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Mehr Privatsphäre

Sichtschutz für die Terrasse – welche Möglichkeiten gibt es?

Sichtschutz auf der Terrasse
Ein Sichtschutz verhindert neugierige Blicke von Nachbarn auf der eigenen TerrasseFoto: Getty Images

Besonders Bewohner von Reihenhäusern und Stadtwohnungen kennen das: Unbeobachtet auf der Terrasse frühstücken, plaudern oder in der Sonne baden ist kaum möglich – zumindest gefühlt schaut immer jemand zu. Ein Sichtschutz kann dann für mehr Privatsphäre sorgen. Wir zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, wofür sie geeignet sind und worauf zu achten ist.

Unbedacht loslegen und Trennwände, Planen oder gar Mauern als Sichtschutz auf der Terrasse errichten, ist keine gute Idee. Abgesehen davon, dass bei Mauern und ähnlichen Begrenzungen in der Regel Vorschriften gelten, die etwa Höhe, Art und Abstand zu anderen Grundstücken regeln, sollten Mieter vor baulichen Veränderungen auch ihre Vermieter fragen. Ansonsten kann es spätestens beim Auszug Ärger geben – vor allem, wenn gedübelt oder gebohrt und damit in die Substanz des Mietobjekts eingegriffen worden ist. Oft ist deswegen im Mietvertrag festgesetzt, ob und wie Mieter einen Sichtschutz an der Terrasse anbringen dürfen.

Sichtschutz für die Terrasse – auch für Eigentümer gelten Regeln

Aber auch wer Eigentümer einer Wohnung ist, darf nicht nach Lust und Laune Veränderungen vornehmen. Eigentümergemeinschaften haben ebenfalls meist detailliert geregelt, wie Außenverkleidungen gestaltet werden dürfen. Bunte Farben können dann ebenso unerwünscht sein wie große Markisen oder Sonnensegel.

Unauffällige Sichtblenden dagegen stellen meist kein Problem dar. Optisch nicht aus dem Rahmen fallen dürften spezielle Sichtschutzmatten aus Bambus, Weide oder Schilfrohr. Solche nachwachsenden Naturprodukte sind dekorativ und lassen sich leicht mit Kabelbindern oder Draht etwa an einem Zaun befestigen. Gehört der Zaun jedoch dem Nachbarn, ist dieser vor der Montage unbedingt um Erlaubnis zu fragen.

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Trennwände in großer Auswahl

Trennwände aus Kunststoff, Aluminium, mit Milchglaselementen oder aus Holz, die sich entlang der Terrasse aufstellen lassen, sind eine weitere Möglichkeit, sich vor Blicken zu schützen. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Ausführungen im Baumarkt zu kaufen. Zu Hause müssen sie lediglich montiert werden.

Mitunter müssen ihre Träger dazu in den Boden eingegraben werden. Dabei ist zu beachten, dass Holz in feuchtem Boden verrotten kann. Deswegen sollte es nicht direkt mit der Erde in Kontakt kommen oder bei den Stützen auf robustes Material wie etwa Hartholz zurückgegriffen werden. Heimwerker, die sich ihre hölzerne Trennwand selbst basteln möchten, sollten das bei der Materialauswahl beachten. Müssen die Trennwände auf dem Terrassenboden oder an der Hauswand befestigt werden müssen, ist es besser, zuvor den Vermieter zu fragen. Bohrlöcher in Fliesen und Fassaden sind meist unerwünscht.

Wie hoch ist der Pflegeaufwand?

Naturholzwände können sich durch Wettereinflüsse farblich verändern. Sie sollten zudem regelmäßig geölt oder gestrichen werden, um ihre Widerstandsfähigkeit gegen Regen, Temperaturschwankungen und Licht zu erhalten. Hochwertiger Kunststoff ist meist UV-beständig, pflegeleicht und in zahlreichen Farben erhältlich. Dadurch kann der Sichtschutz etwa optisch an die Terrassenmöbel angepasst werden.

Blühpflanzen sind Sichtschutz und Nahrung für Insekten

Eine Hecke ist ebenfalls eine Möglichkeit für Sichtschutz auf der Terrasse, jedoch muss sie regelmäßig gestutzt und gegossen werden. Auch herabfallendes Laub macht Arbeit. Zudem stehen Hecken etwa aus Kirschlorbeer bei manchen Hobbygärtnern aus ökologischen Gründen in der Kritik. Kirschlorbeer ist zwar pflegeleichter und dichter als viele andere Heckenpflanzen, ist aber kein heimisches Gewächs. Zudem soll er kaum Insekten anlocken und sämtliche seiner Pflanzenteile sind giftig. Tiere und Menschen sollten nichts davon verschlucken. Der Botanische Sondergarten Hamburg ernannte den Kirschlorbeer 2013 zur Giftpflanze des Jahres.

Hecke als Sichtschutz
Hecken eignen sich sehr gut als Sichtschutz auf der TerrasseFoto: Getty Images

Geschickt platzierte Balkonkästen, Pflanzkübel und Hochbeete mit bunten Sommerblumen können auch vor neugierigen Blicken schützen. Zudem bieten Blühpflanzen Bienen und anderen Insekten Nahrung. Im Fachhandel sind spezielle Saaten- und Pflanzmischungen erhältlich, auf die Insekten besonders fliegen. Wer dann noch darauf achtet, dass die gewählten Blumensorten von Frühjahr bis Spätsommer blühen, sitzt eine Saison lang in einer kleinen Oase.

Rankgitter helfen Pflanzen, in die Höhe zu wachsen. Vorsicht ist jedoch bei Kletterpflanzen wie Efeu und Wildem Wein geboten. Zwar sehen sie hübsch aus und sind pflegeleicht. Auch Vögel nutzen den dichten Bewuchs gern als Nistplatz und Versteckmöglichkeit. Da beide Pflanzen aber über stabile Haftwurzeln verfügen, sollte verhindert werden, dass sie an Wänden und Fassaden emporklettern. Ansonsten könnten die Wurzeln den Putz beschädigen. Efeu und Wein lassen sich zudem von Hauswänden nur schwer wieder entfernen. Außer Ärger mit Vermietern oder Miteigentümern droht also womöglich die Übernahme von Renovierungs- und Reinigungskosten der Fassade.

Paravents und Schirme als günstige und mobile Alternative

Pflegearm, mobil und vielseitig einsetzbar sind Paravents als Sichtschutz auf der Terrasse. Je nach Bedarf lassen sie sich auch nach dem Sonneneinfall ausrichten und werden zu Schattenspendern. Bei Wind sind sie jedoch nicht sehr stabil. Wenn der Sommer vorbei ist, kann man den Paravent aber ins Innere holen und dort beispielsweise als Raumtrenner nutzen.

Ampel- oder Marktschirme lassen sich auf Terrassen ebenfalls so ausrichten, dass sie als Sichtschutz dienen. Allerdings gehört zu einem großen Schirm ein stabiler und schwerer Fuß, der Platz benötigt. Zudem ist ein Schirm eher bei schönem Wetter geeignet, als Wind- und Regenschutz taugt er kaum. Jedoch kann er gerade für Mietwohnungen eine kostengünstige Alternative darstellen, die sich passend zu den jeweiligen Bestimmungen hinsichtlich Farbgestaltung und Umfang des Sichtschutzes auswählen lässt.

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