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Vorbeugen und loswerden

Waschbären vertreiben – effektive und harmlose Methoden

Waschbären aus dem Garten vertreiben – effektive Methoden
Waschbären auf Nahrungssuche bedienen sich auch an Mülltonnen Foto: Getty Images

Waschbären sind kluge Tiere. Sie haben einen ausgeprägten Geruchssinn und finden deshalb schnell neue Nahrungsquellen – mit Vorliebe auch in Vor- und Kleingärten. Bei der Suche nach Fressen gehen sie rabiat vor, was zu Chaos, Dreck und Verwüstung führen kann. Betroffene können mit ein paar Methoden dagegen vorgehen.

Waschbären sind Allesfresser. Auf ihrem Speiseplan stehen Vögel, Frösche, Schnecken oder auch Mäuse. Sind sie zum Jagen zu faul, was in der Regel der Fall ist, bedienen sie sich aber auch an Obst, Gemüse, Insekten, Essensresten und Hundefutter. Vieles davon finden die klugen Tiere in Mülltonnen oder Komposthaufen, die sie regelrecht plündern. Wer das verhindern möchte, kann harmlose aber effektive Maßnahmen ergreifen, um Waschbären gar nicht erst anzulocken und sie zu vertreiben.

Waschbären im Garten vorbeugen

Am besten nutzt man die Bequemlichkeit der Tiere einfach aus und dreht den Spieß um. Werden Mülltonnen mit einem extra Schloss gesichert oder Schuppen, in denen Hundefutter lagert, besonders verriegelt, geben Waschbären schnell auf. Sie widmen sich dann wieder der doch einfacheren, natürlichen Suchweise. Der Nabu empfiehlt noch Folgendes:

  • Mülltonnen und Abfälle unzugänglich aufbewahren oder die Behältnisse mit starken Spanngummis sichern. Die Mülltonnen nach Möglichkeit mindestens einen halben Meter von Zäunen, Mauern und Zweigen entfernt aufstellen.
  • Gelbe Säcke sollten erst am Tag der Abholung morgens vor die Tür gestellt oder in verschließbaren Boxen aufbewahrt werden.
  • Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Brot und Obst nicht auf den Kompost werfen. Der Komposthaufen sollte außerdem abgedeckt und damit unzugänglich gemacht werden.
  • Futter für Haustiere nicht über Nacht im Garten oder auf der Terrasse stehen lassen.

Wie man Waschbären aus dem Garten vertreiben kann

Ist es für vorbeugende Maßnahmen schon zu spät und Waschbären haben sich im Garten bereits breit gemacht, können Betroffene sie nur noch schonend vertreiben. Da die Tiere sehr geruchsempfindlich sind, können dabei Mottenkugeln helfen, die man einfach im Garten verteilt. Auch verschiedene, beispielsweise flackernde Lichtquellen können Waschbären wieder vertreiben.

Sollte es einmal dazu kommen, dass man einem Waschbären im Garten gegenübersteht, heißt es in erster Linie: Abstand halten! Aus der Ferne kann man sie mit einem Gartenschlauch anspritzen, um sie zu verscheuchen. Nachts kann es auch helfen, sie mit einer Taschenlampe anzuleuchten.

Waschbären auf dem Dachboden vorbeugen

Auch auf Dachböden richten sich Waschbären gerne ein Quartier ein. Je schwerer man es ihnen dabei macht, desto eher geben sie den Plan auf. Folgende Maßnahmen eignen sich dafür:

  • Bäume und Sträucher, die an oder über das Dach reichen, großzügig zurückschneiden.
  • Glatte Blechmanschetten (1 m hoch, 1 m breit) über den Fallrohren der Regenrinne anbringen.
  • Ein starkes Metallgitter auf dem Schornstein anbringen lassen.
  • Mögliche Einstiege konsequent und mit soliden Baumaterialien verschließen.
  • Nachts außerdem die Katzenklappe verschließen.

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Was tun, wenn sich die Waschbären nicht vertreiben lassen?

Kommen die Waschbären immer wieder oder lassen sich erst gar nicht vertreiben, sollten Betroffene das zuständige Forstamt kontaktieren und um Abhilfe bitten. Wichtig ist, dass man den Tieren weder zu nah kommt, noch dass man sie verletzt.

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