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Richtig mähen, düngen, vertikutieren...

In 6 Schritten den Rasen erneuern

Was Sie tun müssen, um Ihren Rasen zu erneuern
Manchmal sind Teile des Rasens nicht mehr zu retten – dann hilft nur eine Radikalkur wie oben im Foto. Meist reicht aber auch eine Rasenerneuerung.Foto: Getty Images

Jedes Gärtnerherz schlägt bei einem saftig grünen Rasen höher. Wie Sie ganz einfach auch Ihren Rasen erneuern und ergrünen lassen, erfahren Sie hier.

Wenn die Grashalme zwischen den Zehen kitzeln und die erste Bratwurst ihren Duft vom Grill verbreitet, dann ist der Sommer nicht weit. Was gibt es also Schöneres, als ein grüner Rasen im eigenen Garten auf dem sich all diese herrlichen Dinge gleich noch viel besser anfühlen? Damit der Rasen allerdings diese Bedingungen erfüllt, muss er manchmal erneuert werden. Mit diesen Tipps und Tricks können Sie die Erneuerung ganz einfach bewerkstelligen.

1. Mähen

Sie sollten die alten Gräser so tief mähen wie möglich. Auf diese Weise kann sich der neue Rasen von Anfang an besser entfalten, und Sie legen so den Grundstein für eine wohlbegrünte Fläche.

2. Vertikutieren

Ist der alte Rasen kurz gemäht, vertikutieren Sie diesen sorgfältig in Längs– und Querrichtung. So wird der Boden optimal von Moos und Unkraut befreit. Das Ergebnis ist ein sauerstoffreicher Grund, der ideale Voraussetzungen für einen gesunden grünen Rasen bietet und die jungen Pflänzchen besser mit Nährstoffen versorgen kann.

3. Düngen

Tragen Sie zunächst einen Starterdünger mit Phosphor auf die Fläche auf. Damit der Dünger gleichmäßig verteilt wird, sollte am besten ein kleiner Streuwagen zum Einsatz kommen. Achten Sie beim Verstreuen des Düngers auf eine Längsausrichtung.

4. Sähen

Im Anschluss an das Düngen können Sie mit dem Sähen des Rasens beginnen. Die passenden Samen für die Lage des späteren Grüns sind dabei entscheidend: Im Handel werden mittlerweile Sorten für jede Rasenverwendung angeboten, von Zier– über Schatten– bis hin zu Spiel- und Sportrasen. Bedenken Sie, dass Sie nicht beim Saatgut sparen sollten: Die Qualität der eingesäten Samen ist ausschlaggebend für den Erfolg der Rasenerneuerung. Haben Sie die richtige Rasenvariante für Ihren Garten gefunden, verteilen Sie das Saatgut mit dem Streuwagen, allerdings in Querausrichtung.

5. Verdecken

Damit Ihr Rasen von Anfang an gut versorgt ist, sollten Sie die frisch ausgesäten Samen im nächsten Schritt mit etwas Torf abdecken. Verteilen Sie das Substrat etwa einen halben Zentimeter dick über die Fläche mit dem Rechen. Das Saatgut wird so geschützt, und wenn der Torf sich hell einfärbt, wissen Sie, dass es Zeit für die Bewässerung ist.

6. Bewässern

Das Bewässern und Beregnen ist mit der wichtigste Schritt. In den nächsten drei bis vier Wochen müssen die Keimlinge regelmäßig mit Wasser versorgt werden, damit sie gut gedeihen können. Ist es sehr heiß und trocken, kann dies sogar bedeuten, dass Sie die Fläche vier- bis fünfmal täglich beregnen müssen. Brechen Sie die Bewässerung keinesfalls ab, auch wenn Sie bereits nach einer Woche erste Halme entdecken. Gerade jetzt sind die zarten Pflänzchen auf das Wasser angewiesen, damit sie gesund und kräftig wachsen.

Nach circa sechs Wochen sollte der Rasen prächtig ergrünen. Damit das auch so bleibt, muss jetzt ein besonderer Rasenlangzeitdünger aufgetragen werden. So sorgen Sie dafür, dass der Rasen dicht wird und widerstandsfähige Halme entwickeln kann. Unkräuter wie Quecken und Moose haben so keine Chance.