4. März 2026, 13:52 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Ein Akkuschrauber bzw. Akkubohrer gehört zur absoluten Grundausstattung von Heimwerkern. Was viele nicht wissen: Mit dem Gerät kann man nicht nur schrauben oder bohren – sondern beispielsweise auch schleifen. Wie man dabei vorgeht, erklärt myHOMEBOOK-Redaktionsleiter Felix Mildner in der Serie „Easy DIY“.
Mit einem passenden Schleifteller wird der Akkuschrauber im Handumdrehen zur kompakten Schleifmaschine. Das Tool gibt es bereits für wenig Geld im Baumarkt, in der Regel direkt im Set mit Schleifpapier verschiedener Körnung. Für kleinere Projekte oder schwer zugängliche Stellen ist das eine besonders flexible Lösung.
Schleifen mit dem Akkuschrauber – so geht’s
Zunächst wird der Schleifteller-Aufsatz einfach ins Bohrfutter des Akkuschraubers eingespannt. Auf den Teller kommt das passende Schleifpapier – meist per Klettsystem befestigt. Wichtig ist, die richtige Körnung zu wählen: Grobe Körnungen (z. B. 40–80) eignen sich zum Abtragen von Material oder zum Entfernen alter Lackschichten, mittlere (100–180) zum Glätten, feine (ab 240) für den Feinschliff. Übrigens: Es gibt nicht nur Aufsätze zum Schleifen, sondern auch zum Polieren.
Tipps zum Schleifen
Beim Schleifen sollte man mit niedriger bis mittlerer Drehzahl arbeiten und nur leichten Druck ausüben. Zu viel Druck oder eine zu hohe Drehzahl können unschöne Schleifspuren hinterlassen oder das Material überhitzen. Am besten führt man das Gerät gleichmäßig und in Bewegung über die Oberfläche – so entsteht ein sauberes, gleichmäßiges Ergebnis.
Wichtig: Schutzbrille und bei staubintensiven Arbeiten auch eine Atemschutzmaske tragen. Und immer darauf achten, das Werkstück sicher zu fixieren.
Wann sich ein Schleifteller lohnt – und wann nicht
„Ein Schleifteller für den Akkuschrauber ist ideal für kleinere Flächen, Kanten oder Ausbesserungsarbeiten. Für große Flächen wie Türen, Dielen oder ganze Wände stößt die Lösung allerdings schnell an ihre Grenzen: Die Auflagefläche ist kleiner, die Führung weniger ruhig als bei einem Exzenter- oder Bandschleifer. Wer regelmäßig größere Projekte plant, ist mit einem echten Schleifgerät daher meist besser beraten. Für schnelle DIY-Einsätze zwischendurch ist der Akkuschrauber mit Schleifteller aber eine praktische und günstige Alternative.“