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Lücken schließen

Kaputten Rasen in 6 einfachen Schritten erneuern 

Was Sie tun müssen, um Ihren Rasen zu erneuern
Manchmal sind Teile des Rasens nicht mehr zu retten – dann hilft nur eine Radikalkur wie oben im Foto. Meist reicht aber auch eine Rasenerneuerung.Foto: Getty Images

Auch einem Rasen kann man mitunter ansehen, wie alt er ist. Ein Indikator ist zum Beispiel Moos und dadurch entstehende kahle Stellen. Damit der Rasen im Garten wieder frisch aussieht, kann man ihn erneuern. Die richtige Herangehensweise ist dabei wichtig. myHOMEBOOK erklärt, wie Hobbygärtner richtig vorgehen.

Lücken und Löcher in der Rasenfläche sieht kein Hobbygärtner gern. Jedoch kommen sie bei älteren Rasenflächen mit durchgewachsenem Moos vor oder auch, wenn man im Herbst und Winter das Laub nicht weggeräumt hat. Unter dem feuchten Laub kann der Rasen nämlich anfangen zu faulen. Entdeckt man im Frühling dann kahle Stellen, kann man den Rasen jedoch leicht erneuern. Wie man dabei vorgeht.

Rasen erneuern – der richtige Zeitpunkt

Die Rundumerneuerung des Rasens sollte zwischen Mai und September stattfinden, so haben die Gräser genügend Zeit und Sonne, um sich gesund zu entwickeln. Damit der Rasen seine Halme wieder frisch der Sonne entgegenstreckt, sind sechs Schritte nötig.

1. Mähen

Der erste Schritt beim Erneuern des Rasens ist zunächst das Mähen. Dabei sollte man die alten Gräser so niedrig wie möglich stutzen. Auf diese Weise kann sich der neue Rasen von Anfang an besser entfalten. Hobbygärtner legen damit den Grundstein für eine wohlbegrünte Fläche. Hier erfahren Sie, welche typischen Fehler beim Rasenmähen lauern und wie es richtig geht.

2. Vertikutieren

Ist der alte Rasen kurz gemäht, sollte man diesen sorgfältig in Längs– und Querrichtung vertikutieren. So wird der Boden optimal von Moos und Unkraut befreit. Das Ergebnis ist ein sauerstoffreicher Grund, der ideale Voraussetzungen für einen gesunden grünen Rasen bietet und die jungen Pflänzchen besser mit Nährstoffen versorgen kann.

3. Düngen

Nun folgt ein sogenannter Starterdünger mit Phosphor, den man auf die Fläche gibt. Damit der Dünger gleichmäßig verteilt wird, sollte am besten ein kleiner Streuwagen zum Einsatz kommen. Alternativ geht es auch mit der Hand. Wichtig: Der Rasen sollte dabei möglichst trocken sein.

4. Säen

Im Anschluss an das Düngen kommt das Säen des Rasens an die Reihe. Die passenden Samen für die Lage des späteren Grüns sind dabei entscheidend: Im Handel werden mittlerweile Sorten für jede Rasenverwendung angeboten, von Zier– über Schatten– bis hin zu Spiel- und Sportrasen. Wichtig: Beim Saatgut sollte man nicht sparen: Die Qualität der eingesäten Samen ist ausschlaggebend für den Erfolg der Rasenerneuerung. Haben Sie die richtige Rasenvariante für Ihren Garten gefunden, verteilen Sie das Saatgut mit dem Streuwagen.

5. Mit Torf abdecken

Damit der Rasen von Anfang an gut versorgt ist, sollte man die frisch ausgesäten Samen im nächsten Schritt mit etwas Torf abdecken. Verteilen Sie das Substrat etwa einen halben Zentimeter dick über die Fläche mit dem Rechen. Das Saatgut wird so besser geschützt, zudem speichert Torf sehr gut Wasser. Wenn sich der Torf hell einfärbt, ist es Zeit für die Bewässerung. Wichtig: Torf sorgt für eine saure Bodenreaktion und hebt den pH-Wert.

6. Bewässern

Das Bewässern und Beregnen ist mit der wichtigste Schritt. In den nächsten drei bis vier Wochen müssen die Keimlinge regelmäßig mit Wasser versorgt werden, damit sie gut gedeihen können. Ist es sehr heiß und trocken, kann dies sogar bedeuten, dass man die Fläche vier- bis fünfmal täglich beregnen müssen. Die Bewässerung sollte man keinesfalls ab- oder unterbrechen, auch wenn bereits nach einer Woche die ersten Halme zu sehen sind. Gerade jetzt sind die zarten Pflänzchen auf das Wasser angewiesen, damit sie gesund und kräftig wachsen.

Nach rund sechs Wochen sollte der Rasen prächtig ergrünen. Damit das auch so bleibt, muss jetzt ein besonderer Rasenlangzeitdünger aufgetragen werden. Dieser sorgt dafür, dass der Rasen dicht wird und widerstandsfähige Halme entwickeln kann. Unkräuter wie Quecken und Moose haben so keine Chance.

Passend dazu: Warum sparsame Bewässerung sogar gut für den Rasen ist

Alternative: Rasen mit Rollrasen erneuern

Als Alternative zum Erneuern des Rasens mit der beschriebenen Vorgehensweise kann man auch auf fertigen Rollrasen aus dem Fachhandel zurückgreifen. Das ist etwas einfacher und geht vor allem auch schneller – ist aber wesentlich teurer. Wie man beim Verlegen von Rollrasen richtig vorgeht, lesen Sie in diesem Artikel.

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