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Garten im Januar Gemüse Alle Themen
myHOMEBOOK-Gartenexpertin erklärt

„Darum ziehe ich in diesem Januar noch keine Pflanzen vor“

Pflanzen im Januar vorziehen ist grundsätzlich möglich. Man sollte sich im Klaren sein, dass es Unterschiede zu anderen Monaten gibt.
Pflanzen im Januar vorzuziehen, ist grundsätzlich möglich. Man sollte sich allerdings im Klaren sein, dass es Unterschiede zu anderen Monaten gibt. Foto: Getty Images/ автор / Kruse-Gering, Franka/ Collage: MyHomebook
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

9. Januar 2026, 6:06 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Vielen Hobbygärtnern kribbelt es bereits zu Beginn des neuen Jahres in den Fingern. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering geht es ebenso, aber sie widersteht der Versuchung und wird im Januar noch keine Pflanzen vorziehen. Das hat mehrere Gründe.

Der Januar ist mir zu früh

Es gibt so einige Pflanzen, die man im Januar vorziehen kann. Das kann Gemüse mit langer Entwicklungszeit sein oder auch Pflanzen, die nicht zwangsläufig ins Freiland gesetzt werden müssen. Paprika, Chili oder auch Physalis haben beispielsweise eine lange Entwicklungszeit. Man kann außerdem auch Kräuter vorziehen, wobei man dabei weniger vom Vorziehen spricht als eher vom Anpflanzen, da diese sowohl drinnen als auch später draußen gut wachsen.

Bei beidem handelt es sich um Pflanzen, die mich eher weniger interessieren. Ich bin ein Fan von Tomaten, Gurken, Zucchini oder Kürbis. Das sind alles Pflanzen, die erst nach den Eisheiligen im Mai in den Garten können. Klar, man kann sie im Januar vorziehen, mir ist das aber zu umständlich und den Aufwand nicht wert. Ich warte lieber, bis die richtige Zeit gekommen ist. Für mich: März und April.

Würde ich jetzt beginnen, dieses Gemüse vorzuziehen, bräuchte ich eine Pflanzenlampe sowie Wärmematten, und ich könnte nicht regelmäßig lüften, da die Minipflanzen keine Zugluft vertragen. Ich müsste also mehrmals am Tag alle Anzuchtgefäße vom Fensterbrett runter und wieder hoch räumen.

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Nicht nur Gemüse kann vorgezogen werden

Für mich ist das Vorziehen im Januar eher sinnvoll, wenn es um Sommerblumen geht, die eine lange Entwicklungsdauer haben. Was nützen mir Sommerblumen, wenn sie im September blühen oder im schlimmsten Fall gar nicht, weil ich zu lange gewartet habe?

Im vergangenen Jahr erging es mir so. Ich habe, wie auf der Packung beschrieben, meine Samen der Mittagsblumen im Mai nach den Eisheiligen im Blumenkasten verteilt. Im September gab es ein paar kleine Blüten, aber den ganzen Hochsommer über war der Kasten grün.

Nach diesem Frust im vergangenen Jahr werde ich mich in diesem Jahr an verlässlichere Pflanzen halten. Das mit dem Vorziehen probiere ich vielleicht im nächsten oder übernächsten Jahr noch einmal.

Auch interessant: Kann man im Januar schon Tomaten vorziehen?

Wenn man unbedingt Pflanzen im Januar vorziehen möchte

Wer es wirklich riskieren oder zum ersten Mal sein Glück mit dem Vorziehen im Januar versuchen möchte, muss ein paar Dinge beachten, anschaffen und beherzigen, damit es keine Enttäuschung wird.

Im Januar ist die Intensität des Tageslichtes noch nicht stark genug und es ist auch nicht lange genug hell, um Pflanzen vorzuziehen, auch am südlichen Fenster nicht. Man benötigt also Pflanzenlampen. Auch die Temperaturen sind grenzwertig. Auf dem Fensterbrett ist es mitunter recht kühl seitens des Fensters und von unten warm, aufgrund der Heizung. Eine Wärmematte kann Abhilfe schaffen und erlaubt auch einen anderen Standort als das Fenster.

Beim Gießen sollte man unbedingt von gewohnten Routinen abkommen. Gießt man zweimal pro Woche, kann das beispielsweise für Keimlinge im Januar durchaus zu viel des Guten sein, da aufgrund der niedrigeren Temperaturen weniger Wasser verdunstet.

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