24. März 2026, 13:03 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Im März lockt uns die Sonne und die oft schon milden Temperaturen nach draußen. Gartenfreunden kribbelt es bereits seit Wochen in den Fingern. Endlich kann man wieder in der Erde wühlen und sich über das bunt blühende Ergebnis freuen. Doch es gibt auch Gartenarbeiten, die man im März besser noch nicht angehen sollte. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, welche Gartenarbeiten sie im März noch links liegen lässt.
Für manches ist die Zeit im März noch nicht reif
Auch wenn Gartenliebhaber ungeduldig sind und es in den Fingern kribbelt, wir sollten lernen, uns in Geduld zu üben. Wenn wir jetzt im Garten schon alles machen würden, worauf wir Lust haben, könnten wir eventuell mehr Schaden als Nutzen anrichten.
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1. Rasen säen oder vertikutieren
Rasenmähen ist im März kein Problem, wie auch Dr. Harald Nonn von der Deutschen Rasengesellschaft in älteren Interviews mit myHOMEBOOK betonte: „Sobald es etwas zu mähen gibt“. Auf das Säen oder das Vertikutieren sollte man hingegen lieber noch verzichten, es gibt ja sowieso genug andere Dinge im Garten zu tun.
Säen oder vertikutieren gehören für mich aber noch nicht dazu. Zum Säen ist es schlicht und einfach noch zu kalt. Ja, tagsüber bekommen wir unsere 10–18 Grad, aber nachts ist es gebietsweise so frisch, dass man morgens die Scheiben vom Auto enteisen muss. Auch in der Nacht müssen gewisse Temperaturen gegeben sein, damit der Rasen gut anwächst.
Vertikutieren ist für mich anstrengend und bringt mir wenig Freude, daher schiebe ich es so weit auf, wie es geht. Manche Jahre mache ich es auch gar nicht. Eine gute Ausrede ist daher auch, dass es einfach noch nicht zu den Gartenarbeiten im März gehört.
Es muss erst ein gewisses Rasenwachstum eingetreten sein, damit die Löcher, die beim Vertikutieren entstehen, auch schnell wieder geschlossen werden. Und wie beim Säen bereits erwähnt, ist es einfach noch zu frisch für ein optimales Wachstum.
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2. Ziergräser sind im März oft noch bewohnt
Bei Ziergräsern ist Fingerspitzengefühl gefragt. Schneidet man sie zu spät, wachsen die neuen Triebe nicht ordentlich, weil sie nicht genug Platz haben. Schneidet man hingegen seine Ziergräser zu früh, nimmt man den Insekten ihren Ruheplatz oder auch ihren Schlüpfplatz. Über den Winter nisten sie sich oft in den hohlen Stängeln der Gräser ein. Viele Quellen raten zu einem Schnitt im zeitigen Frühjahr, ohne die Insekten zu beachten. Ich schneide lieber erst im April, das ist für mich ein guter Kompromiss. Die Insekten können die Zeit noch nutzen und den Trieben schadet ein Monat später auch nicht viel. Auch Biologin Dr. Saskia Schneider von PETBOOK bestätigt, dass man bei Ziergräsern lieber noch etwas wartet, bis es warm genug ist und sicher alle Insekten geschlüpft oder aufgewacht sind.
3. Frostempfindliche Pflanzen bitte noch nicht einpflanzen
Im März ist es für viele frostempfindliche Pflanzen wie Dahlien, Geranien und Tomaten noch zu früh, um sie ins Freiland zu setzen, da die Temperaturen oft stark schwanken und Nachtfrost weiterhin auftreten kann. Besonders problematisch ist der noch kalte und häufig sehr feuchte Boden, der das Wachstum hemmt oder sogar zu Fäulnis führen kann. Während Dahlienknollen im kalten Boden faulen können, reagieren auch Geranien und Tomaten äußerst empfindlich auf Kälte und erleiden schnell Schäden. Junge Triebe sind besonders gefährdet und können bereits durch leichten Frost absterben, weshalb man mit dem Auspflanzen besser noch warten sollte.