23. August 2026, 15:36 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Schwere Möbel hinterlassen im Teppich oft unschöne Druckstellen, während sich Teppichkanten gerade bei neuen Teppichen hochrollen. Ein überraschend einfacher Trick kann da für Abhilfe sorgen. myHOMEBOOK-Redakteurin Mareike Schmidt hat den Teppich-Trick selbst schon einige Male angewandt.
Viele kennen dieses Problem: Man stellt ein Möbelstück um oder tauscht einen Teppich aus und plötzlich bleiben unschöne Druckstellen zurück. Aber auch hochstehende Teppichkanten kennen viele. Sie wollen sich einfach nicht legen, sehen unschön aus und können im Alltag zur gefährlichen Stolperfalle werden.
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So verschwinden Druckstellen im Teppich
Wer schon einmal ein schweres Möbelstück von seinem Platz gerückt hat, kennt das typische Bild: Dort, wo zuvor das Tischbein oder die Couch stand, zeichnet sich noch lange eine deutliche Delle im Teppich ab. Mit ein paar Eiswürfeln lässt sich die Stelle aber unkompliziert behandeln. Die Eiswürfel werden direkt auf die eingedrückte Stelle im Teppich gelegt. Dort lässt man sie langsam schmelzen. Das Wasser dringt nach und nach in die Teppichfasern ein und kann ihnen dabei helfen, wieder aufzuquellen und sich aufzurichten.
Sobald die Eiswürfel vollständig geschmolzen sind, wird die feuchte Stelle vorsichtig abgetupft. Anschließend kann man die Teppichfasern mit den Fingern oder einer weichen Bürste behutsam wieder in Form streichen. Danach sollte der Teppich vollständig trocknen.
Vorsicht: Wessen Teppich besonders dünn ist und auf empfindlicherem Boden liegt, sollte aufpassen. Besser legt man dann ein Handtuch oder ein aufsaugendes Tuch zwischen Teppich und Untergrund, um unschöne Wasserflecken auf dem Boden zu vermeiden.
Auch hochstehende Teppichkanten lassen sich glätten
Der Eiswürfel-Trick kann sich nicht nur bei Möbelabdrücken bewähren. Auch leicht hochstehende oder gewellte Teppichkanten lassen sich damit behandeln und werden so nicht weiter zur Stolperfalle. Dafür gibt man ebenfalls einige Eiswürfel auf die betreffende Stelle und lässt sie langsam schmelzen. Durch die Feuchtigkeit werden die Fasern wieder geschmeidiger und können anschließend vorsichtig in die gewünschte Richtung gestrichen werden.
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Bei einer hochstehenden Kante kann es zusätzlich helfen, sie nach dem Befeuchten flachzulegen und während des Trocknens mit einem sauberen, schweren Gegenstand zu beschweren. Dabei sollte eine Schutzschicht, etwa ein trockenes Tuch zwischen Teppich und Gewicht liegen.
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Geduld ist beim Teppich-Trick wichtig
Der Effekt entsteht nicht sofort. Je nach Teppich, Fasermaterial und Stärke der Druckstelle kann es einige Zeit dauern, bis sich die Fasern wieder aufrichten. Bei besonders tiefen Dellen kann die Behandlung gegebenenfalls wiederholt werden.
Wichtig ist außerdem, den Teppich nicht komplett durchnässen zu lassen. Es genügt, die betroffene Stelle gezielt mit der vergleichsweise kleinen Menge Wasser aus den schmelzenden Eiswürfeln zu behandeln.
Vorher an unauffälliger Stelle testen
Nicht jeder Teppich eignet sich aufgrund seines Materials für diesen Trick. Deshalb sollte man die Methode am besten zunächst an einer unauffälligen Stelle ausprobieren. Bei empfindlichen Materialien, Teppichen mit spezieller Beschichtung oder solchen, die laut Pflegehinweisen nicht nass werden dürfen, sollte man auf den Trick mit den Eiswürfeln besser verzichten.
Für viele Teppiche ist die Methode aber einen Versuch wert. Vor allem dann, wenn nach dem Umstellen von Möbeln Druckstellen auf dem Teppich zurückbleiben oder wenn ein neuer Teppich einzieht und vorher lange Zeit zusammengerollt gelagert wurde.
Ich habe den Trick selbst schon mehrfach angewandt
„Bei mir ist im Laufe der Zeit schon der eine oder andere neue Teppich eingezogen. Jedes Mal wurden die Teppiche gerollt geliefert, und nachdem ich sie ausgelegt hatte, standen die Kanten oft noch etwas hoch. Der Eiswürfel-Trick hat sich dabei jedes Mal bewährt“