7. April 2026, 6:12 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Ein edles Parkett verleiht jedem Raum Wärme und Charakter – doch ohne die richtige Pflege verliert selbst hochwertiges Holz schnell an Ausstrahlung. Wie lässt sich der Parkettboden effektiv reinigen, ohne ihn zu beschädigen? Und wann ist eine intensivere Behandlung nötig? Antworten darauf liefert ein Experte bei myHOMEBOOK.
Wie oft sollte Parkett gewischt werden?
„Wischen sollte man je nach Verschmutzung“, erklärt Michael Schmid, Vorsitzender vom Verband der Deutschen Parkettindustrie e. V. in Bad Honnef, auf Anfrage von myHOMEBOOK. Generell empfiehlt der Experte, den Boden etwa einmal pro Woche feucht zu wischen. Wichtig dabei: Vor dem Wischen sollte immer gesaugt werden, um auch feine Staubpartikel zu entfernen, die sonst Kratzer verursachen könnten.
Warm oder kalt – welches Wasser ist besser?
„Solange das Wasser nicht kochend heiß ist, kommt Parkett auch mit warmem Wasser gut zurecht“, sagt Schmid. In vielen Fällen genügt jedoch kaltes Wasser vollkommen. Entscheidend ist weniger die Temperatur als vielmehr die Verwendung eines passenden Pflegemittels, idealerweise entsprechend den Herstellerangaben.
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Typische Fehler bei der Reinigung
Ein häufiger Fehler ist zu viel Wasser: Stehende Pfützen können in das Holz eindringen und Schäden verursachen. „Was gar nicht geht, sind außerdem flache und oft aggressive Putzmittel wie Scheuermilch“, ergänzt Schmid. „Die könnten bleibende Schäden hinterlassen.“
Welche Reinigungsmittel sind geeignet?
Für die Pflege eignen sich laut Schmid „speziell für Parkett vorgesehene Pflegemittel mit wisch- und polierbaren Selbstglanzemulsionen“. Dabei sollte man stets die Empfehlungen des Herstellers oder eines Fachbetriebs beachten. Handelsübliche Allzweckreiniger sind hingegen riskant, da sie Inhaltsstoffe enthalten können, die die Holzoberfläche beschädigen.
Kratzer im Parkett vermeiden und ausbessern
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Dampfreiniger nur mit Vorsicht einsetzen
„Dampfreiniger sind mit Vorsicht zu genießen und sollten nur in Ausnahmefällen genutzt werden“, warnt Schmid. Der heiße Dampf kann die schützende Lack- oder Ölschicht angreifen. Wer dennoch einen Dampfreiniger nutzen möchte, sollte sich unbedingt vorab beim Hersteller über die Eignung informieren.
Wann sich eine komplette Auffrischung lohnt
Wenn der Boden sichtbar gealtert ist, kann eine umfassende Auffrischung sinnvoll sein. Dafür stehen zwei Methoden zur Verfügung: eine professionelle Grundreinigung oder ein Abschleifen durch Fachbetriebe. Beim Abschleifen wird die oberste Schicht abgetragen. „Nach dem Schliff wird dann wieder eine Öl- oder Lackschicht zum langfristigen Schutz der Oberfläche aufgetragen“, empfiehlt Schmid. „Dann strahlt das Holz wieder wie neu.“
Alternativ kann eine intensive Grundreinigung oft schon ausreichen. Dabei wird das Parkett nicht angeschliffen, sondern mit geeigneten Reinigungsmitteln gesäubert und optisch aufgefrischt.
Bei Kratzern kann eine Walnuss helfen
„Befinden sich kleine Kratzer im Parkettboden, kann man diese mit einer Walnuss nahezu unsichtbar machen. Dazu einfach mit der Nuss über die Stelle reiben – und schon glänzt das Parkett wieder. Hintergrund: Die Öle in der Nuss sorgen dafür, dass der Kratzer nicht mehr so deutlich zu sehen ist. In den Rillen bleiben zudem Nussteilchen hängen und füllen sie auf.“