30. Juli 2025, 17:06 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wer einen Garten hat, kennt das Problem mit gefräßigen Schnecken nur zu gut. Kaum sprießt das junge Grün, tauchen auch schon hungrige Schnecken auf und machen sich über zarte Pflänzchen her. Besonders in feuchten Sommern entwickeln sich wahre Schneckeninvasionen, gegen die herkömmliche Abwehrmethoden oft nur bedingt helfen. Eine überraschend einfache und umweltfreundliche Methode gegen Schnecken verspricht hier Abhilfe, der sogenannte Opferteller. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, was es damit auf sich hat und was man beachten sollte.
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Was ist ein Opferteller?
Es handelt sich um eine gezielte Ablenkungstaktik, bei der Schnecken bewusst angelockt und von gefährdeten Beeten ferngehalten werden. Schnecken sind faul und ehe sie sich anstrengen, um an knackigen Salat zu kommen, geben sie sich auch mit einer Scheibe Gurke zufrieden, für die sie sich nicht anstrengen müssen.
Was man für einen Opferteller benötigt
Im Grunde benötigt man nur einen Teller oder eine ähnliche Unterlage und Gemüse, das Schnecken besonders gern mögen.
Das Gemüse wird kleingeschnitten und auf dem Teller drapiert und schon kann man dabei zusehen, wie die Schnecken vom eigentlichen Beet abgelenkt werden und zum Opferteller kriechen, um das Buffet zu genießen.
Um Schimmel oder vertrocknetes Gemüse zu vermeiden, sollte man den Teller einmal täglich frisch bestücken. Eingetrocknetes Gemüse lassen Schnecken dann nämlich doch liegen und bevorzugen den knackigen Salat aus dem Beet.
Haferflocken, um den Schnecken etwas zu bieten
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man auf dem Opferteller eine Leckerei nicht vergessen. Schnecken lieben aufgeweichte Haferflocken. Ein paar Flocken mit Wasser anreichern und die Masse auf den Teller geben. Da können Schnecken nicht widerstehen.
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Locke ich nicht Schnecken aus anderen Gärten an?
Keine Sorge. Schnecken aus Nachbargärten lockt man durch intensive Gerüche an. Eine Bierfalle beispielsweise ist nicht nur tödlich für die Schnecken, da sie qualvoll sterben, sondern der Geruch vom Bier ist so intensiv, dass die Schnecken aus umliegenden Gärten angelockt werden. Frisches Gemüse riecht zwar auch, aber bei weitem nicht in dem Ausmaß wie Bier.
Was passiert hinterher mit den Schnecken?
Die Schnecken werden vom Teller gesammelt und möglichst weit weg vom Garten wieder ausgesetzt. Ein Spaziergang ist gesund und macht den Kopf frei, wieso also nicht am Abend eine kleine Runde drehen und dabei die Schnecken am Stadtpark aussetzen.