25. März 2026, 6:11 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Moderne Wäschetrockner bieten zahlreiche Programme, um Wäsche nach dem Waschen optimal zu trocknen. Je nach Hersteller unterscheiden sich diese zwar in ihrer Vielfalt, doch die grundlegenden Funktionen sind meist ähnlich: Sie ermöglichen das Trocknen verschiedener Textilarten sowie die individuelle Anpassung des Trocknungsgrads. Was genau hinter den einzelnen Programmen steckt, hat myHOMEBOOK genauer untersucht.
Häufigste Programme bei Wäschetrocknern
Wäschetrockner bieten inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, um unterschiedliche Textilarten zu trocknen oder um den Trocknungsgrad für bestimmte Textilien festzulegen. Speziell in der EU verfügen sämtliche Geräte über eine Eco-Funktion.
Eco-Programm
„Beim Eco-Programm wird die Wäsche bei niedriger Temperatur und in Kombination mit reduzierten Trommelbewegungen getrocknet. Der Trockner läuft dann dafür länger“, weiß Ingrid Pilgram, Pressesprecherin von ZVEI, dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke. Da der Energieverbrauch für den Motor allerdings geringer ist, als der Energieaufwand, um eine bestimmte Temperatur zu erreichen, spart das Eco-Programm am Ende bares Geld.
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Programm für Baumwolle
Das Programm für Baumwolle „eignet sich für robuste Textilien wie Handtücher, Bettwäsche oder Kleidung aus überwiegend Baumwolle“, erklärt die ZVEI-Pressesprecherin.
Pflegeleicht
„Für synthetische Stoffe oder Mischgewebe bei reduzierten Temperaturen bieten einige Trockner das Programm mit Bezeichnungen wie ‚Pflegeleicht‘ oder eben ‚Mischgewebe‘“, erläutert Pilgram.
Feinwäsche
„Wer Feinwäsche oder Textlilien aus Seide trocknen möchte, findet bei den meisten Wäschetrocknern ein entsprechendes Programm. Auch hier sorgt die Kombination aus geringerer Temperatur und reduzierter Trommelbewegung für eine schonende Trocknung“, nennt die Pressesprecherin ein weiteres Programm bei vielen Wäschetrocknern.
Zusätzlich verfügen einige Geräte über sogenannte Spezialprogramme. Diese dienen in der Regel für Wäschestücke aus Wolle, Outdoor-Bekleidung, Sportkleidung, Jeans oder Hemden.
Das bedeuten die Trocknungsgrade
Neben den Textilarten lässt sich an Wäschetrocknern noch der Trocknungsgrad auswählen. Auch hier gibt es feine Unterschiede, weiß Pressesprecherin Ingrid Pilgram von ZVEI. „Letztlich geht es bei dieser Auswahl darum, wie viel Restfeuchte in der Wäsche nach dem Trockenvorgang verbleibt.“
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Bügeltrocken
Die Bezeichnung „Bügeltrocken“ spricht für sich. „Nach der Trocknung ist die Wäsche noch leicht feucht. Dadurch lassen sich die Textilien im Anschluss besser Bügeln“, erläutert die Expertin.
Schranktrocken
„Bei der Auswahl des Trocknungsgrads ‚Schranktrocken‘ ist die Wäsche weitgehend trocken. Daher kann sie in der Regel direkt gefaltet und in den Schrank gelegt werden“, sagt Ingrid Pilgram, empfiehlt allerdings die Wäsche noch etwas an der Luft austrocknen zu lassen, sonst fange es mit der Zeit im Kleiderschrank an zu müffeln.
Schranktrocken Plus
Einige Wäschetrockner verfügen noch über den Trocknungsgrad „Schranktrocken Plus“ oder „Extra trocken“. „Diese Auswahl sollte bei besonders dicken oder mehrlagigen Textilien wie Frotteehandtücher oder Bettwäsche eingestellt werden. Dadurch reduziert sich die Restfeuchte auch in diesen speziellen Stoffen“, erklärt die ZVEI-Pressesprecherin.
Doch Vorsicht: Vor allem bei älteren Wäschetrocknern können besonders dicke Stoffpartien, trotz Vorauswahl „Extra trocken“, noch leicht feucht bleiben. „Moderne Geräte reduzieren allerdings dieses Risiko durch den Einsatz von Feuchtigkeitssensoren und optimierten Trommelbewegungen“, berichtet Ingrid Pilgram vom Verband der Elektro- und Digitalindustrie.