11. August 2025, 16:28 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Beim Gärtnern geht es nicht nur darum, dass der Garten optisch vorzeigbar ist, sondern auch darum, dass Boden, Pflanzen und die dort lebenden Tiere gesund sind – und bleiben. Um das zu gewährleisten, sollte man auf verschiedene Praktiken und Dinge im Garten verzichten.
1. Invasive Pflanzen
Pflanzen, die ursprünglich nicht in hiesigen Gebieten vorkommen, sondern durch Menschenhand in das Ökosystem eingeführt wurden, nennt man Neophyten. Zu diesen „Neu-Pflanzen“ zählen zum Beispiel auch Kartoffeln und Tomaten. Diese bergen viele Vorteile und können ohne Bedenken angepflanzt werden.
Es gibt jedoch auch Neophyten, die sich in ihrer neuen Umgebung so wohlfühlen, dass sie sich schnell ausbreiten. Dabei verdrängen sie andere heimische Arten, auf die verschiedene heimische Tiere angewiesen sein können. Diese Pflanzen werden als „invasiv“ bezeichnet. Zu den invasiven Pflanzen zählen unter anderem Ambrosia, der Japanische Staudenknöterich, die Kanadische Goldrute und auch der beliebte Kirschlorbeer.
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2. Torfreiche Erde
Für Pflanzen, die einen Boden mit einem niedrigen pH-Wert benötigen, ist Torf ideal. Jedoch sollte man von der Verwendung absehen. Um Torf zu gewinnen, werden ganze Moore trocken gelegt. Torfmoore sind einzigartige Lebensräume für verschiedene Pflanzen- und Tierarten, die auf die Moore zum Leben oder für die Futtersuche angewiesen sind. Durch den Abbau von Torf werden die Ökosysteme zerstört.
Hinzu kommt, dass Torf große Mengen Kohlenstoff speichert. Legt man Torfmoore trocken, dann reagiert der darin gespeicherte Kohlenstoff mit Sauerstoff. Es entsteht CO2, das in die Atmosphäre gelangt. Das Zerstören von Torfmooren hat also enorme Auswirkungen.
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3. Chemische Unkrautvernichter
Im Garten empfiehlt es sich, auf natürliche Weise jenes zu entfernen, was man dort nicht haben möchte. Auf chemische Unkrautvernichter sollte man im Garten verzichten. Nicht nur sind Hausmittel gegen Unkraut umweltfreundlich und günstiger, sie sind auch äußerst effektiv. Welche Hausmittel man verwenden kann, um unliebsame Wildkräuter gezielt zu beseitigen, finden Sie in diesem Artikel.
4. Auf Kunstdünger im Garten besser verzichten
Möchte man seinen Pflanzen im Garten etwas Gutes tun, empfiehlt es sich, auch hier auf natürliche Methoden zurückzugreifen. Die Vorteile: Viele Hausmittel hat man bereits zu Hause, sie sind günstig, nachhaltig und wirkungsvoll. Kaffeesatz, Eierschalen und Gurkenschalen landen für gewöhnlich im Müll. Dabei kann man diese Abfallprodukte als Düngemittel im Garten einsetzen. Zwiebelschalen, Brennnesseln und sogar Bier enthalten ebenfalls Nährstoffe, die den Pflanzen im Garten zugutekommen können.
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5. Das falsche Vogelfutter
Indem man Meisenknödel in die Äste von Gartenbäumen hängt, möchte man Vögeln etwas Gutes tun. Doch ungeeignetes oder minderwertiges Futter kann den Tieren schaden. Daher sollte man darauf achten, das richtige Futter zu kaufen und auch ein sicheres Futterhaus zu platzieren. Am besten verzichtet man auf Sonnenblumenkerne, denn an denen können Jungvögel ersticken. Auch fettreiches Futter und Erdnüsse sollte man den Tieren nicht geben. Besser sind hingegen Haferflocken, Rosinen oder Kleie.
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6. Giftige Pflanzen für Haustiere oder Kinder
Auf diesen Punkt gilt es natürlich in erster Linie zu achten, wenn auch tatsächlich Haustiere und Kinder regelmäßig im Garten sind. Trifft dies zu, ist es jedoch dringlichst zu empfehlen, bei Gartenpflanzen zu prüfen, ob sie für Hund, Katze oder Kind gefährlich sein können. Zu den giftigen Pflanzen, auf die man im Garten verzichten sollte, zählen unter anderem der Goldregen, der Fingerhut oder auch Efeu.

