6. November 2026, 13:28 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten
Wenn die Gartensaison zu Ende geht und die Temperaturen langsam sinken, wird es Zeit, den Schrebergarten winterfest zu machen. Dafür benötigen bestimmte Bereiche jetzt Aufmerksamkeit. Wer rechtzeitig vorsorgt, vermeidet teure Reparaturen und kann im Frühjahr entspannt in die neue Gartensaison starten. myHOMEBOOK gibt einen Überblick, was jetzt zu tun ist.
Übersicht
- Wie man im Schrebergarten Schäden durch Frost vorbeugt
- Wasserleitungen rechtzeitig entleeren
- Regentonnen vor Frostschäden bewahren
- Toilette und Abwassersysteme nicht vergessen
- Die Abwassersammelgrube kontrollieren
- Elektrogeräte und Stromversorgung überprüfen
- Feuchtigkeit und Schimmel in der Gartenhütte vermeiden
- Möbel und empfindliche Gegenstände einlagern
- Gartengeräte winterfest lagern
- Die Außenanlage des Schrebergartens winterfest machen
Wie man im Schrebergarten Schäden durch Frost vorbeugt
Wasserleitungen rechtzeitig entleeren
Eine der wichtigsten Aufgaben, um den Schrebergarten winterfest zu machen, ist das Abstellen der Wasserversorgung. Gefriert verbliebenes Wasser in den Leitungen, kann es sich ausdehnen und Rohre, Anschlüsse oder Armaturen beschädigen.
Nach dem Abstellen der Hauptwasserzufuhr sollte man sämtliche Wasserhähne öffnen, damit die Leitungen möglichst vollständig leerlaufen. Dabei sollte man auch tiefer liegende Abschnitte und Abzweigungen berücksichtigen.
Gartenschläuche, Schlauchwagen, Brausen und andere wasserführende Geräte sollte man ebenfalls entleeren und möglichst trocken und frostgeschützt lagern.
Regentonnen vor Frostschäden bewahren
Auch Regentonnen sollte man nicht vergessen, wenn man den Schrebergarten winterfest macht. Vor dem ersten Frost sollten sie vollständig geleert werden. Das gilt ebenso für Wasserhähne, Verbindungsstücke, Schläuche und Überläufe.
Wer ausreichend Platz hat, lagert die leeren Tonnen am besten umgedreht und möglichst geschützt. So kann sich kein neues Regenwasser sammeln. Alternativ lassen sie sich trocken und frostgeschützt unterstellen. Auch Gießkannen, Eimer, Pflanzgefäße und Untersetzer sollte man vor dem Winter von Wasser befreien.
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Toilette und Abwassersysteme nicht vergessen
Auch nach dem Abstellen der Wasserversorgung kann in Toilette, Spülkasten und Siphons Restwasser zurückbleiben. Deshalb muss man auch die sanitären Anlagen im Schrebergarten winterfest machen.
Bei einer herkömmlichen Toilette mit Wasserspülung sollte zunächst die Wasserzufuhr zum Spülkasten unterbrochen werden. Anschließend die Toilette einmal spülen, damit sich der Spülkasten weitgehend entleert. Verbliebenes Wasser lässt sich mit einem Schwamm aufnehmen. Auch die Toilettenschüssel benötigt Aufmerksamkeit: Das darin stehende Wasser sollte man möglichst weitgehend entfernen. Zusätzlich muss der Geruchsverschluss, auch Siphon genannt, berücksichtigt werden, da sich dort ebenfalls Wasser befindet.
Lässt sich der Siphon nicht vollständig entleeren, kann ein geeignetes, für Sanitäranlagen vorgesehenes Winter-Frostschutzmittel helfen. Dabei sollte man ausschließlich ein ausdrücklich dafür zugelassenes Produkt verwenden, das mit den vorhandenen Materialien und dem Abwassersystem verträglich ist.
Die Abwassersammelgrube kontrollieren
Bei einer geschlossenen Abwassersammelgrube sollte man vor der Winterpause der Füllstand kontrollieren. Eine vollständige Leerung ist jedoch nicht automatisch notwendig und sollte bei unterirdischen Anlagen im Zweifel mit einem Fachbetrieb abgestimmt werden. Je nach Bauart und Grundwasserstand kann durch das Leerpumpen Auftrieb entstehen. Zudem sollten Deckel und Schutz vor eindringendem Regenwasser kontrolliert werden.
Elektrogeräte und Stromversorgung überprüfen
Nicht benötigte Elektrogeräte sollte man vor der Winterpause ausschalten und vom Netz trennen. Geräte, in denen Wasser zurückbleiben kann, etwa Kaffeemaschinen, sollte man zudem entleeren.
Den Kühlschrank sollte man ausräumen, abtauen, reinigen und vollständig trocknen lassen. Die Tür sollte man während der Winterpause einen Spalt geöffnet lassen, damit sich keine unangenehmen Gerüche oder Feuchtigkeit bilden.
Akkus von Gartengeräten lagert man am besten separat an einem trockenen Ort innerhalb des vom Hersteller empfohlenen Temperaturbereichs.
Feuchtigkeit und Schimmel in der Gartenhütte vermeiden
Vor der Winterpause lüftet man die Gartenhütte am besten einmal gründlich und hinterlässt sie möglichst trocken. Es empfiehlt sich, Lebensmittel, Tierfutter und Müll zu entfernen und feuchte oder empfindliche Textilien am besten mit nach Hause zu nehmen. Geöffnete Schranktüren und freie Lüftungsöffnungen unterstützen die Luftzirkulation. Ein Feuchtigkeitsabsorber kann zusätzlich helfen, ersetzt aber keine ausreichende Belüftung.
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Darüber hinaus sollte man Dach und Fenster auf mögliche Undichtigkeiten überprüfen. Schon kleine Schäden können dazu führen, dass Regenwasser eindringt und sich über Monate unbemerkt Feuchtigkeit ausbreitet.
Möbel und empfindliche Gegenstände einlagern
Auch die Einrichtung der Gartenhütte und die Ausstattung des Gartens sollten winterfest gemacht werden. Gartenmöbel, Sonnenschirme und Sitzpolster sind möglichst trocken und geschützt unterzubringen. Markisen und Sonnensegel sollte man einfahren oder abbauen, damit Wind und Schnee ihnen nichts anhaben können.
Farben, Lacke, Klebstoffe und bestimmte Reinigungsmittel reagieren empfindlich auf Frost. Sie sollten deshalb nicht ohne Prüfung der Herstellerangaben in einer unbeheizten Gartenhütte verbleiben. Auch Getränke in Glasflaschen und andere Flüssigkeiten können bei Minusgraden gefrieren und ihre Behälter beschädigen.
Gartengeräte winterfest lagern
Bei Gartengeräten empfiehlt es sich, diese vor der Winterpause zu reinigen und trocken einzulagern. Spaten, Harken und Scheren können bei Bedarf leicht eingeölt werden, um Rostbildung zu verhindern. Rasenmäher sollte man von Grasresten und Schmutz befreien. Bei benzinbetriebenen Geräten sind die jeweiligen Hinweise des Herstellers zur Kraftstofflagerung und Überwinterung zu beachten.
Die Außenanlage des Schrebergartens winterfest machen
Neben der Gartenhütte verdient auch das Grundstück selbst einen letzten Kontrollgang. Besonders wichtig sind Dachrinnen und Fallrohre, die man vor dem Winter von Laub und anderen Ablagerungen befreien sollte. So kann Regenwasser ungehindert ablaufen und sich nicht an ungünstigen Stellen sammeln.
Bei Gewächshäusern empfiehlt es sich, Scheiben, Türen und Befestigungen zu kontrollieren. Lose Gegenstände, Rankhilfen und Dekorationen sollte man außerdem sichern, damit sie bei Herbststürmen nicht umherfliegen. Empfindliche Kübelpflanzen benötigen je nach Pflanzenart einen geeigneten Winterschutz oder einen geschützten Standort.
Bei Gartenteichen hängt es von Technik, Teichtiefe und Herstellerangaben ab, ob Pumpen und Filter im Winter weiterlaufen können oder ausgebaut werden müssen.