1. November 2026, 12:58 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Bevor Nässe und Frost im Garten Einzug halten, gibt es einiges zu tun. Neben Rasen und Pflanzen sollte dabei auch die Gartenausstattung nicht vergessen werden. Vor allem beim Trampolin stellt sich die Frage: Wie kommt es am besten durch die Herbst- und Wintermonate?
Das Trampolin ist gerade bei Familien ein allzeit beliebtes Outdoor-Spielgerät. Wenn die Hüpfsaison endet, sollte man das Gerät jedoch ausreichend sichern. Witterungsbedingungen wie Regen, Sturm und Schnee können das Trampolin belasten und die Sicherheit beeinträchtigen. Damit das nicht passiert, sprach myHOMEBOOK mit Robert Ziegler vom TÜV SÜD und zeigt, wie Sie Ihr Trampolin sturm- und winterfest machen.
Folgen Sie jetzt myHOMEBOOK bei WhatsApp
Mehr Halt bei Sturm durch Bodenanker
Um das Trampolin gut vor Sturm zu schützen, ist es wichtig, das Gerüst ausreichend zu sichern. „Geeignete Maßnahmen sind Bodenanker oder ein vom Hersteller vorgesehenes Befestigungsset, mit dem das Trampolin am Boden verankert wird“, erklärt Robert Ziegler, Produktexperte bei TÜV SÜD. Bodenanker kommen am besten bereits beim Aufbau des Trampolins zum Einsatz, um gegen Wind und Sturm allzeit gewappnet zu sein.
Für die korrekte Befestigung der Bodenanker gibt es eine Anleitung auf der Website der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V. Der Verein warnt außerdem vor leichtsinnigen Befestigungsmaßnahmen, beispielsweise vor dem Beschweren des Gestells mit Steinen. Diese können nicht nur bei starkem Wind verrutschen, sondern auch die Sicherheit gefährden.
Bei einer Sturmwarnung sollte man zusätzlich Sprungtuch und Sicherheitsnetz abnehmen, da sie dem Wind eine große Angriffsfläche bieten. „Nach einem Sturm sollte kontrolliert werden, ob sich das Trampolin verschoben hat und ob Rahmen, Verbindungen, Verankerungen, Sprungtuch, Federn und Sicherheitsnetz Beschädigungen aufweisen“, erklärt Ziegler weiter.
Auch interessant: Was man bei einem Trampolin im Garten beachten sollte
Abdeckplanen schützen kurzfristig vor Regen und Schmutz
Besonders im Herbst kommen im Garten Laub, Matsch und nasses Gras vor. Eine Abdeckplane kann das Trampolin vor solchen Verschmutzungen schützen. Robert Ziegler grenzt den Mehrwert einer solchen Plane jedoch ein. „Eine Abdeckplane macht das Trampolin jedoch nicht wetterfest und ersetzt insbesondere bei längerer Nichtbenutzung die fachgerechte Einlagerung empfindlicher Komponenten nicht“, so der Experte.
Das Problem der Planen liegt in der Dauer ihres Einsatzes. Bei längerer Nutzung kann sich darunter Feuchtigkeit bilden, was nicht nur Schimmel begünstigt, sondern auch das Material des Trampolins beschädigen kann, erklärt Ziegler. Um das zu vermeiden, sollte man die Planen nur gemäß den Herstellerangaben einsetzen und sie regelmäßig anheben, damit das Material trocknen kann.
Um Trampoline langfristig vor Verschmutzungen und Schäden zu bewahren, rät Robert Ziegler dazu, die Geräte in den Herbstmonaten selbstständig von Laub und Schmutz zu befreien. Wichtig sei laut dem Experten auch, dass Rost, lose Schrauben, beschädigte oder poröse Polster sowie Verschleiß am Sprungtuch und Sicherheitsnetz kontrolliert werden.
Haus und Garten richtig gegen Schäden absichern
Wie man einen Nistkasten für Vögel baut
So wird das Trampolin winterfest gemacht
Auch im Winter können weitere Witterungseinflüsse das Trampolin belasten. „Grundsätzlich kann ein Trampolin je nach Konstruktion und Herstellerangabe auch im Freien überwintern“, so Ziegler. Dort ist es allerdings starken Wetterbedingungen ausgesetzt. Deshalb sollte man das Trampolin regelmäßig auf Stabilität, Feuchtigkeit sowie Frost- und Korrosionsschäden prüfen.
Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt das Trampolin über die Wintermonate nicht im Garten stehen. Laut Robert Ziegler sollte man Sicherheitsnetz, Schutzrand und Sprungtuch abbauen, reinigen, trocknen und anschließend trocken aufbewahren. Zusätzlich sollte man das Trampolin auf Roststellen, lose Teile und Materialschäden prüfen.
Kälte kann insbesondere für bestimmte Kunststoffe zum Problem werden. Sie verspröden und können bei späterer Nutzung brechen, erläutert der Experte. Nicht nur für die meisten Hersteller, sondern auch aus Sicht des TÜV SÜD ist die Einlagerung über den Winter hinweg am sichersten. Das bewahrt nicht nur das Material vor Schäden, sondern beeinflusst auch die Sicherheit und Langlebigkeit des Trampolins.
Vorsicht bei großen Schneemengen im Winter
Bei einem freistehenden Trampolin kann Schneefall schnell zum Problem werden. „Größere Schneemengen können durch ihr Gewicht das Sprungtuch, die Federn und weitere Bauteile des Trampolins erheblich belasten“, so Ziegler. Nicht nur das Gerüst kann dadurch beschädigt werden, auch dem Material können große Schneemengen zusetzen. Das ist ein weiterer Grund, der gegen eine Lagerung im Freien während der Wintermonate spricht.
Wer sein Trampolin dennoch draußen überwintern lässt, sollte laut Ziegler darauf achten, dass sich nicht zu viel Schnee auf der Sprungfläche sammelt. „Der Schnee sollte regelmäßig und vorsichtig, das heißt ohne scharfkantige Werkzeuge, entfernt werden.“