Die Temperaturen steigen wieder deutlich an, und die Sehnsucht nach Abkühlung wächst. Gerade bei Hitze machen zahlreiche Tipps und Hacks die Runde. Allerdings sind einige davon weit weniger hilfreich als gedacht. myHOMEBOOK zeigt, welche vermeintlichen Abkühlungshelfer wenig bringen.
Wer nicht gerade einen Pool im Garten oder einen See vor der Tür hat, kühlt sich im Sommer gerne mit einer kalten Dusche ab. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit rät davon allerdings ab. Sehr kaltes Wasser verengt die Blutgefäße und belastet den Kreislauf. Wir können uns zwar kurzzeitig erfrischt fühlen, doch für die Temperaturregulation muss der Körper Energie aufwenden. Das Ergebnis: Uns wird wieder warm und die erhoffte Abkühlung bleibt aus.
Nasses Handtuch erhöht die Luftfeuchtigkeit
Im Sommer setzen viele auf den Handtuch-Hack. Die Idee ist simpel. Ein Handtuch oder alternativ ein Laken wird befeuchtet und in der Wohnung aufgehängt. Beim Trocknen verdunstet das Wasser und sorgt für Abkühlung. Für eine spürbare und anhaltende Kühlung muss man das Handtuch jedoch immer wieder neu befeuchten. Die Verdunstung sorgt daneben aber auch für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, die sich nicht nur unangenehm anfühlen kann, sondern auch ein Schimmelrisiko birgt.
In den sozialen Netzwerken sieht man zahlreiche Menschen, die ihr Zuhause mit Alufolie abdecken. Was ein bisschen merkwürdig aussieht, soll angeblich bei Hitze für abgekühlte Räume sorgen und das auch noch mit einer Sache, die vermutlich jeder zu Hause hat. Die Rede ist vom Alufolien-Hack, bei dem die Fenster der Wohnung oder des Hauses mit Alufolie abgedeckt werden. Die Sonnenstrahlen sollen von der glänzenden Seite der Folie reflektiert werden, bevor sie in den Raum eindringen können. So soll das Zuhause kühl bleiben.
Experten warnen allerdings vor diesem Trend. „Mit der Alufolie soll ein innenliegender Sonnenschutz hinzugeführt werden, was aber ohne ausreichende Hinterlüftung eine hohe thermische Belastung des Glases verursacht, was zum Glasbruch führen kann“, sagt Pantea Khaledpour vom Verband Fenster + Fassade (VFF) auf Anfrage von myHOMEBOOK. Wenn man die Alufolie mit Klebstoff an der Scheibe befestigt, können zusätzlich unschöne Rückstände an der Glasscheibe entstehen.
Eine eiskalte Plastikflasche verspricht mehr als sie hält
Eine eiskalte Plastikflasche ist ein weiterer viraler Hitze-Hack, der in der Praxis allerdings wenig taugt. Dabei füllt man eine Plastikflasche mit Wasser, kühlt sie mehrere Stunden im Gefrierfach und stellt sie anschließend an einer möglichst hohen Stelle im Raum auf. Während das Eis schmilzt, soll es der Umgebung Wärme entziehen, wodurch die Raumtemperatur sinkt.
Auch wenn der Hack leicht umzusetzen ist, hat er gleich zwei Haken. Er lässt er die Raumtemperatur nur bei optimalen Bedingungen leicht sinken. Nämlich dann, wenn das Zimmer ausreichend vor Sonneneinstrahlung geschützt ist und sich beispielsweise keine wärmeabsorbierenden Geräte im Raum befinden. An sehr warmen Tagen sind solche Voraussetzungen jedoch selten dauerhaft gegeben. Zudem verbraucht das Einfrieren der Flasche viel Energie, während das Eis gleichzeitig unter hohen Raumtemperaturen schnell schmilzt. Eine spürbare Abkühlung der Raumluft lässt sich auf diese Weise deshalb kaum erreichen.
„Ein paar Hacks, die bei Hitze wirklich Abkühlung bringen können, gibt es natürlich trotzdem. Dazu gehört der Kühlflaschen-Hack, der besonders praktisch ist, wenn weder Ventilator noch Klimaanlage zur Verfügung stehen. Hierfür füllt man eine normale Wärmflasche mit kaltem Wasser und legt sie für ein paar Stunden in den Kühlschrank. Auch wenn es verlockend scheint, sollte man die Kühlflasche nicht in die Gefriertruhe legen. Die starke Kälte beschädigt das Material und kann die Flasche undicht werden lassen. Das ist besonders gefährlich, wenn man sie später mit heißem Wasser füllt. Ist die Flasche ausreichend heruntergekühlt, sollte sie vor der Anwendung in ein dünnes Tuch gewickelt werden, damit die Kälte auf der Haut nicht unangenehm wird. Dieser Hitze-Hack eignet sich für die Kühlung einzelner Körperpartien, macht aber auch warme Nächte im Bett erträglicher. Die Kühlflasche gibt die Kälte gleichmäßig ab und kann so an Sommertagen für spürbare Erleichterung sorgen.“
Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen.
Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den
Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit
Tracking und Cookies entscheiden.
Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige
Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an
datenschutz@axelspringer.de.