Frisch gewaschene Wäsche auf der Leine, ein leichter Sommerwind und der Duft von sauberer Kleidung – für viele gehört das Trocknen im Freien in der warmen Jahreszeit einfach dazu. Kein Wunder, schließlich spart es Strom, schont die Umwelt und die Wäsche ist oft deutlich schneller trocken als in der Wohnung. Doch so angenehm die Sommersonne auch ist: Für manche Textilien kann sie zum Problem werden. myHOMEBOOK erklärt, was man beachten sollte, wenn man im Sommer die Wäsche draußen trocknet.
Sonnenlicht beschleunigt zwar den Trocknungsprozess, enthält aber auch UV-Strahlen, die die Farbpigmente in Textilien angreifen. Werden Kleidungsstücke regelmäßig über Stunden in der prallen Sonne getrocknet, verlieren sie nach und nach ihre Farbintensität. Besonders auffällig ist das bei schwarzen, dunkelblauen oder roten Kleidungsstücken. Auch Aufdrucke und Muster können mit der Zeit deutlich blasser wirken.
Das Ausbleichen geschieht nicht von heute auf morgen. Vielmehr handelt es sich um einen schleichenden Prozess, der sich erst nach mehreren Waschgängen und häufigem Trocknen in der Sonne bemerkbar macht.
Während weiße Wäsche die Sonneneinstrahlung meist gut verträgt und sogar von einer leicht aufhellenden Wirkung profitieren kann, reagieren bunte und dunkle Stoffe deutlich empfindlicher, schreibt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. Auch Naturfasern wie Leinen oder empfindliche Materialien wie Seide können unter intensiver UV-Strahlung schneller altern. Wer lange Freude an seiner Kleidung haben möchte, sollte deshalb besonders hochwertige oder farbintensive Stücke etwas vorsichtiger behandeln.
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Auf links drehen schützt die Kleidung
Eine einfache Maßnahme kann bereits viel bewirken: Bunte und dunkle Kleidung sollte vor dem Aufhängen auf links gedreht werden. Dadurch trifft die Sonne hauptsächlich auf die Innenseite des Stoffes, während die sichtbare Außenseite besser geschützt bleibt. Gerade bei T-Shirts mit Aufdruck oder empfindlichen Farben lässt sich so das Risiko des Ausbleichens deutlich verringern.
Nicht immer muss die Wäsche in der prallen Sonne hängen, um schnell trocken zu werden. Auch ein luftiger Platz im Schatten oder Halbschatten sorgt an warmen Sommertagen meist für kurze Trockenzeiten. Der Wind übernimmt dabei einen großen Teil der Trocknungsarbeit, während die geringere UV-Belastung die Fasern und Farben schont.
Die Mittagsstunden möglichst meiden
In den Sommermonaten erreicht die UV-Strahlung meist zwischen etwa 11 und 15 Uhr (teils bis 16 Uhr) ihre höchsten Werte. Wer seine Wäsche stattdessen am frühen Morgen oder in den Abendstunden aufhängt, setzt sie einer deutlich geringeren Sonneneinstrahlung aus. Das kann dazu beitragen, dass Farben länger kräftig bleiben, ohne auf die Vorteile des Trocknens im Freien verzichten zu müssen.
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