29. August 2025, 5:58 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Entdeckt man gelbe Blätter bei Geranien, sollte man diese entfernen. Warum sie gelb werden, kann verschiedene Gründe haben. Häufig sind Pflegefehler für den Farbwechsel verantwortlich. Es sind somit keine rein optischen Mängel, sondern sie können als Alarmsignal gewertet werden, dass es der Pflanze nicht gutgeht.
Folgen Sie jetzt myHOMEBOOK bei WhatsApp
1. Fehler beim Gießen
Wasser ist für Pflanzen überlebenswichtig. Hobbygärtner sollten darauf achten, dass Geranien mit ausreichend Wasser versorgt werden. Nur so können sie ihre Blüten bilden. Zu viel Wasser kann jedoch dazu führen, dass sich die Blätter der Geranien gelb färben. Es entsteht Staunässe, die das Faulen der Wurzeln begünstigt. Die sogenannte Wurzelfäule führt dazu, dass die Pflanze nicht ausreichend Nährstoffe aufnehmen kann, um sich zu versorgen. Riecht der Topf muffig und ist die Erde schwer und nass, sollte man die Pflanze schleunigst umtopfen.
Zu wenig Wasser ist auf der anderen Seite ebenfalls nicht gut und kann gelbe Blätter verursachen. Fehlt Feuchtigkeit, vertrocknen die Blätter, und die Blattränder verfärben sich.
2. Fehler beim Standort
Zu dunkel und kalt sollte der Standort der Geranie nicht sein. Die Pflanzen stammen ursprünglich aus Südafrika. Sie benötigen ausreichend Licht und Wärme, um zu gedeihen. Ist der Standort zu kalt, färben sich die Blätter der Geranie rot und werden anschließend gelb. Ist der Standort zu dunkel, kann die Pflanze nicht ausreichend Chlorophyll, den grünen Pflanzenfarbstoff, herstellen.
Ideal ist ein sonniger, geschützter Standort. Mit der Sonne sollte man die Pflanze jedoch nicht überraschen. Stellt man Geranien, die zuvor an einem dunklen Ort standen, in die pralle Sonne, kann das zu Sonnenbrand führen.
Auch interessant: Langer Urlaub geplant? Geranien richtig vorbereiten
Mit diesen Tipps erkennen Sie Nährstoffmangel bei Gurken
Aus diesen Gründen fault die Zucchini an der Spitze
3. Fehler beim Düngen
Das Bilden von Blüten verlangt Geranien viel Kraft und Energie ab. Entsprechend gilt es, sie regelmäßig zu düngen. Übertreiben sollte man es jedoch nicht. Zu viel Dünger führt zu einer Übersalzung des Substrats. Die Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen, wodurch die Blätter der Geranie weich, welk und gelb werden.
Als Starkzehrer führt auch zu wenig Dünger zu Mangelerscheinungen bei Geranien in Form von gelben Blättern. Insbesondere ein Mangel an Stickstoff, Kalium oder Eisen verursacht dieses Schadbild.
Am besten setzen Hobbygärtner auf ein ausgewogenes Düngemittel. Stickstoffbetonter Dünger würde nämlich zu einem weichen, mastigen Blattwachstum führen.
4. Fehler, die Krankheiten begünstigen
Pflegefehler führen dazu, dass die Geranie geschwächt und anfälliger für Krankheiten ist. Dazu zählt etwa die Blattfleckenkrankheit, die an weichen, glasig wirkenden Stellen erkannt werden kann. Diese Stellen färben sich später gelb und dann braun-schwarz.
Runde, gelbliche bis hellgrüne Flecken deuten hingegen auf Geranienrost hin. Der Rostpilz verursacht zudem rostbraune Pusteln an der Blattunterseite. Befallene Blätter gilt es zu entfernen.
Erkennt man ein ungewöhnliches mosaikartiges Muster auf den Blättern der Geranie, kann das Mosaikvirus dafür verantwortlich sein. Die Blätter wirken deformiert und weich. Die Blüten bleiben klein und sind heller als üblich. Vor allem gestresste Pflanzen, verursacht durch falsche Pflege, sind anfällig für das Virus. Betroffene Pflanzen können nicht gerettet werden, sondern müssen entsorgt werden.

