25. März 2026, 12:17 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Beim Einkaufen verschätzt man sich leicht, sodass manchmal mehr im Körbchen landet als geplant. Vernünftigerweise sollte man beim Aufbrauchen der Vorräte zuerst zu den leicht verderblichen Lebensmitteln greifen. Doch nicht immer siegt die Vernunft. Entdeckt man nach einiger Zeit vergessene Karotten, sieht man ihnen das in der Regel auch an: Unansehnliche dunkle Flecken haben sich gebildet. Es stellt sich die Frage, ob man Möhren mit schwarzen Flecken noch essen kann.
Sehen Lebensmittel ungewöhnlich aus, etwa weil sich ihre Farbe mit der Zeit verändert hat, ist die erste Reaktion oft, sie wegzuwerfen. Dahinter steckt ein natürlicher Schutzmechanismus, der uns davor bewahren soll, potenziell schädliche Nahrung zu verzehren. Heute können wir solche Veränderungen jedoch besser einordnen als früher: Dank wissenschaftlicher Erkenntnisse lässt sich oft unterscheiden, wann ein Lebensmittel tatsächlich verdorben ist und wann es noch bedenkenlos gegessen werden kann. myHOMEBOOK erklärt, wie es sich mit schwarzen Flecken bei Karotten verhält: noch genießbar oder doch ein Fall für den Kompost?
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Sind Karotten mit schwarzen Flecken noch essbar?
Durch dunkle Flecken wirken Karotten schnell unappetitlich. Allerdings muss man sie nicht automatisch entsorgen. Oft kann man sie noch essen. „Karotten und Möhren mit kleinen, oberflächlichen schwarzen Flecken können meist noch gegessen werden“, erklärt Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) myHOMEBOOK. Handelt es sich lediglich um oberflächliche Verfärbungen, empfiehlt der Experte, die Stellen großzügig wegzuschneiden.
„Wenn die Flecken größer oder etwas matschig sind, besser wegschmeißen.“ Lassen sich anhand von Aussehen und Beschaffenheit keine eindeutigen Rückschlüsse ziehen, ob die Karotte noch genießbar ist, rät Seitz zu einer vorsichtigen Geschmacksprobe. „Die Möhre einfach schälen und ein kleines Stück probieren. Wenn es bitter schmeckt: wegwerfen.“
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Wie entstehen die schwarzen Flecken?
Dunkle Stellen auf Möhren können durch ungünstige Lagerbedingungen oder kleine Beschädigungen entstehen. „Bei den schwarzen Flecken handelt es sich meist um die sogenannte schwarze Wurzelfäule“, so Seitz. Der Schaderreger trägt den Namen Thielaviopsis basicola.
Häufig steckt also ein Pilz- oder Bakterienbefall dahinter, der sich bei zu viel Feuchtigkeit bildet. Aber auch Druckstellen oder eine verletzte Schale können dazu führen, dass sich das Gewebe durch Oxidation dunkel verfärbt.
Karotten richtig lagern – darauf kommt es an
Bei den schwarzen Flecken handelt es sich in der Regel also um eine Lagerkrankheit. Um dunkle Stellen zu verhindern, sollte man darauf achten, Karotten richtig zu lagern. Zu beachten gilt:
- Richtige Vorbereitung: Möhren mit Grün sollten vor dem Lagern vom Kraut befreit werden, da es ihnen Feuchtigkeit entzieht.
- Nicht in Plastik lassen: Verpackungsfolie entfernen, sonst entsteht Feuchtigkeit, wodurch die Möhren schneller faulen können.
- Optimal im Kühlschrank: Am besten im Gemüsefach lagern, idealerweise in ein feuchtes Tuch gewickelt (regelmäßig wechseln).
- Abstand zu Obst: Nicht neben Äpfeln lagern, da das Reifegas Ethylen die Möhren schneller verderben lässt.
- Wieder knackig machen: Weiche Möhren lassen sich durch ein Bad in kaltem Wasser oft wieder auffrischen.
- Für große Mengen: Im kühlen Keller lagern, z. B. in einer Kiste mit leicht feuchtem Sand – so halten sie sich monatelang.