Wasser zu sparen lohnt sich gleich doppelt: Es schont wertvolle Ressourcen und senkt die Haushaltskosten. Deshalb suchen viele nach Möglichkeiten, Wasser mehrfach zu nutzen. Wer einen Wäschetrockner besitzt, fragt sich dabei vielleicht, ob sich das Kondenswasser aus dem Auffangbehälter sinnvoll weiterverwenden lässt – oder ob es besser im Abfluss landet.
Bei Kondens- und Wärmepumpentrocknern wird der Kleidung während des Trocknens Feuchtigkeit entzogen und in einem Behälter gesammelt. Dieser muss regelmäßig geleert werden. Doch was passiert mit dem aufgefangenen Wasser? myHOMEBOOK erklärt, wofür sich das Kondenswasser eignet, wann eine Wiederverwendung sinnvoll ist und in welchen Fällen man besser darauf verzichten sollte.
Das Wasser aus dem Wäschetrockner enthält kaum Kalk und erweckt dadurch den Eindruck, ideal für den Haushalt zu sein. Man sollte jedoch bedenken, dass das Wasser aus gewaschener Wäsche stammt. Spuren von Waschmittel und Weichspüler, Textilfasern oder Duftstoffen können ebenfalls im Wasser sein, wie die „Stiftung Warentest“ erläutert.
Einweichen von Kleidung
Hartnäckige Flecken kann man am besten aus Kleidung entfernen, wenn man diese vor dem Waschen in der Waschmaschine in einem Wasserbad einweicht. Hierfür eignet sich das Wasser aus dem Trockner. Mögliche Waschmittelreste stören in diesem Fall nicht. Nicht nur ist es ihre Funktion, Wäsche zu reinigen, spätestens beim Waschen in der Waschmaschine werden sie ohnehin herausgewaschen.
Eine weitere Möglichkeit ist, das Wasser zum Putzen der Wohnung zu nutzen. Im Speziellen kann man beim Fensterputzen von dem nahezu kalkfreien Wasser profitieren. Weniger Kalk, weniger Kalkränder und Schlieren auf der Fensterscheibe.
Außerdem kann man das Wasser zum Wischen nutzen. Das Trocknerwasser mit dem gewünschten Reinigungsmittel versehen und wie gewohnt Fliesen und Laminat reinigen.
Wofür man das Trocknerwasser nicht nutzen sollte
Der Einsatzbereich von Trocknerwasser hat auch seine Grenzen. Im Zweifel sollte man es lieber in den Abfluss kippen, bevor man im Haushalt Schaden anrichtet.
Bügeleisen
Kalkfreies Wasser ist zum Bügeln ideal. Ein trügerischer Schluss wäre, das Kondenswasser aus dem Wäschetrockner für das Bügeleisen zu verwenden. Aufgrund möglicher Rückstände, wie Tenside und feine Flusen, raten Bügeleisenhersteller davon ab. Die feinen Düsen der Geräte könnten verstopfen. Auch die Heizstäbe könnten darunter leiden, was die Bügelleistung maßgeblich einschränken könnte. Das Trocknerwasser also nur zum Dampfbügeln nutzen, wenn es die Gebrauchsanweisung erlaubt.
Blumengießen
Überschüssiges Wasser kippt man schnell mal in den nächstgelegenen Blumentopf. Handelt es sich dabei um das Kondenswasser eines Wäschetrockners, ist davon abzusehen. Hintergrund: Das Wasser kann den Pflanzen schaden. Grund dafür sind ebenfalls mögliche Flusen und Waschmittelreste.
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