2. April 2026, 14:24 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Knisterndes Holz, flackernde Flammen und geselliges Beisammensein: Das Osterfeuer gehört für viele fest zum Osterfest, besonders in ländlichen Regionen. So stimmungsvoll die Tradition ist, sie birgt auch Risiken – deshalb gibt der Deutsche Feuerwehrverband wichtige Hinweise zu Materialien, Abständen, Anmeldung und Sicherheitsmaßnahmen.
Nur geeignetes Brennmaterial verwenden
Wer ein Osterfeuer plant, sollte sich darüber informieren, was ins Feuer darf. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) empfiehlt, ausschließlich trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz zu verwenden. Frische Gartenabfälle oder Müll gehören laut Verband ausdrücklich nicht ins Feuer. Ebenfalls tabu ist lackiertes oder anderweitig behandeltes Holz, das beim Verbrennen gesundheitsgefährdende Stoffe freisetzen kann.
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Ausreichend Abstand einhalten
„Informieren Sie sich und halten Sie die Sicherheitsvorschriften ein, wenn Sie ein Osterfeuer durchführen – dann werden die Feuerwehren auch nicht aufgrund unsachgemäßer Durchführung alarmiert“, appelliert DFV-Vizepräsident Hermann Schreck in einer Pressemitteilung.
Ein weiteres zentrales Thema für ein sicheres Osterfeuer ist der richtige Standort. Laut DFV ist ein Mindestabstand von 50 Metern zu Gebäuden und Bäumen Pflicht. Zu öffentlichen Straßen muss der Abstand sogar mindestens 100 Meter betragen. Zusätzlich sei es wichtig, jederzeit eine Zufahrt für die Feuerwehr und den Rettungsdienst freizuhalten.
Anmeldung nicht vergessen
Osterfeuer dürfen nicht spontan oder unangemeldet stattfinden. In den meisten Gemeinden muss die Veranstaltung vorab bei der zuständigen Behörde angezeigt werden. Vorwiegend ist dies das Ordnungsamt – dennoch können kommunale Unterschiede bestehen. Der DFV rät, sich am besten rechtzeitig zu informieren.
Sitzgelegenheit mit Risiken
Für die richtige Stimmung greifen manche Veranstalter zu Strohballen als Sitzgelegenheit. Der Feuerwehrverband rät hiervon jedoch dringend ab, da sich die Ballen allein durch die Hitzestrahlung entzünden können. Deshalb sollte man auf dieses Risiko lieber verzichten.
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Wildtiere schützen
Ein Tipp, der oft vergessen wird: Kurz vor dem Entzünden sollte der Holz- und Reisighaufen noch einmal umgeschichtet werden. Hintergrund ist der Schutz von Wildtieren. Ohne diese Maßnahme könne der Haufen schnell zur Flammenfalle für Wildtiere werden, warnt der DFV.
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Dauerhafte Aufsicht ist Pflicht
Sobald das Feuer brennt, darf es keinesfalls unbeaufsichtigt bleiben. Der DFV betont, dass die Feuerstelle erst dann verlassen werden darf, wenn sie komplett erkaltet ist. Auch nach dem Ende der Veranstaltung muss also kontrolliert werden, ob etwa Funkenflug entsteht oder Glutnester weiter glimmen.
Im Notfall sofort die Feuerwehr alarmieren
„Ein sicheres Osterfeuer beginnt also mit guter Planung – und endet erst dann, wenn keine Glut mehr glimmt. Sollte trotz aller Vorsicht das Feuer außer Kontrolle geraten, zählt jede Sekunde. In diesem Fall sollte man nicht zögern und sofort die 112 wählen, um die Feuerwehr zu alarmieren.“
Mit Material der dpa