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5 Tipps

Einrichten mit „Neutrals“, ohne dass die Wohnung langweilig wirkt

Ein in neutralen Farben eingerichtetes Schlafzimmer
Neutrals haben einen entspannten GrundtonFoto: Getty Images

Beige, Creme, Puder, Sandweiß, Erdtöne – softe, natürliche Farben liegen im Trend und das nun schon eine ganze Weile. Und so wie es aussieht, wird das sanfte Farbschema uns auch noch längere Zeit begleiten.

Die sogenannten Neutrals verströmen Harmonie, Natürlichkeit und eine herrlich unaufgeregte Eleganz. Außerdem lassen sie die Räume größer und heller wirken. Im Gegensatz zu knalligen Farben und ausgefallenen Mustern haben wir die sanften Naturtöne nicht nach wenigen Monaten schon über – Neutrals wirken beruhigend auf das Auge und sind zeitlos schön.

Einrichten mit Neutrals

Doch der Trend ist nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern dank seiner Unkompliziertheit auch besonders praktisch. Mit gedeckten, neutralen Farben lässt sich nämlich das Risiko von dysharmonischen Kombinationen ausschließen. Dass das satte Bordeaux der Kissen sich am Ende mit dem kirschroten Sofa beißt, kann also nicht passieren.


Na dann, nichts wie Los ans Interior-Shoppen? Achtung, einige Dinge solltet ihr nämlich beachten, wenn ihr eure Wohnung komplett in Neutrals einrichten wollt. Ansonsten kann es passieren, dass euer Zuhause am Ende möglicherweise etwas kahl oder gar langweilig wirkt.

1. Neutrals mit verschiedenen Texturen

Wenn die Farbpalette eher schlicht ist, solltet ihr darauf achten, dass die Oberflächen in eurer Wohnung, zum Beispiel von Möbeln oder Deko-Elementen, nicht zu glatt und einheitlich sind. Anstelle von Hochglanzfronten eignen sich etwa Schranktüren aus Wiener Geflecht, naturbelassener Eiche in Fischgrätmuster oder Holzlamellen im Japandi-Stil. Die typischen Kunstleder-Freischwinger am Esstisch lassen sich durch stylishe Boho-Stühle aus Rattan oder Korbgeflecht ersetzen. Und beim Couchtisch solltest du lieber nicht zur klassischen Glas- oder Lackoptik greifen, sondern stattdessen unbehandeltes Holz mit Baumkante oder unregelmäßigen Rändern wählen.

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2. Pflanzen, Gräser, Trockenblumen


Neutrals wirken sehr sanft, beruhigend und natürlich. Pflanzen greifen diese Atmosphäre perfekt auf und hauchen deinem Zuhause zusätzlich Leben ein. Zudem beeinflussen sie das Wohlbefinden positiv und verbessern die Luft und das Raumklima. Klassische Zimmerpflanzen wie Palmen oder die beliebte Monstera setzen mit ihrem Grün unaufdringliche Farbtupfer, die sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen. Anstelle der klassischen Übertöpfe aus Kunststoff stellen Interior-Trendsetter ihre Pflanzen momentan übrigens am liebsten in Bast- oder Rattankörbe im Boho-Look.

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3. Neutrals: Weiß ist nicht gleich Weiß

Bei der Auswahl der geeigneten Farben lohnt es sich, genau hinzuschauen. Auch wenn auf den ersten Blick die zahllosen verschiedenen Weißtöne alle gleich aussehen – im fertig gestrichenen Raum finden sich zwischen Elfenbein, Vanille oder Eierschalenfarben doch recht große Unterschiede. Vor allem Wände in Reinweiß wirken schnell steril. Eine gute Alternative sind gebrochenes Weiß oder Sand. Wem eine gemütliche Raumatmosphäre wichtig ist, der sollte grundsätzlich auf warme Untertöne achten. Das erkennt man daran, dass das Weiß sich eher in Richtung Beige als in Richtung Grau bewegt. Wer einen cleanen, nordischen Look bevorzugt, der darf aber natürlich auch gern kühlere Untertöne verwenden. Perlmutt, Champagner, Greige, Taupe oder die Farbe des Jahres 2021 Ultimate Grey sind Beispiele für kältere Nuancen mit Anteilen von Weiß, Creme und Grau.

Dazu passend: Interior Designerin verrät die Einrichtungstrends für 2021

Aber was tun, wenn die Wände beim Einzug gerade erst vom Vormieter schneeweiß gestrichen wurden und man keine Lust auf zusätzliche Arbeit hat? In einem solchen Fall können Akzentwände eine gute Lösung sein. Bei diesem Stil werden nur ausgewählte Flächen – etwa die Wand hinter dem Fernseher oder am Kopfende des Bettes – mit einer Tapete versehen. Besonders schön, um reinweiße Wände aufzulockern, sind Akzenttapeten mit Reliefstrukturen oder modernen Prints. Farblich kann auch hier wieder aus der gesamten Palette der Neutrals gewählt werden: Von helleren Nuancen wie Hafer oder Ecru über Milchkaffee bis hin zu kräftigeren Erdtönen ist alles möglich.

4. Hygge-Textilien

Auf keinen Fall in der Liste fehlen dürfen Textilien, denn sie bringen Behaglichkeit und Wärme in farblich eher schlichter gehaltene Räume. Zum Neutrals-Trend passen vor allem natürliche Materialien wie Leinen, Baumwolle, Rattan, Bambus, Jute, Wollstrick oder Seide. Wieviele Textilien zu Hause einziehen sollen ist dabei ganz dem persönlichen Geschmack überlassen. Während Hygge-Fans ihre Wohnung mit Lammfellen, Wandbehängen, Strickpoufs und flauschigen Teppichen in eine Gemütlichkeitsoase verwandeln, setzen Minimalisten lediglich auf helle Leinenvorhänge an den Fenstern, einen Überwurf über der weißen Bettwäsche, sowie einzelne Kissen oder Strickplaids auf dem Sofa.

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Besonders gut eignen sich Textilien auch um kahle Flächen zu verschönern. Auf dem Fußboden sorgt etwa ein flach gewebter Läufer aus Bast für Wohnlichkeit und ein Makramee in Wollweiß schmückt leere Wände.

5. Ankerpunkte beim Einrichten mit Neutrals schaffen

Der Neutrals-Look bedeutet nicht, dass die gesamte Wohnung nur aus Weiß, Creme und Beige bestehen muss. Akzente in dunkleren Nuancen schaffen optische Anker und machen die Einrichtung visuell interessanter. Das beginnt bereits bei der Auswahl der Möbel. Anstelle von einheitlich weiß lackierten Kommoden und Schränken empfiehlt sich naturbelassenes Echtholz. Im Trend liegt momentan vor allem Bambus, doch auch Klassiker wie Eiche, Fichte oder Buche passen zu Neutrals. Besonders gut fügt sich möglichst unbehandeltes, gebürstetes Holz mit leichter Maserung in den Trend ein.

Neben Naturmaterialien können überraschenderweise aber auch Metallelemente den Stil ergänzen. Wichtig ist es aber, diese nur sehr sparsam einzusetzen. Außerdem passt nicht jedes Metall. Von glänzendem Chrom solltet ihr eher Abstand nehmen. Besser geeignet ist matter Stahl in Greige oder Schwarz.

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Apropos Schwarz: Dekoelemente in Schwarz eignen sich allgemein hervorragend als Ankerpunkte. Auch hier gilt aber wieder, nur vereinzelt schwarze Akzente zu setzen. Sonst geht der spezifische Neutrals-Look verloren. Passend sind etwa schwarze Bilderrahmen, Kerzenständer, Vasen, helle Teppiche mit feinen schwarzen Linien, Lampen, Möbelgriffe, Spiegel oder stylishe Grafikprints mit schwarzer Schrift.

Fazit

Richtig kombiniert sind Neutrals keinesfalls langweilig, sondern schaffen die perfekte Balance zwischen Leichtigkeit und Wärme. Sowohl für kuschelige Wintersonntage in Wollsocken als auch für den Sommerbrunch mit frischer Weißweinbowle bietet der Trend eine perfekte Kulisse. Außerdem sind die hellen Naturfarben extrem vielseitig: Fans von Scandi-Chic und cleanem Minimalismus kommen genau so auf ihre Kosten wie Boho-Liebhaber.