Mit jeder Wäsche lagern sich in der Waschmaschine mit der Zeit Schmutz, Waschmittelreste und Kalk ab. Bleiben diese Rückstände unbeachtet, können sie die Reinigungsleistung beeinträchtigen und im schlimmsten Fall dafür sorgen, dass die Wäsche nicht mehr richtig sauber wird. Im Internet hält sich deshalb ein einfacher Lifehack: Ein Spülmaschinentab soll in der Waschtrommel für gründliche Sauberkeit sorgen. Doch funktioniert das wirklich? myHOMEBOOK hat einen Experten gefragt, was von diesem Reinigungstipp zu halten ist.
Die Vorgehensweise des Lifehacks ist simpel: Ein Spülmaschinentab kommt in die Waschmaschine, danach wird ein Waschgang mit 90 Grad eingestellt. Am Ende sieht man eine braune Brühe in der Trommel. Der Lifehack scheint demnach geklappt zu haben. Aber ist die Maschine danach auch wirklich sauberer? myHOMEBOOK hat den Trick einem Experten-Check unterzogen.
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„Wir empfehlen grundsätzlich nicht, Produkte entgegen ihrer Bestimmung zu verwenden“, meint Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. auf myHOMEBOOK-Anfrage. Denn wer so etwas macht, tut es immer auf eigenes Risiko. In diesem Kontext rät er auch von der Praxis ab, Essig zur Reinigung in die Waschmaschine zu geben. Auch die Hersteller warnen davor, da „Essig als flüchtige Säure Metall- und Kunststoffteile der Waschmaschinen schädigen kann“.
Aber wie sieht es nun mit Spülmaschinentabs in der Waschmaschine aus? Glassl sieht darin kein Problem, einen Waschgang ohne Textilien, aber mit Spülmaschinentabs statt Waschmittel durchzuführen. Selbst die hohe Temperatur von 90 Grad spielt dabei keine Rolle. „Auch für die anschließend in derselben Waschmaschine gewaschenen Textilien ist das aus meiner Sicht kein Problem“, sagt der Experte.
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Zudem haben die verschiedenen Waschmittel (Maschinengeschirrspülmittel, Voll- oder Universalwaschmittel) in Deutschland oft gleiche Bestandteile – nämlich Bleichmittel auf Sauerstoffbasis. Bei anderen Inhaltsstoffen gibt es hingegen deutliche Unterschiede: So dürfen etwa Duftstoffe in Geschirrspülmitteln nicht auf Geschirr und Besteck aufziehen, weil das beim Essen oder Trinken stören würde. „Bei Waschmitteln hingegen ist es meistens erwünscht, dass die Textilien beduftet werden“, so der Experte.
Woher kommt die braune Brühe?
In dem Video ist die braune Färbung des Wassers nach dem Spültab-Waschgang deutlich erkennbar. Glassl meint dazu: „Wie braun das Wasser wird, hängt nach meiner Einschätzung davon ab, wie viele Rückstände sich in der Waschmaschine befunden haben. Wenn das Waschmittel immer gemäß der Dosieranleitung zugesetzt wird, dann sollte keine braune Brühe entstehen.“ Übrigens: Die braune Flüssigkeit wird nach dem Waschgang von der Maschine abgepumpt.
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