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Das bedeuten die Hundstage für Ihren Garten

Die Hundstage beginnen wieder und dann sollen die Temperaturen steigen. Deshalb sollte der Garten gut bewässert werden
Die Hundstage beginnen wieder und dann sollen die Temperaturen steigen. Deshalb sollte der Garten gut bewässert werden Foto: Getty Images
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Franka Kruse-Gering
Tim Winter,

23. Juli 2026, 11:17 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Wenn im Hochsommer die Hundstage beginnen, geraten viele Pflanzen an ihre Belastungsgrenze. Anhaltende Hitze und Trockenheit setzen ihnen ebenso zu wie intensiver Sonneneinstrahlung. Damit Blumen, Stauden und Gemüsepflanzen diese Zeit unbeschadet überstehen, brauchen sie die richtige Pflege. myHOMEBOOK erklärt, wann die Hundstage beginnen und worauf Hobbygärtner jetzt besonders achten sollten.

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Wann sind die Hundstage?

Obwohl die Sonne auf der Nordhalbkugel bereits am 20. oder 21. Juni ihren höchsten Stand erreicht, wird es meist erst rund einen Monat später richtig heiß – nämlich während der sogenannten Hundstage, die vom 23. Juli bis zum 23. August dauern. Die Ursachen dafür liegen weit über unseren Köpfen: „Unsere Atmosphäre ist träge. Sie braucht in etwa drei bis vier Wochen, um auf den Höchststand der Sonne und die daraus resultierende Hitze zu reagieren“, erklärt Jörg Riemann, Diplom-Meteorologe und Leiter der Berliner Wettermanufaktur, im Gespräch mit myHOMEBOOK.

Während der Hundstage kommt es in den meisten Fällen zu einem ausgeprägten Temperaturanstieg. Durchschnittlich werden 25 Grad erreicht, Spitzen von mehr als 30 Grad sind keine Seltenheit. Je nach Luftdruck kann auch Trockenheit auftreten. Kommt es zu Regenfällen, fallen diese oft stark in Form von Landregen aus. „Typischerweise erleben wir während der Hundstage auch Gewitter. In der Zeit davor ist die Luft dann feuchtwarm – wie in einer Waschküche“, sagt Riemann.

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Wie kann man seine Pflanzen vor Hitze und Trockenheit schützen?

Gerade bei heißem Wetter benötigen Gartenpflanzen etwas mehr Aufmerksamkeit, um nicht dem Trockentod zum Opfer zu fallen. Folgendes sollte man beherzigen, wenn man seine Schützlinge gut durch die hochsommerlichen Hundstage bringen möchte.

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Richtig gießen

Es ist kein Geheimnis, dass Pflanzen während großer Hitzephasen mehr Flüssigkeit benötigen als sonst. Deswegen sollte man darauf achten, dass man sie regelmäßig und ausreichend gießt. Ganz entscheidend ist dabei vor allem der Zeitpunkt. Am wichtigsten ist es, dass beim Gießen keine direkte Sonne auf die Pflanzen scheint. Die Stunden rund um die Mittagszeit sollte man unbedingt vermeiden.

Wer kann, sollte am Morgen gießen. Dann ist der Boden noch kühl und das Gießwasser kann nicht so schnell verdunsten. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Blüten und Blätter nicht nass werden. Wassertropfen wirken wie eine optische Linse und können, indem sie eintreffende Sonnenstrahlen bündeln, Verbrennungen auf der Pflanzenoberfläche provozieren.

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Für Beschattung sorgen

Jede Pflanze reagiert anders auf Hitze und Sonneneinstrahlung. Aufpassen sollte man zum Beispiel bei empfindlichen Kübel- und Topfpflanzen: Diese sollte man am besten in den Schatten stellen. Sonnensegel und Sonnenschirme können auch Abhilfe schaffen. Eine gute Alternative sind sogenannte Schattiernetze. Mit diesen kann man Pflanzen ganz einfach abdecken. Möchte man dafür Stofftücher verwenden, sollte für ausreichend Luftzirkulation gesorgt werden.

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Mit Verdunstung kühlen

Als Kühlungsunterstützung kann man sich das Prinzip der Verdunstung zunutze machen. Dafür reicht es, zum Beispiel während der Mittagshitze den Gartenweg, die Terrasse oder den Balkon mit Wasser zu benetzen. Durch die verdunstete Flüssigkeit kühlt sich die Umgebung etwas ab.

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So werden die Hundstage in 2026

Die Hundstage gelten als die heißesten Tage im Jahr. Gerade im Angesicht der bereits erreichten Temperaturen in diesem Jahr machen sich wohl manche Gartenbesitzer Sorgen, wie sie ihre Pflanzen durch die heißen Tage bekommen. Zu den Hundstagen im Jahr 2026 sagt Riemann: „Es sieht jetzt so aus, dass sich zu Beginn der Hundstage abwechselnd mal Hochdruckeinfluss und mal leichtes Tiefdruckwetter einstellt. Abgesehen vom Nordosten Deutschlands bleiben die Niederschläge aber eher gering, so dass sich vor allem im Westen die Trockenheit fortsetzt.“ Zu Beginn des Augusts steigen die Temperaturen weiter an, was vereinzelt auch Schauer und Gewitter zur Folge haben kann, wie der Experte erklärt. Dies sei gleichbleibend bis Mitte August.

Für Gärtner bedeutet das: Zwischendrin sind durchaus kleine Regenschauer möglich, Jörg Riemann stellt aber klar: „Vor allem fehlen flächendeckende und umfangreichere Dauerregenfälle, die das inzwischen angehäufte große Regendefizit ausgleichen könnten.“ So sollte bis mindestens Mitte August darauf geachtet werden, dass die Pflanzen im Garten genügend bewässert werden. Wie die Hundstage dann weitergehen, bleibt noch offen.

Was haben die Hundstage mit Hunden zu tun?

Mit Vierbeinern haben die Hundstage nur bedingt etwas zu tun. Ihren Namen verdanken sie dem seit der Antike bekannten Hundsstern „Sirius“ im Sternbild „Großer Hund“. Den hellen Stern am Morgenhimmel deutete man als ersten Boten sommerlicher Hitze. Aufgrund der Umstellung zum gregorianischen Kalender im Jahr 1582 sieht man den Hundsstern jedoch heute erst frühestens ab dem 30. August.

Man beruft sich aber auf die alte Tradition und bezeichnet die heißeste Periode im Jahr nach wie vor als Hundstage. Das bedeutet, bei den Hundstagen handelt es sich nicht um ein meteorologisches, sondern um ein astronomisches Ereignis. Wissenschaftler meinen, dass die Hundstage, also das Erscheinen des Hundssterns, in etwa 13.000 Jahren im Winter sein werden.

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Die Hitze steht also in keinem Zusammenhang mit dem Sternenbild des Großen Hunds. Vielmehr ist es ein Zufall. In den Sommermonaten ist es so heiß, weil in dieser Phase die Nordhalbkugel mitsamt Deutschland besonders nah an der Sonne ist. Am höchsten steht die Sonne hierzulande tatsächlich im Juni. In dieser Zeit wärmen sich die Land- und Wassermassen der Erde auf. In den folgenden Monaten – also Juli und August – wird die Wärme dann abgegeben, wodurch die Temperaturen steigen.

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