19. Mai 2026, 10:47 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Gurken gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten für den Anbau im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Damit die Pflanzen gut anwachsen und später viele Früchte tragen, sollte man beim Auspflanzen allerdings ein paar Dinge beachten. Vor allem der richtige Zeitpunkt, ein geeigneter Standort und die passende Pflege spielen eine wichtige Rolle. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, worauf es dabei ankommt.
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Der richtige Zeitpunkt und Standort für Gurken
Gurken sind wärmeliebende Pflanzen und sollten erst nach den Eisheiligen ins Freiland ausgepflanzt werden. Das ist in der Regel ab Mitte Mai. Die Temperaturen sollten dauerhaft nicht mehr unter etwa zehn Grad fallen, denn Kälte vertragen Gurken nur schlecht. Ideal ist ein sonniger, geschützter Standort mit lockerer, humusreicher Erde. Außerdem benötigen Gurken viel Wasser und viele Nährstoffe, weshalb sich ein gut vorbereiteter Boden besonders auszahlt.
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Gurken nicht zu dicht pflanzen
Gurkenpflanzen sind auf ausreichend Platz angewiesen, um sich gut entwickeln zu können. Werden sie zu dicht nebeneinandergesetzt, konkurrieren sie um Wasser, Licht und Nährstoffe. Das kann dazu führen, dass die Pflanzen schwächer wachsen und weniger Früchte bilden. Je nach Sorte sollte deshalb genügend Abstand eingehalten werden, besonders im Beet. Zudem sorgt mehr Platz für eine bessere Luftzirkulation, wodurch Pilzkrankheiten vorgebeugt werden kann.
Rankhilfe rechtzeitig einplanen
Die meisten Gurkensorten wachsen rankend und benötigen daher eine stabile Kletterhilfe. Ein Rankgitter, Schnur oder ein Pflanzgerüst geben den Trieben Halt und verhindern, dass die Früchte direkt auf dem Boden liegen. Das spart Platz, erleichtert die Ernte und schützt die Gurken besser vor Fäulnis und Schädlingen. Wichtig ist, die Rankhilfe möglichst früh anzubringen, damit die jungen Pflanzen später nicht beschädigt werden.
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Beim Auspflanzen besonders vorsichtig sein
Gurken bilden empfindliche Wurzeln, die beim Umtopfen oder Auspflanzen leicht beschädigt werden können. Deshalb sollte der Wurzelballen möglichst behutsam aus dem Topf gelöst werden. Lockere oder feine Wurzeln sollten nicht auseinandergerissen werden. Wer vorsichtig arbeitet, erleichtert der Pflanze das Anwachsen und reduziert Stress nach dem Umsetzen.
Erde andrücken und gründlich angießen
Nach dem Einpflanzen sollte die Erde rund um den Wurzelballen vorsichtig angedrückt werden. So bekommt die Pflanze besseren Halt und die Wurzeln haben direkten Kontakt zur Erde. Anschließend ist gründliches Angießen wichtig. Das hilft dabei, Hohlräume im Boden zu schließen, und versorgt die Gurke direkt mit ausreichend Feuchtigkeit – besonders in den ersten Tagen nach dem Auspflanzen.