sollte und es verjagen oder vergrämen sollte. Ein Dachsbau wird oft über mehrere Jahre hinweg bewohnt und dabei kontinuierlich ausgebaut. Bis zu fünf Meter tief kann das System reichen, unten befindet sich die Kinderstube. Bleibt der Dachs ungestört, können die Höhlen hunderte Meter lang werden und etliche Wohnkessel beinhalten, wie der NABU informiert.

Irgendwann kann es jedoch sein, dass der Bau zu groß wird und unter Belastung in sich zusammenfällt. Zudem ist es möglich, dass sich ein Fuchs in einem verlassenen Dachsbau einnistet. Verlassene Höhlen sollte man deshalb zuschütten. In der Nähe des Dachsbaus befindet sich in der Regel eine kleine Mulde, die der Dachs als Toilette verwendet.

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In welchen Gärten kann sich ein Dachs einnisten?

Dachse bevorzugen leichte Böden, um ihre unterirdischen Höhlen anzulegen, da das Graben hier leichter fällt. Dabei untergraben sie auch gerne Gartenhäuser oder Terrassen, um darunter geschützt ihren Nachwuchs aufziehen können. Befindet sich ein Komposthaufen oder Obstbäume mit Fallobst in der Nähe, decken die Wildtiere damit auch gerne ihren Nahrungsbedarf. Wenn Hobbygärtner ein Loch mit bis zu 30 Zentimeter Durchmesser entdecken, sollte man zunächst nach der Dachslatrine Ausschau halten. Dies ist ein sicheres Indiz dafür, dass es sich beim tierischen Untermieter um einen Dachs handelt. Anschließend kann man versuchen, den Tunnelgräber mit schonenden Methoden zu vertreiben.

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Wie kann man vermeiden, dass sich ein Dachs im Garten einnistet?

Dachse werden oft von Futter im Garten angezogen, weshalb man unterbinden sollte, dass sie dort Nahrungsquellen vorfinden. Es empfiehlt sich, das herumliegende Fallobst aufzusammeln und keine Lebensmittel auf dem Komposthaufen zu entsorgen. Auch verschmähtes oder übrig gebliebenes Hunde- oder Katzenfutter stellt eine willkommene Nahrungsquelle für einen hungrigen Dachs dar.

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