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Interior Trend

Wie das Einrichten mit dem Schachbrettmuster gelingt

Das Schachbrettmuster als Fliesenboden in der Küche ist ein Klassiker beim Einrichten
Als schwarz-weißer Fliesenboden ist das Schachbrettmuster ein Klassiker beim Einrichten Foto: Getty Images

Das Schachbrettmuster ist zurück und zeigt, dass es mehr ist als nur ein einmaliger Trend – nämlich ein echter Klassiker. Wie sich das beliebte Muster beim Einrichten kombinieren lässt und auf was es zu achten gilt.

In der Mode bestimmt das Schachbrettmuster sämtliche Trend-Rankings. Das simple, ikonische Design aus einzelnen Feldern präsentiert sich auf Jacken, Hosen oder auch Taschen. Und was modisch stimmig ausschaut, färbt allmählich auch auf die Einrichtung ab. Alle paar Jahre weiß das beliebte Muster Einrichtungs-Liebhaber wieder für sich zu begeistern. Ein echter Klassiker also! Unsere Interior Tipps zeigen Ihnen, wie man das Schachbrettmuster beim Einrichten kombiniert und auf was man achten sollte.

Schachbrettmuster auf Böden, Wänden oder Oberflächen

Großflächig kommt das Schachbrettmuster beim Einrichten vor allem als Fliesenboden in Bad, Küche oder Flur zum Einsatz. Allerdings ist man mit solch einem polarisierenden Verlegemuster stark limitiert in Bezug auf die restliche Raumgestaltung. Wesentlich einfacher in der Gestaltung ist es, hier auf einen großen Teppich zurückzugreifen, der sich gegebenenfalls auch nach einer gewissen Zeit wieder problemlos verräumen lässt.

Nicht ganz klassisch: Das Schachbrettmuster als Tapete in Weiß-Gelb und mit diagonalem Verlauf
Mal etwas anderes: entgegen seiner klassischen Natur, hält das Schachbrettmuster auch in einem veränderten Farbduo und in leicht gedrehter Form, seine prägnante Anordnung beiFoto: Getty Images

Ebensogut macht sich der Muster-Klassiker auch auf vertikaler Ebene, nämlich als Wandgestaltung. Neben einer konventionellen Verzierung mittels eines entsprechenden Fliesenspiegels in Küche oder Bad gibt es für andere Wohnbereiche auch Tapeten mit Schachbrettmuster. Ausgesprochen originell wäre es, mit Farbe und ein wenig Geschick, selbst ein überdimensional großes Schachbrettspiel an die Wand zu bringen. 

Und was auf Wand- und Bodenflächen gut funktioniert, sieht auch auf einer Tischplatte oder den Frontflächen eines Schranks raffiniert aus. Hier gilt es, Ausschau zu halten nach einem passenden Anbieter oder aber selbst im DIY-Stil kreativ zu werden.

In Kombination mit knalligen Akzenten

Taucht das Schachbrettmuster an Wänden, auf Böden oder anderen beliebigen Flächen großzügig auf, lohnt es sich, für kleine Hingucker in Knallfarben zu sorgen. Insbesondere dann, wenn die restliche Einrichtung überwiegend in Schwarz-Weiß gehalten ist. Eine flammend rote Vase an einem schwarz-weißen Sofa, ein Kissen in grellem Gelb oder eine Leuchte mit grünem Lampenschirm, geben dem Look einen besonderen Twist. Gleichzeitig wird der strikten Schwarz-Weiß-Kombi so auch die Strenge genommen.

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Naturtöne nehmen Schwarz-Weiß-Duo die Härte

Das Schachbrettmuster als Verlegemuster am Boden kombiniert mit zahlreichen Naturtönen und -materialien
Streng(e) genommen: Naturtöne und -materialien lassen das statische Schachbrettmuster weicher wirkenFoto: Getty Images

Entspricht zu viel Farbe im Raum nicht dem eigenen Geschmack, aber die ausschließliche Konzentration auf Schwarz und Weiß wirkt zu hart, ist das Mischen mit Naturmaterialien und -tönen ein guter Kompromiss. Insbesondere Holz, egal in welcher Farbe, kommt bei diesem Kontrast gut zur Geltung und verleiht dem Look angenehm weiche Züge. Auch ein Ledersofa in Cognac, cremefarbenes Pampasgras oder eine opulente Grünpflanze verwischen gekonnt die harten Konturen des Schachbrettmusters und sorgen so für deutlich mehr Gemütlichkeit im Raum.

Einrichten mit Schachbrettmuster: Mondänes Muster dank Metallic Look

Einen besonders eleganten Schliff erhält das Schachbrettmuster, wenn man es um metallene Akzente ergänzt. Unmittelbar fühlt man sich wie in eine andere, mondänere Zeit versetzt. Gleichzeitig wird auch die elegante Facette der Schwarz-Weiß-Kombination stark betont. Idealweise beschränkt man sich beim Mischen auf warm-stichige Töne wie Gold oder Messing, die ein entsprechend gemütliches Ambiente schaffen. Metallfarben wie Silber wirken hingegen sehr kühl und ergeben in Kombination mit dem kantigen Schachbrettmuster, eine nur wenig behagliche Atmosphäre. Allerdings sollten Metallic Looks auch sparsam eingesetzt werden, denn zu viel Gold kann schnell protzig erscheinen.

Was man beim Einrichten mit Schachbrettmuster besser nicht kombiniert

Auch wenn die beiden unbunten Farben Weiß und Schwarz beim Einrichten als neutrale Komponenten gelten, gibt es sehr wohl auch Kombinationen, die weniger geschmackvoll wirken. Mixt man das grafische Muster beispielsweise mit Pastelltönen, tut dies dem Ambiente keinesfalls gut. So zart wie die pastelligen Nuancen sind, so sehr wird die Kontrastwirkung hier verstärkt und das schwarz-weiße Muster erscheint am Ende äußerst hart und kühl.

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Außerdem ist es ratsam, das rasterförmige Muster nicht mit zu vielen, ebenfalls harten Kanten, Linien und Ecken zu kombinieren. Für ein stimmiges Ambiente braucht es hier eine visuelle Balance in Form organischer, geschwungener Linien und ovaler oder runder Formen.

Oft gilt die Annahme, dass ein großes Muster im Raum nicht mit anderen Mustern kombiniert werden kann. Das ist so nicht ganz richtig: Kombinationen aus verschiedenen Mustern können stilvoll aussehen, allerdings bedarf es hier eines guten Händchens und Gespürs. Am einfachsten ist es dabei, das Schachbrettmuster mit einem weiteren Schwarz-Weiß-Muster zu kombinieren beispielsweise gezackt, gepunktet oder in Streifenform. Wichtig ist nur, nicht zu viele strenge grafische Muster zu wählen, sonst wirkt der Look schnell statisch und ungemütlich. Empfehlenswert ist hier ein schwarz-weißes Muster aus Kreisen, Wellen oder Tupfen. Spannend wird der Look vor allem dann, wenn man auch zu andersfarbigen Mustern greift. Diese sollten bestenfalls eher kleinteilig wie ein Paisley oder floral-geschwungen wie ein buntes Blüten-Design sein.