22. August 2025, 13:05 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Die meisten lagern ihre Lebensmittel nach dem Einkaufen direkt im Kühlschrank. Dort sollen sie länger frisch bleiben. Doch bei vielen Lebensmitteln ist gerade das falsch und das Gegenteil wird erzielt: Sie verderben schneller. myHOMEBOOK verrät, welche Lebensmittel nicht in den Kühlschrank gehören.
Allein in Deutschland landen jedes Jahr rund 6,5 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll – das entspricht etwa 78 Kilogramm pro Person. Nach Angaben der Verbraucherzentrale wären rund 60 Prozent dieser Abfälle vermeidbar gewesen. Ein großer Teil der Verantwortung liegt dabei auch bei uns Verbrauchern. Häufig kochen wir zu große Mengen oder lagern Lebensmittel falsch. Denn viele Produkte gehören gar nicht in den Kühlschrank.
1. Avocados
Kauft man die Avocado schon in einem sehr reifen Zustand, dann kann sie auch im Kühlschrank gelagert werden. Ansonsten hat sie da aber nichts zu suchen. Niedrige Temperaturen unterbrechen nämlich den Reifungsprozess. Am besten werden Avocados bei Zimmertemperatur gelagert, dann reifen sie besser nach.
Auch interessant: Avocado richtig lagern, damit sie nachreift
2. Brot
Kälte ist für Brot ein Killer. Statt länger zu halten, trocknet das Brot aus und wird hart. Es sollte deshalb lieber in einem Brotkasten oder in einem dunklen Schrank aufbewahrt werden. Wichtig ist dabei, dass die Luft zirkulieren kann, damit sich kein Schimmel bildet.
Auch interessant: Wofür man das Gefrierfach noch nutzen kann
3. Kaffee
Bei Kaffeepulver und -bohnen ist es eine Geschmackssache! Wird Kaffee im Kühlschrank gelagert, verliert er sein Aroma. Aber nicht nur das: Kaffee wirkt auf andere Gerüche nahezu magnetisch – und zieht sie an. Heißt, das Kaffee-Aroma würde sich mit denen der anderen Lebensmittel vermischen und so den Geschmack verderben.
Auch interessant: Milch nicht in die Kühlschranktür stellen
4. Möhren
Möhren werden im Kühlschrank schnell schlaff, schrumpelig und verwässern. Sie mögen es zwar etwas kühler – der Kühlschrank ist aber definitiv der falsche Ort. Aber Achtung, Möhren sollten nicht zu Tomaten, Birnen oder Äpfeln gelegt werden, weil sie sonst einen bitteren Geschmack entwickeln können.
5. Paprika
Paprikas sollten nach dem Einkauf nicht in den Kühlschrank – sonst verlieren sie ihre Frische und werden schrumpelig. Gekühlt, gehen bei Paprikaschoten die Feuchtigkeit und das Aroma verloren. Paprikas mögen es zwar insgesamt etwas kühler – statt Kühlschrank bieten sich aber eher die Speisekammer oder Tontöpfe mit Löchern an.
6. Senf & Ketchup
Ketchup, Senf und andere Soßen enthalten oft Essig, Salz und Zucker – und das sind perfekte Konservierungsstoffe. Heißt ungeöffnet müssen sie sowieso nicht in den Kühlschrank – und auch nach dem Öffnen, halten sie sich noch auch ungekühlt. Dennoch wird empfohlen, wenn man die Soßen nicht schnell aufbraucht, sie dann in den Kühlschrank zu stellen. Zwar werden sie nicht schlecht, aber Ketchup und Senf etwa können an Farbe verlieren.
7. Tomaten
Tomaten gehören definitiv nicht in den Kühlschrank! Sie haben einen hohen Wasseranteil. Im Kühlschrank würden sie ihr Aroma verlieren – und mehlig und geschmacklos werden. Außerdem schrumpeln Tomaten bei niedrigen Temperaturen schneller.
Auch interessant: Ein einfacher Trick, mit dem Parmesan länger haltbar bleibt
Avocado richtig lagern, damit sie nachreift
Lebensmittel, die man nicht nebeneinander lagern sollte
8. Zitronen
Zitronen und andere Zitrusfrüchte mögen es gar nicht, wenn’s kalt wird – immerhin kommen sie ja aus warmen Regionen. Bekommen sie einen Kälteschock, könnten sie aufhören zu reifen und schrumpelig werden. Deshalb sollten Zitronen, Grapefruits oder Orangen lieber bei Zimmertemperatur gelagert werden.
Was darf denn überhaupt in den Kühlschrank?
Zwar gibt es viele Lebensmittel, die nichts im Kühlschrank verloren haben. Aber noch mehr müssen unbedingt gekühlt werden. Vor allem leicht verderbliche Waren wie Fisch, Fleisch oder Milchprodukte. Außerdem bleiben auch Äpfel und Birnen länger frisch, wenn sie im Kühlschrank lagern.
Um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, hat zudem die Verbraucherzentrale noch ein paar Tipps:
- Einkaufszettel verwenden
- Packungsgrößen beachten
- bewusst auswählen
- richtig kühlen
- gut lagern
- Haltbarkeit beachten
- regelmäßig Vorräte kontrollieren
- Reste verwerten
- maßvoll bestellen