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Einrichtungs-Tipps

Einrichten mit Messing – wie setzt man den Interior-Trend in Szene?

Messing
Messing erlebt im Interior-Bereich gerade ein ComebackFoto: iStock / Scovad

Messing liegt im Trend: Das goldene Material ist widerstandsfähig, wirkt modern und passt zum opulenten Mid-Century Style genauso wie zum minimalistischen Scandi-Chic. Wir verraten Ihnen, wie Sie Messing in Ihrem Interior in Szene setzen und wie sich das Material am besten reinigen lässt.

Ob schlicht und matt oder edel schimmernd – goldene Highlights aus Messing wirken stylish und lassen das Zuhause wortwörtlich in neuem Glanz erstrahlen. Richtig eingesetzt passt Messing zu den verschiedensten Stilrichtungen von Mid-Century Modern über den glamourösen Vintage-Chic bis hin zur Scandi-Ästhetik. Wie Sie mit Messing gekonnt Akzente setzen, wozu das goldene Metall am besten passt und worauf Sie bei der Reinigung achten sollten – wir beantworten alle Fragen.

Was ist Messing?

Messing ist eine Legierung aus Zink und Kupfer. Dieser Kombination verdankt das Metall auch seine goldene Farbe. Je nachdem, wie die zwei Anteile miteinander gemischt werden, kann die Farbe zwischen einem hellgelbem Gold bis hin zu wärmeren Goldnuancen mit rötlichem Unterton variieren. Messing gibt es sowohl in matt als auch in glänzend.

Übrigens: Messing wurde bereits vor über 3000 Jahren in Assyrien, Babylonien und Palästina für Schmuck und Kunsthandwerk verwendet. Heutzutage kommt es vorwiegend auf Antennen und elektrischen Leitern zum Einsatz. Auch Blasinstrumente wie etwa Trompeten bestehen meist aus Messing. Natürlich nicht zu vergessen: die Bedeutung von Messing im Interior-Bereich. Von Armaturen über Beschlägen bis hin zu stylishen Deko-Elementen oder den derzeit so beliebten goldfarbenen Couchtischen – Messing ist einfach überall.

Ist Messing wieder modern?

Messing war vor allem in den Fünfziger und Sechziger Jahren beim Einrichten beliebt und ist wichtiger Bestandteil der Interior-Richtung Mid-Century Modern. Mit dem Comeback dieses Stils ist in den letzten Jahren auch der Hype um Messing wieder aufgekommen. Messing ist bei den aktuellen Einrichtungstrends also eindeutig ganz vorne mit dabei.

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Dabei ist das goldene Metall jedoch keineswegs auf den Mid-Century-Style beschränkt. Je nachdem wie man es in Szene setzt, kann Messing sowohl opulent und glamourös als auch schlicht und minimalistisch kombiniert werden. Von sparsam dosiert als goldene Möbelgriffe oder Tischbeine bis hin zum großflächigen Einsatz auf ganzen Regalen oder Servierwägen – Messing ist unheimlich vielseitig und passt damit zu den unterschiedlichsten Einrichtungsstilen.

Was passt zu Messing?

Messing lässt sich zu verschiedenen Farben, Materialien und Stilen in Szene setzen. Wer Retro-Charme und Opulenz liebt, kombiniert Messing am besten zu dunkleren Farbtönen, massiven Möbeln und schweren Textilien. So sticht der goldene Glanz des Metalls besonders schön hervor. Stylische Messingleuchten kommen beispielsweise vor Akzent-Tapeten in Anthrazit gut zur Geltung und kleinere Deko-Elemente wie goldglänzende Kerzenhalter, Vasen, Serviertabletts & Co. machen auf schweren Tischen aus dunklem Massivholz viel her. Ein absolutes Dream-Team sind  übrigens Messing und Samt: Nichts ist mehr Mid-Century Modern als die Kombination aus Samtsofa in Dunkelgrün oder Petrol und einem goldenen Messing-Nierentischchen.

Aber: Messing kann noch mehr. Neben dem Vintage-Glamour passt das goldene Material auch zum Scandi-Chic überraschend gut. Obwohl dieser mit seinen hellen Farben und minimalistischem Design eine ganz andere Richtung einschlägt als der Mid-Century Style, fügt sich Messing wunderbar in ein skandinavisch angehauchtes Interior ein. Zu weißen Oberflächen, hellem Naturholz und neutralen Farben ist die goldene Oberfläche von Messing ein echter Hingucker. Zum Scandi-Chic passt das Material vorrangig in der gebürsteten oder matten Version. Um Messing nordisch-schlicht zu kombinieren, am besten nur auf vereinzelte goldene Accessoires setzen und damit sorgfältig ausgewählte Akzente im Raum setzen.

Messing
Messing passt zu verschiedenen Interior-Stilen und lässt sich vielseitig kombinierenFoto: iStock / PC Photography

Ist Messing empfindlich?

Ob Messing empfindlich ist oder nicht, hängt stark von seiner Qualität ab. Denn: Messing ist nicht gleich Messing. Viele als Messing deklarierte Materialien bestehen gar nicht aus massivem Messing, sondern sind in Wirklichkeit nur dünn mit Messing beschichtet. Armaturen aus qualitativ hochwertigem, massivem Messing gelten aber als recht robust und widerstandsfähig.

Woran erkenne ich, ob es sich um Messing handelt?

Um zu überprüfen, ob ein Gegenstand aus massivem Messing besteht oder es sich bei dem Material nur um eine Messingbeschichtung handelt, gibt es einen ganz einfachen Trick: Vorsichtig einen Magneten an die Oberfläche halten. Wird der Magnet an das Material gezogen, handelt es sich nicht um Messing. Der Grund: Messing selbst ist nicht magnetisch. Gegenstände, die lediglich dünn mit Messing beschichtet sind, bestehen im Inneren meist aus Eisen. Und wie lautete der Merkspruch doch noch gleich? Eisen, Kobalt und Nickel packt der Magnet am Wickel – stimmt, daran erinnern wir uns dunkel aus dem Physik-Unterricht.

Messing reinigen

Wenn Messing anläuft, matt wird oder sich verfärbt, wird es Zeit für eine gründliche Reinigung. Dafür gibt es zwar auch spezielle Messing-Reiniger aus dem Drogeriemarkt, jedoch handelt es sich dabei meist um ziemliche Chemiekeulen. Zum Glück sind diese meist gar nicht notwendig, da sich Messing hervorragend mit Hausmitteln reinigen lässt. Diese sind nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel, da man sie meistens ohnehin schon im Vorratsschrank hat.

Zitrone und Salz

Besonders gut eignet sich für die Reinigung von Messing beispielsweise die Kombination aus Zitrone und Salz. Hierzu etwas Salz auf eine Zitronenhälfte geben und kurz einwirken lassen. Danach die aufgeschnittene Zitrone wie einen Schwamm verwenden und damit sanft über das Messing reiben. Anschließend alles mit lauwarmem Wasser abspülen und mit einem weichen Tuch nachpolieren. Achtung: Hierfür nur feines Salz aus dem Salzstreuer verwenden. Grobes oder körniges Meersalz scheuert zu stark.

Essig

Als Geheimtipp zum Reinigen von Messing gilt außerdem Essig. Dafür einfach etwas Essig auf ein weiches Tuch geben und die Oberfläche damit abreiben. Kleinere Gegenstände aus Messing kann man auch für eine Stunde in einer Essiglösung baden. Hierzu einen Liter Wasser aufkochen und in eine ausreichend große Schüssel gießen. 200 Milliliter Essig dazugeben und den Messing-Gegenstand vorsichtig hineinlegen. Nach etwa einer Stunde herausnehmen (Achtung: Das Wasser kann immer noch heiß sein!) und gegebenenfalls abkühlen lassen. Am Schluss mit einem weichen Tuch polieren.

Neben Zitrone, Salz und Essig haben sich außerdem Hausmittel wie Buttermilch, Zahnpasta oder auch eine einfache Seifenlauge bewährt. Zum anschließenden Polieren eignen sich entweder Lappen aus Mikrofaser oder aber Poliertücher aus dem Drogeriemarkt, die speziell für Silber oder Messing vorgesehen sind. 

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