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Pflegeleicht und nachhaltig

So gelingt das Anlegen eines Kräuterrasens

Kräuterrasen
Ein Kräuterrasen ist eine Rasenfläche, die neben Gras auch verschiedene Kräuterarten enthält Foto: Getty Images
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myHOMEBOOK Redaktion

26. Juli 2025, 12:38 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Ein sattgrüner Rasen verlangt viel Pflege, eine Blumenwiese wächst oft zu hoch – doch es gibt eine attraktive Alternative: Ein Kräuterrasen vereint Blütenpracht, Robustheit und einen niedrigen Pflegeaufwand. Er sieht nicht nur schön aus, sondern bietet auch Insekten Nahrung und Lebensraum. Und das Beste: Der Weg dorthin ist einfacher, als viele denken.

Kräuterrasen: Die praktische Mischung aus Grünfläche und Blütenvielfalt

Wer es leid ist, ständig zu jäten, zu vertikutieren oder den Rasen zu mähen, findet im Kräuterrasen eine nachhaltige Lösung. Denn im Gegensatz zum klassischen Zierrasen, der meist nur aus weniger Gräserarten besteht und keine Blühpflanzen enthält, wachsen im Kräuterrasen Wildkräuter, Gräser und Stauden zusammen. Diese bunte Mischung sorgt nicht nur für Artenvielfalt, sondern lässt sich auch betreten, ohne dass die Pflanzen gleich Schaden nehmen – ein deutlicher Unterschied zur hochwüchsigen Blumenwiese.

Wie man einen solchen Kräuterrasen in den eigenen Garten bringt, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Grundsätzlich gibt es zwei Wege: Man kann den bestehenden Rasen umwandeln oder einen komplett neuen Kräuterrasen anlegen.

Kräuter
Kräuter aus dem eigenen Garten lassen sich vielseitig einsetzen Foto: Getty Images/Jasmina007
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Bestehenden Rasen schrittweise umgestalten

Wer seinen vorhandenen Rasen in einen Kräuterrasen umwandeln möchte, muss zunächst einmal weniger tun statt mehr. Denn als erster Schritt wird der Rasen „abgemagert“: Es wird nicht mehr gedüngt, nicht gejätet, nicht gewässert und nur noch selten gemäht.

Weil das Graswachstum stark von der Witterung abhängt, gilt laut BUND folgende Faustregel: Erst dann mähen, wenn der Rasen etwa 20 Zentimeter hoch ist – und das mit der höchsten Schnitthöhe des Rasenmähers. Auf diese Weise bleiben möglichst viele Blühpflanzen erhalten.

Ist die Fläche entsprechend vorbereitet, kann man beginnen, gezielt Wildkräuter wie Gänseblümchen, Klee, Gundermann, Schlüsselblumen oder Glockenblumen einzupflanzen. Auch Frühblüher wie Winterlinge, Krokusse oder Blaustern können eingebracht werden, um den Rasen bereits im Frühjahr zum Blühen zu bringen.

Ein wichtiger Hinweis: Wurde die Fläche in der Vergangenheit regelmäßig gedüngt, braucht es etwas Geduld, denn nährstoffreiche Böden verzögern die Umstellung. Wer schneller zum Ziel kommen will, kann alternativ einen Kräuterrasen ganz neu anlegen.

Kräuterrasen komplett neu anlegen

Wer sich für einen Neuanfang entscheidet, entfernt zunächst den alten Rasen vollständig. Danach wird der Boden gründlich gelockert und von Steinen sowie Wurzelresten befreit. So entsteht ein idealer Untergrund für die neue Saat.

Bei der Auswahl des Saatguts rät der BUND dazu, auf regionales Saatgut zu setzen. Dieses ist optimal auf die örtlichen Bodenverhältnisse und das Klima abgestimmt. Damit die Saat gleichmäßig verteilt wird, mischt man sie am besten mit Sand und streut sie kreuzweise aus – einmal längs, dann quer. Danach wird die Fläche mit einem Brett vorsichtig festgetreten, um einen guten Bodenschluss zu erlangen.

In den ersten Wochen nach der Aussaat ist regelmäßiges Wässern wichtig, damit die Samen keimen können. Auch hier gilt: Auf Dünger und Pestizide verzichten, denn ein nährstoffarmer Boden ist die beste Grundlage für heimische Blühpflanzen.

Egal, für welche Variante Sie sich entscheiden, ein gut angelegter Kräuterrasen überzeugt durch Langlebigkeit, geringen Pflegeaufwand und einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität – und macht den Garten ganz nebenbei zum Paradies für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten.

Mit Material der dpa

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