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4 Fehler, die Ihre Wohnung zur Hitzefalle machen

Polstermöbel vor einem Fenster können sich erwärmen und geben auch zu später Stunde noch Wärme ab
Polstermöbel vor einem Fenster können sich erwärmen und geben auch zu später Stunde noch Wärme ab Foto: GettyImages/DragonImages
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

26. Juni 2026, 15:19 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Wenn die Temperaturen steigen, wird aus der Wohnung schnell eine Hitzefalle. Doch nicht immer sind die hohen Außentemperaturen allein verantwortlich. Häufig sind es alltägliche Gewohnheiten oder kleine Irrtümer, die dafür sorgen, dass sich Räume unnötig aufheizen und nachts kaum noch abkühlen. Die gute Nachricht: Viele dieser Fehler lassen sich leicht vermeiden.

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1. Fehler: Denken, dass Vorhänge gegen Hitze ausreichen

Geschlossene Vorhänge oder Plissees halten zwar das Sonnenlicht ab, gegen die Hitze helfen sie jedoch nur bedingt. Denn die Sonnenstrahlen haben das Fensterglas bereits durchdrungen und erwärmen den Vorhang. Dieser gibt die aufgenommene Wärme anschließend an den Raum ab.

Deutlich effektiver sind außenliegende Rollläden, Raffstores oder Markisen. Sie halten die Sonnenstrahlen bereits vor dem Fenster ab. Auch die Verbraucherzentrale empfiehlt außenliegenden Sonnenschutz als eine der wirksamsten Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung. Bei Rollläden mit Lüftungsschlitzen kann es sinnvoll sein, diese nicht vollständig zu schließen. So kann die Luft zwischen Rollladen und Fensterscheibe zirkulieren und ein Hitzestau wird reduziert.

2. Fehler: Lüften zur falschen Zeit

Sobald es in der Wohnung stickig wird, werden häufig die Fenster geöffnet. An heißen Sommertagen kann das jedoch genau den gegenteiligen Effekt haben. Ist die Außentemperatur höher als die Temperatur in der Wohnung, gelangt mit der frischen Luft auch zusätzliche Wärme ins Innere. Statt für Abkühlung zu sorgen, heizt sich die Wohnung weiter auf.

Besser ist es, die kühleren Morgenstunden oder die Nacht zum Lüften zu nutzen. Dann kann die warme Luft aus den Räumen entweichen und kühlere Außenluft nachströmen. Besonders effektiv ist eine kurze Querlüftung, bei der gegenüberliegende Fenster gleichzeitig geöffnet werden. Dadurch wird die Luft innerhalb weniger Minuten vollständig ausgetauscht.

Tagsüber empfiehlt es sich dagegen, die Fenster geschlossen zu halten und direkte Sonneneinstrahlung möglichst auszusperren. Auch die Verbraucherzentrale rät dazu, während der heißen Tagesstunden nicht dauerhaft zu lüften, sondern die kühlen Morgen- und Nachtstunden für einen gründlichen Luftaustausch zu nutzen.

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3. Fehler: Die falschen Möbel am falschen Platz

Nicht nur Fenster und Sonneneinstrahlung beeinflussen, wie warm sich eine Wohnung anfühlt – auch die Einrichtung spielt eine Rolle. Besonders beliebt ist es, Sofa, Sessel oder Esstisch direkt vor einer großen Fensterfront zu platzieren. Im Sommer kann das jedoch zum Nachteil werden. Die aufgeheizten Fensterscheiben geben Wärme an den Raum ab, die man direkt am Fenster besonders deutlich spürt. An diesen Stellen zu sitzen, ist bei viel Sonneneinstrahlung besonders unangenehm.

Doch nicht nur der Standort der Möbel ist entscheidend, sondern auch ihr Material. Schwere Polstermöbel, dicke Teppiche oder dunkle Textilien können Wärme länger speichern und tragen dazu bei, dass sich ein Raum auch am Abend noch warm anfühlt. Helle, leichtere Stoffe und eine reduzierte Ausstattung wirken dagegen oft luftiger und können das Wärmeempfinden verbessern – auch wenn sie die Raumtemperatur selbst nur gering beeinflussen.

Große Schränke oder Regale sollten zudem möglichst nicht direkt vor Fenstern oder an Stellen stehen, an denen sie den Luftaustausch behindern. So kann die Wohnung in den kühleren Morgen- und Nachtstunden besser auslüften und die über den Tag gespeicherte Wärme leichter wieder abgeben.

4. Zusätzliche Wärmequellen unterschätzen

An heißen Sommertagen zählt jedes Grad – auch das, das in der Wohnung selbst entsteht. Viele Haushaltsgeräte geben während des Betriebs Wärme an den Raum ab und können die Raumtemperatur zusätzlich erhöhen. Besonders Backofen und Herd, aber auch Wäschetrockner, Geschirrspüler oder leistungsstarke Computer geben einen Teil der verbrauchten Energie als Wärme an ihre Umgebung ab.

Vor allem in kleineren Wohnungen oder offenen Wohnküchen macht sich das schnell bemerkbar. Wer an einem heißen Nachmittag den Backofen mehrere Stunden nutzt oder parallel mehrere Elektrogeräte laufen lässt, heizt die Wohnung zusätzlich auf.

Lässt es sich nicht vermeiden, lohnt es sich, diese Geräte möglichst in den kühleren Morgen- oder Abendstunden zu nutzen. Im Sommer können außerdem Gerichte, die ohne Backofen auskommen, oder das Grillen im Freien helfen, die Wohnung kühler zu halten.

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