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Anleitung

Tapete in 4 Schritten von der Wand entfernen

Tapete entfernen
Tapete entfernen kann mit der richtigen Vorgehensweise zur einfachen Aufgabe werden Foto: Getty Images / PavelRodimov
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myHOMEBOOK Redaktion

30. April 2026, 16:40 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Wer neu tapezieren möchte, steht zunächst oft erst einmal vor der Aufgabe, die alte Tapete zu entfernen. Das kann schnell eine nervige und anstrengende Aufgabe sein. Doch wenn man weiß, wie man richtig vorgeht, kann es deutlich einfacher verlaufen. myHOMEBOOK verrät, wie man seine Tapete einfach von der Wand löst. 

Warum Tapete auf Tapete keine gute Idee ist

Möchte man sich die Arbeit sparen, die alte Tapete von der Wand zu entfernen, könnte man meinen, dass eine neue Schicht darüber zu einem brauchbaren Ergebnis führen könnte. Doch falsch gedacht. Der neue Kleister kann nämlich den alten ablösen – und die Bahnen purzeln von der Wand. Außerdem können Übergänge und Struktur durchscheinen. Deshalb unbedingt zuerst die alte Tapete entfernen.

Wie lässt sich Tapete entfernen?

Tapete ist nicht gleich Tapete. Manche sind durchlässiger und lassen sich mit Wasser gut einweichen, beispielsweise Raufaser. Andere hingegen haben eine dichte Oberfläche aus Latex, Kunststoff oder Textil und lassen sich nicht so gut lösen. Bei Letzteren kann man zu diversen Hilfsmitteln greifen, etwa einer Stachelwalze, um die Tapete zu perforieren. Dann kann das Wasser unter die Schicht eindringen.

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Tipp: Testen Sie vorab an einer Ecke, ob sich die Tapete einweichen lässt. Färbt sich die Schicht nach dem Wässern, dann saugt sie das Wasser auf und lässt sich nach einiger Zeit abziehen.

Wie weicht man die Tapete ein?

. Ein Liter kostet rund zehn Euro. In den meisten Fällen reicht auch die selbstgemachte Spüli-Lösung. Wichtig ist jedoch, der Tapete genug Zeit zum Einweichen einzuräumen – dann geht das Ablösen leichter von der Hand. Zum Wässern benutzt man am besten einen haushaltsüblichen Schwamm und einen Eimer.

Tipp: Tapeten lassen sich leichter ablösen, wenn zuvor die Wand mit Tiefengrund behandelt wurde. Vor allem bei saugstarken Gipskartonplatten ist eine Grundierung notwendig, da sich die Tapete sonst nur recht schwer entfernen lässt.

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Sieht gefährlich aus, ist aber praktisch: Eine Stachelwalze (auch Nagelwalze oder Igelwalze genannt) hilft beim Durchlöchern und Einweichen der alten Tapete
Sieht gefährlich aus, ist aber praktisch: Eine Stachelwalze (auch Nagelwalze oder Igelwalze genannt) hilft beim Durchlöchern und Einweichen der alten Tapete Foto: iStock/Helin Loik-Tomson

Zum Entfernen der alten Tapete ist nicht viel an Werkzeug nötig. Wenn man einen Pinsel, einen Schwamm, einen Eimer und bei Bedarf eine Stachelwalze parat hat, kann es losgehen. Nicht vergessen: den Boden zuvor mit Folie abkleben.

1. Tapete perforieren

Vor allem bei dicken und undurchlässigen Tapeten sollte man die Schicht mit der Stachelwalze – auch Tapetenigel genannt – durchlöchern. Mit dem Werkzeug sollte man behutsam vorgehen, um die Wand nicht zu beschädigen.

2. Lösung auftragen

Entweder etwas Spülmittel in den Eimer geben, oder Tapetenlösemittel entsprechend der Packungsbeilage anrühren. Danach Wand satt mit einem großen Pinsel einstreichen. Tipp: Profis geben etwas Kleister hinzu, damit die Lösung dickflüssiger wird, besser einziehen kann und nicht direkt herabrinnt. Danach mindestens eine halbe Stunde einwirken lassen.

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3. Tapetenreste abschaben

Ist die Tapete durchgeweicht, lässt sie sich mit einem breiten Malerspachtel abschaben. Am besten schiebt man den Spachtel zwischen Wand und Tapetenschicht und arbeitet sich Stück für Stück vor. Ist die Tapete inzwischen getrocknet, nachfeuchten.

4. Wand nachbereiten

Ist die Tapete abgelöst, untersucht man die Wand auf mögliche Reste und entfernt diese vorsichtig mit dem Spachtel. Schmutz und Staub lassen sich abbürsten, Löcher oder Macken sollten mit Spachtelmasse ausgeglichen werden.

Wand mit Tiefengrund bearbeiten

Kommt nach dem Entfernen der Tapete eine kreidende oder poröse Wand zum Vorschein, sollte man Tiefengrund auftragen, bevor man eine neue Tapetenschicht aufzieht. Damit wird ein tragfähiger Untergrund geschaffen. Bei Gipskarton ist Tiefengrund unerlässlich.

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