16. September 2025, 8:01 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Die Zeit der Pflaumen erstreckt sich vom Spätsommer bis in den Herbst hinein. Vor den Türen der Einfamilienhäuser sieht man volle Körbchen und Kassen des Vertrauens, und Pflaumenmus ist das Mitbringsel Nummer Eins bei Feiern. Doch es gibt auch noch andere Möglichkeiten, um Pflaumen zu verarbeiten. myHOMEBOOK-Redakteurin Franka Kruse-Gering verrät, was sie abseits von Marmelade und Mus aus ihren Pflaumen herstellt.
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Warum keine Marmelade oder Mus?
Pflaumen sind grundsätzlich nicht mein Lieblingsobst, daher versuche ich, das meiste zu verschenken. Da sich frische Pflaumen nur begrenzt halten, muss man sie irgendwie konservieren. Marmelade und Mus kann jeder und mir fehlt es an Raffinesse, daher verarbeite ich meine Pflaumen etwas anders.
Pflaumen zu Sirup verarbeiten
Himbeersirup oder Waldmeister kennt man ja, aber Sirup aus Pflaumen? Schmeckt genauso interessant, wie es klingt, und kann vielseitig eingesetzt werden. Ob als Zusatz im Sekt oder Mineralwasser oder zu Eis und Waffeln, Pflaumensirup geht fast immer.
Das braucht man für etwa 1,5 Liter Sirup:
- 1,5 kg reife Pflaumen (entsteint)
- 500 ml Wasser
- 500–600 g Zucker (je nach Süße der Pflaumen)
- Saft von einer Zitrone
- Optional 1 Vanilleschote (aufgeschlitzt)
- Optional 1 Zimtstange
- Flaschen zum Abfüllen
So bereitet man den Sirup zu:
- Die gewaschenen und entsteinten Pflaumen grob schneiden.
- Die Pflaumen zusammen mit der Vanilleschote und der Zimtstange etwa eine halbe Stunde weichkochen.
- Nach dem Weichkochen alles durch ein feines Sieb oder durch ein Tuch gießen. Nicht zusammendrücken, da der Sirup sonst trüb werden könnte.
- Dann wird die Flüssigkeit zusammen mit dem Zitronensaft und dem Zucker aufgekocht. Für etwa 15 Minuten sollte man es dann leicht köcheln lassen, bis die Flüssigkeit etwas dicker geworden ist.
- Zuletzt den heißen Sirup in sterile Flaschen füllen.
Kühl und dunkel gelagert, ist der Pflaumensirup bis zu einem Jahr haltbar. Angebrochen sollte er im Kühlschrank stehen und innerhalb weniger Wochen aufgebraucht werden.
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Pflaumen-Chili-Salsa
Ob beim gemütlichen Filmabend zu Nachos oder als Brotaufstrich: Pflaumen-Salsa ist wirklich mal etwas Anderes und kommt jedes Mal gut an. Die Schärfe ist Geschmackssache.
Das braucht man für vier Gläser à 200 Milliliter:
- 800 g Pflaumen (entsteint, grob geschnitten)
- 1 rote Zwiebel (fein gehackt)
- 2 kleine rote Chilischoten (entkernt, fein gehackt – je nach Schärfe auch mehr/weniger)
- 120 ml Apfelessig
- 100 g brauner Zucker
- 1 TL geriebener frischer Ingwer
- 1 TL Salz
- Optional: Gewürze wie Kreuzkümmel, Paprika, Curry
So stellt man die Salsa her:
- Alle Zutaten in einen großen Topf geben und aufkochen.
- Alles etwa 30 bis 40 Minuten köcheln lassen, bis eine dickflüssige Masse entstanden ist. Ist sie zu fest, kann noch etwas Wasser hinzugegeben werden.
- Je nach Geschmack kann die Salsa püriert werden.
- Die Salsa sollte heiß in sterile Gläser gefüllt werden.
Ungeöffnet ist die Pflaumen-Chili-Salsa etwa ein halbes Jahr haltbar.
Tipp: Wenn die Salsa zu scharf ist, kann die Schärfe durch die Zugabe eines kleingeschnittenen Apfels etwas gemildert werden. Ist sie zu sauer, kann man Wasser und etwas Zucker hinzugeben.
Weihnachtlicher Pflaumenlikör
Mal ein Schlückchen beim geselligen Beisammensein kann man sich schon gönnen. Selbstgemachter Pflaumenlikör sieht nicht nur appetitlich aus, er schmeckt auch wunderbar warm und etwas weihnachtlich. Mit einem hübschen Etikett bietet er sich auch fantastisch als kleine Aufmerksamkeit an. Und das Beste ist: Er macht kaum Aufwand.
Das braucht man für etwa 1 Liter Likör:
- 500 g reife Pflaumen (entsteint, geviertelt)
- 250 g brauner Kandiszucker
- 1 Vanilleschote (aufgeschlitzt)
- 1 Zimtstange
- 700 ml Wodka oder Doppelkorn (mind. 38 % Vol.)
- Großes Schraubglas
- Glasflaschen zum Abfüllen
So einfach kann man Pflaumen zu Likör verarbeiten:
- Alle Zutaten müssen in ein großes, steriles und verschließbares Glas gegeben werden.
- Das gefüllte Glas muss nun sechs bis acht Wochen an einem dunklen Ort ziehen.
- Zwischendurch sollte man das Glas immer mal wieder etwas schwenken.
- Nach der Ziehzeit sollte der Zucker vollständig aufgelöst sein.
- Der Likör muss nur noch durch ein Sieb oder Tuch gefiltert und kann im Anschluss direkt in sterile Glasflaschen gefüllt werden.