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Tipps der Feuerwehr

Was man bei einem Wohnungsbrand tun sollte – und was auf keinen Fall

Wohnungsbrand
Bei einem Wohnungsbrand zählt jede Sekunde, um sich in Sicherheit zu bringen Foto: Getty Images/Animaflora
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myHOMEBOOK Redaktion

22. März 2026, 12:55 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Ein schriller Alarm, dichter Rauch, Sekunden entscheiden: Wenn es in den eigenen vier Wänden brennt, bleibt kaum Zeit für Überlegungen. Doch genau in diesem Moment kommt es darauf an, richtig zu handeln – und typische Fehler zu vermeiden, die lebensgefährlich sein können.

Rauch ist die größte Gefahr

Bei einem Wohnungsbrand ist nicht das Feuer selbst das größte Risiko, sondern der entstehende Rauch. Schon wenige Atemzüge können tödlich sein. Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV), warnt: „Wenn der Rauchmelder warnt, bleiben einem nur 120 Sekunden“. Weiter betont er: „Wer dann weiß, was zu tun ist, erhöht die Überlebenschancen entscheidend.“ Deshalb gilt: so schnell wie möglich raus aus dem Gefahrenbereich – weg vom Rauch.

Löschversuche nur ohne Eigengefährdung

Wer die Brandursache sofort erkennt, etwa eine umgestoßene Kerze, kann versuchen, das Feuer selbst zu löschen. Voraussetzung ist jedoch, dass dabei keine Gefahr für die eigene Sicherheit entsteht. Nimmt die Rauchentwicklung zu, sollte der Löschversuch sofort abgebrochen werden.

Ebenso wichtig: Keine Zeit mit dem Suchen von Wertgegenständen verschwenden. Dokumente, Laptop oder andere Dinge sind ersetzbar. Nur wenn griffbereit, sollten Handy und Wohnungsschlüssel mitgenommen werden.

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Fluchtweg prüfen und richtig handeln

Bevor Sie die Wohnung verlassen, sollte der Fluchtweg kontrolliert werden. Ist das Treppenhaus bereits verraucht, gilt: in der Wohnung bleiben, Türen schließen und sofort die Feuerwehr unter 112 alarmieren. Anschließend am Fenster oder Balkon bemerkbar machen. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, Türen mit einem feuchten Tuch abzudichten, um das Eindringen von Rauch zu verzögern.

Ist der Fluchtweg frei, sollten alle Türen hinter sich geschlossen werden, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu bremsen. Der Weg ins Freie führt immer über das Treppenhaus – der Aufzug ist tabu.

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Sollte man die Nachbarn warnen?

Grundsätzlich sollten andere Hausbewohner informiert werden, insbesondere wenn sie den Alarm nicht bemerkt haben. Kinder und hilfsbedürftige Personen benötigen dabei besondere Unterstützung.

Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme: Ist das Treppenhaus verraucht, sollte niemand die Wohnung verlassen, um andere persönlich zu warnen. In diesem Fall sind alle in ihren Wohnungen besser geschützt. Moderne Gebäude sind in der Regel so konstruiert, dass sich Feuer nicht sofort auf andere Wohnungen ausbreitet. Warten Sie in diesem Fall auf die Feuerwehr und folgen Sie deren Anweisungen.

Diese Dinge im Brandfall unbedingt vermeiden

Im Brandfall gibt es Verhaltensweisen, die die Situation zusätzlich verschärfen können. Dazu gehört etwa falsche Rücksicht auf das eigene Erscheinungsbild: Im Zweifel sollte man auch im Schlafanzug ins Freie gehen.

Ebenso gefährlich ist die Flucht nach oben. Rauch steigt nach oben und kann den Rückweg abschneiden. Zudem ist eine Rettung aus höheren Stockwerken oft deutlich schwieriger.

Ein weiterer entscheidender Punkt: Kehren Sie niemals ohne ausdrückliche Erlaubnis der Einsatzkräfte in die Wohnung zurück. Das Feuer kann sich unbemerkt weiter ausgebreitet haben – mit potenziell lebensbedrohlichen Folgen.

Mit Material der dpa

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