20. August 2025, 17:04 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Zucchini gehört zu den beliebtesten Sommergemüsen und ist dabei nicht nur im Supermarkt erhältlich, sondern kann auch im eigenen Garten angebaut werden. Beim eigenen Anbau kommt es häufig vor, dass man entweder dutzende Zucchini ernten kann oder aber die Früchte bereits an der Pflanze verderben. Ein häufiges Problem ist, dass die Zucchini an der Spitze weich wird und fault. Man spricht dann von Blütenendfäule. Welche Pflegefehler dazu führen können, dass eine Zucchini an der Spitze fault, erklärt myHOMEBOOK.
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Wie entsteht Blütenendfäule bei Zucchini?
Für Blütenendfäule ist kein Pilz oder Schädling verantwortlich. Es handelt sich um eine physiologische Störung, die durch Kalziummangel hervorgerufen werden kann.
Kalziummangel
Kalzium ist unter anderem für den Zellaufbau und die Stabilität der Zellwände essenziell. Auch für die Wasserregulation in der Pflanze ist der Nährstoff wichtig. Erhält das Blütenende nicht ausreichend Kalzium, werden die Zellen instabil und platzen. Dies lässt sich gut an schwarzen, eingesunkenen Stellen erkennen. Hobbygärtner sollten daher darauf achten, Zucchini mit einem ausgewogenen Düngemittel zu versorgen.
Ungleichmäßige Wasserversorgung
Doch auch wenn ausreichend Kalzium im Boden vorhanden ist, kann es dennoch zu einer Mangelerscheinung kommen. Damit Kalzium zur Pflanze gelangt und innerhalb dieser transportiert werden kann, ist Wasser notwendig. Eine ungleichmäßige Wasserversorgung ist dabei hinderlich. Zucchini wachsen schnell. Insbesondere in der Wachstumsphase sollten sie regelmäßig und gleichmäßig mit Wasser versorgt werden. Bei zu wenig Wasser leidet zuerst die Spitze.
Speziell während der Wachstumsphase und bei Hitze sollte man darauf achten, dass die Pflanze ausreichend Wasser erhält.
Wurzel- und Bodenprobleme
Zu viel Wasser kann jedoch ebenfalls schädlich sein. Stehen die Wurzeln zu lange in zu dichter, feuchter Erde, kann es zu Staunässe und Wurzelfäule kommen. Mit beschädigten Wurzeln kann die Zucchinipflanze weniger Wasser und Nährstoffe aufnehmen. Eine mögliche Folge davon ist, dass die Zucchini an der Spitze fault.
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Ungleichgewicht mit anderen Nährstoffen
Ein ausgewogenes Düngemittel ist unerlässlich, um leckere, knackige Zucchini zu ernten. Ein unausgewogener Dünger, etwa mit zu viel Kalium, Magnesium oder Ammonium, kann nämlich die Kalziumaufnahme blockieren.
Überdüngung mit Stickstoff
Stickstoff ist ebenso wie Kalzium, Kalium oder Magnesium ein wichtiger Pflanzennährstoff. Auch Zucchini sollten ausreichend Stickstoff erhalten – er ist unter anderem wichtig für das Wachstum der Pflanze. Zu viel kann jedoch Schaden anrichten. Ein Übermaß an Stickstoff führt bei den meisten Pflanzen, auch bei Zucchini, zu einem unausgewogenen Wachstum. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Geilwuchs.
Durch den überschüssigen Stickstoff wächst die Pflanze zu schnell und investiert viel Energie in die Ausbildung von Trieben und Blättern. Die Fruchtbildung wird hingegen vernachlässigt. Weniger Wasser und Nährstoffe gelangen zu den Früchten. In der Folge wird das Pflanzengewebe weich und anfälliger für Krankheiten und Fäulnis.
Fehlende Bestäubung
Auch eine fehlende oder unzureichende Bestäubung kann bei der Zucchini zu faulenden Spitzen führen. Es kann vorkommen, dass eine Zucchini zu wachsen beginnt, obwohl sie nicht oder nur unvollständig bestäubt wurde. Die Frucht entwickelt sich zunächst normal, hört dann jedoch plötzlich auf zu wachsen und beginnt an der Spitze zu faulen.
Um das zu verhindern, sollten Gartenbesitzer einen bienen- und insektenfreundlichen Garten gestalten. Dazu gehören etwa das Anpflanzen von Blühpflanzen, der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel sowie das Bereitstellen von Nistplätzen und Wasserquellen. Alternativ kann die Pflanze auch von Hand bestäubt werden.

