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Ungebetene Gäste

Tipps, wie Sie Waschbären schonend aus Ihrem Garten vertreiben

Waschbären findet man immer wieder in heimischen Gärten, doch es gibt Methoden, die Tiere schonend abzuhalten
Waschbären findet man immer wieder in heimischen Gärten, doch es gibt Methoden, die Tiere schonend abzuhalten Foto: Getty Images
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Laura Graichen Redakteurin

21. Juli 2026, 6:56 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Waschbären gelten als ausgesprochen intelligent und verfügen über einen hervorragenden Geruchssinn. Dadurch spüren sie mühelos neue Futterquellen auf – auch in Gärten oder auf Grundstücken. Auf ihrer Nahrungssuche gehen die geschickten Tiere jedoch nicht gerade zimperlich vor: Umgekippte Mülltonnen, durchwühlte Beete oder verstreute Abfälle sind häufig die Folge. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich der ungebetene Besuch jedoch verhindern.

Als Allesfresser sind Waschbären wenig wählerisch. Neben Vögeln, Fröschen, Schnecken und Mäusen stehen auch Obst, Gemüse, Insekten, Essensreste oder Tierfutter auf ihrem Speiseplan. Statt selbst aufwendige Jagd zu betreiben, bedienen sie sich oft an leicht zugänglichen Nahrungsquellen wie Mülltonnen oder Komposthaufen. Wer diese gut sichert und weitere Lockquellen beseitigt, kann Waschbären wirksam fernhalten – ganz ohne ihnen zu schaden.

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Waschbären im Garten vorbeugen

Am besten nutzt man die Bequemlichkeit der Tiere einfach aus und dreht den Spieß um. Werden Mülltonnen mit einem extra Schloss gesichert oder Schuppen, in denen Hundefutter lagert, besonders verriegelt, geben Waschbären schnell auf. Sie widmen sich dann wieder der doch einfacheren, natürlichen Suchweise. Der Nabu empfiehlt noch Folgendes:

  • Mülltonnen und Abfälle unzugänglich aufbewahren oder die Behältnisse mit starken Spanngummis sichern. Die Mülltonnen nach Möglichkeit mindestens einen halben Meter von Zäunen, Mauern und Zweigen entfernt aufstellen.
  • Gelbe Säcke sollten erst am Tag der Abholung morgens vor die Tür gestellt oder in verschließbaren Boxen aufbewahrt werden.
  • Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Brot und Obst nicht auf den Kompost werfen. Der Komposthaufen sollte außerdem abgedeckt und damit unzugänglich gemacht werden.
  • Futter für Haustiere nicht über Nacht im Garten oder auf der Terrasse stehen lassen.

Wie man Waschbären aus dem Garten vertreiben kann

Ist es für vorbeugende Maßnahmen schon zu spät und Waschbären haben sich im Garten bereits breit gemacht, können Betroffene sie nur noch schonend vertreiben. Da die Tiere sehr geruchsempfindlich sind, können Mottenkugeln dabei helfen, die man einfach im Garten verteilt. Auch verschiedene, beispielsweise flackernde Lichtquellen können Waschbären wieder vertreiben.

Auch andere Gerüche können Waschbären vom Besuch im Garten abhalten. Strenge Düfte wie der von Essig oder Chili gefallen den Vierbeinern überhaupt nicht.

Sollte es einmal dazu kommen, dass man einem Waschbären im Garten gegenübersteht, heißt es in erster Linie: Abstand halten! Aus der Ferne kann man sie mit einem Gartenschlauch anspritzen, um sie zu verscheuchen. Nachts kann es auch helfen, sie mit einer Taschenlampe anzuleuchten.

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Waschbären auf dem Dachboden vorbeugen

Auch auf Dachböden richten sich Waschbären gerne ein Quartier ein. Je schwerer man es ihnen dabei macht, desto eher geben sie den Plan auf. Folgende Maßnahmen eignen sich dafür:

  • Bäume und Sträucher, die an oder über das Dach reichen, großzügig zurückschneiden.
  • Glatte Blechmanschetten (1 m hoch, 1 m breit) über den Fallrohren der Regenrinne anbringen.
  • Ein starkes Metallgitter auf dem Schornstein anbringen lassen.
  • Mögliche Einstiege konsequent und mit soliden Baumaterialien verschließen.
  • Nachts außerdem die Katzenklappe verschließen.

Auch interessant: Füchse effektiv vertreiben – ohne sie zu töten!

Was tun, wenn sich die Waschbären nicht vertreiben lassen?

Kommen die Waschbären immer wieder oder lassen sich erst gar nicht vertreiben, sollten Betroffene das zuständige Forstamt kontaktieren und um Abhilfe bitten. Wichtig ist, dass man den Tieren weder zu nah kommt, noch dass man sie verletzt.

Achtung: Waschbären sollten Sie niemals verletzen oder gar töten. Letzteres ist ausschließlich Jägern erlaubt. Wer dagegen verstößt, riskiert – egal in welchem Bundesland – ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro.

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