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SMART GELÖST

Kleine Räume mit Raumteilern effektiv einrichten

Gläsener Raumteiler
Raumteiler müssen nicht immer blickdicht sein, wichtig ist, dass ein Raum zonal eingeteilt wird und so ein neues Raumgefühl entstehtFoto: Getty Images

Heutzutage leben Studenten, Pendler oder Großstädter oftmals auf kleinem Raum. Wie soll man sich da nur funktionell einrichten? Raumteiler sind die Lösung. Sie schaffen Struktur und verhelfen WG-Zimmern & Co. zu mehr Wohnlichkeit. myHOMEBOOK stellt verschiedene Modelle vor und erklärt, wie man sie Zuhause integriert.

Wenig Raum, wenig Möglichkeiten? Stimmt nicht! Mit Raumteilern können Sie die vorhandene Wohnfläche clever nutzen. Ein Zimmer von geringer Zimmergröße zonal, wie auch funktional, einzuteilen, schafft aus einem Raum zwei oder sogar mehr Räume. So erhalten Sie ein kleines Stück Wohngefühl zurück. Denn ein Raumteiler ist nicht nur Sichtschutz, sondern dämmt auch die Geräuschkulisse und kann sogar helfen, Energiekosten zu senken. Dabei ist Raumteiler nicht gleich Raumteiler, hier gibt es die verschiedensten Modelle: Blickdicht oder transparent, feststehend oder frei beweglich, aus Holz oder aus Stoff. myHOMEBOOK verrät, wie Sie kleine Räume mit Raumteilern einrichten.

Spanische Wand

Raumteiler-Typ: Paravent
Raum-in-Raum-Lösung: Der Paravent (hinten rechts) ist nicht sonderlich groß, erfüllt aber dennoch seinen Zweck. Er bietet ausreichend Sichtschutz und schafft ein klein wenig mehr Privatsphäre innerhalb eines Raumes Foto: Getty Images

Dieses Modell ist wohl der Klassiker unter den Raumteilern und wird oft auch Paravent genannt. Bestehend aus 3-5 Flügeln, die über Scharniere miteinander verbunden sind, lässt er sich flexibel, ohne großen (Bau)Aufwand nach Belieben im Raum aufstellen. Allerdings ist diese Art des Raumteilers meist nicht sonderlich groß und wird deswegen oft eher zur schmückenden Inszenierung gebraucht. Kleine Räume mit Raumteilern dieser Art einzurichten, erfüllt nicht nur einen funktionellen Anspruch, sondern sorgt auch für ein dekoratives Highlight im Raum. Ob mit zahlreichen Querlamellen, die an ein maritimes Strandhaus erinnern, mit marokkanischen Verzierungen, die orientalisch anmuten oder aber bunt bedruckt.

Schrank als Raumteiler

Um einen Raum optisch zu trennen, braucht es natürlich nicht immer eine Neuanschaffung, manchmal lässt sich in kleinen Räumen auch ein bereits vorhandenes Möbelstück zum Raumteiler umfunktionieren. Positionieren Sie doch mal einen Kleiderschrank mit der Seitenfläche im 90 Grad-Winkel zur Wand und schon haben Sie einen Bereich zum Schlafen und Verstauen Ihrer Kleidung geschaffen. Eine Kommode, ein Side- oder Highboard sind die idealen Raumtrenner zwischen Wohn- und Essbereich und können immer wieder neu arrangiert werden.

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Regal als Raumteiler

Regal als Raumteiler
Gerade in einem Studenten-Zimmer muss meist viel auf wenig Fläche untergebracht werden. Ein Regal als Raumteiler ist hierbei eine gelungene Lösung, um für ein wenig mehr Struktur im Raum zu sorgenFoto: Getty Images

Ein Schrank als Raumteiler mag manch einem auf kleinem Raum zu wuchtig erscheinen. In diesem Fall kann auch zu Regalen gegriffen werden. Diese Möbelstücke wirken deutlich luftiger und heller – zudem sind sie beidseitig nutzbar. Eine eher geschmeidige Wahl, die sich sanft in den Raum einfügt, sind hierbei sogenannte Stufenregale. Entsprechend ihres Namens verjüngen sich diese von unten nach oben stufenweise. Bücherregale lassen sich außerdem ebenfalls problemlos frei im Raum platzieren.   

Mobile Modelle

Für alle, die sich weniger gern festlegen wollen und ohnehin die Möbel alle Monate neu stellen, sind mobile Raumteiler genau die richtige Wahl. Hierfür können bestehende Möbel – wie beispielsweise ein Regal – mit Rollen versehen oder mobile Kleiderstangen genutzt werden. Mit beiden Varianten wird die Funktionstüchtigkeit der Möbel weiterhin gewahrt, doch ihr Einsatzort flexibel gehalten.

Schiebetür als Raumteiler auf kleinem Raum

Zugegeben, diese Lösung ist etwas aufwendiger, macht aber dafür einiges her im Raum. Eine Tür aus Altholz, die vom Tischler aufbereitet wurde und über ein rustikal wirkendes Roll-System aus dunklem Eisen bedient werden kann, schafft eine urige Atmosphäre. Diese Lösung hält zudem auch in den Wintermonaten die Wärme im Raum. So kann die Schiebetür zwischen Flur und dem restlichen Wohnbereich oder als Abgrenzung zur Küche eingesetzt werden. Zudem lässt sich hier auch noch eine weitere Funktion integrieren: ein Spiegel an der Schiebetür spart ein weiteres Möbelstück im Raum. Wem allerdings eine Lösung mit Holz zu wuchtig und massiv erscheint, der kann auch zu einer gläsernen Schiebetür greifen und lässt so auch ganz nebenbei mehr Licht in alle Bereiche.   

Textile Unterteilung

Textiler Raumteiler
Textile Raumtrenner in Form von schweren Vorhängen machen vor allem in Einraumwohnungen zur Abtrennung der Schlafstätte viel Sinn Foto: Getty Images

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Gerade in Einraumwohnungen ist es oftmals erwünscht, dass zumindest der Schlafbereich visuell vom Rest der Wohnung separiert ist. Hierfür extra eine Rigips-Wand einzuziehen lohnt nicht wirklich. Schwere Vorhänge, die sich – ähnlich einer festen Konstruktion – nur wenig bewegen, sind daher eine geeignete Alternative. Noch dazu sieht solch ein textiles Trennsystem auch noch dekorativ aus und wertet den Raum optisch deutlich auf. Wem das zu lose ist oder es funktioneller mag, für den sind Schiebegardinen genau das Richtige. Diese imitieren eine feststehende Wand noch besser als lose, leicht schwingende Vorhänge.

Pflanzen als Raumteiler für kleine Räume

Raumteiler mit Pflanzen
Bei dieser Art von Raumtrennung kann man besonders kreativ werden. Ob hängend von der Decke, in großen Kübeln am Boden oder als spezielle Konstruktion – Hauptsache es ist herrlich Grün Foto: Getty Images

Wer seinen kleinen Raum nicht unbedingt mit einem weiteren, womöglich kastigen Möbelstück unterteilen möchte, sondern es lieber natürlich mag, für den sind üppige, hoch gewachsene Pflanzen in großen Kübeln als Raumteiler die geeignete Wahl. Echte Heimwerker können auch eine kreative Eigenkonstruktion fertigen und mit Hängepflanzen versehen. In jedem Fall wirkt ein Raum mit Pflanzen sehr viel frischer und lebendiger. Vorteilhaft ist dabei auch, dass Sie mit Blumen und Co. ständig einen neuen, saisonal angepassten Look kreieren können.        

Shoji – die japanische Art der Raumteilung

Shoji - japanische Raumteiler
Ein Shoji ist die elegant-zurückgenommene Form der Raumtrennung aus Japan. Als Schiebetür oder freistehender Paravent lässt ein Shoji reichlich Licht durch und schafft Privatsphäre, dämpft dabei allerdings nur wenig die GeräuschkulisseFoto: Getty Images

Dies ist wohl die traditionsreichste aller Raumteiler-Lösungen und stammt aus dem alten Japan. Bereits im 17. Jahrhundert waren Shoji-Elemente als Fenster-Ersatz ein fester Bestandteil eines traditionell-japanischen Zuhauses. Heute sind Shojis auch in der westlichen Welt angekommen und werden bewusst dafür genutzt, kleine, intime Räume zu kreieren – beispielsweise als Raumteiler, Schiebe- oder sogar Schranktür. Kennzeichnend für die asiatischen Raumteiler ist ihr Hauptbestandteil, das Reispapier (auch genannt Washi), welches auf einem filigranen, hölzernen Sprossenrahmen geklebt ist. Das dünne Material steht für einen schlichten, dekorativen Look, ist aber entsprechend nur wenig geräusch- und wärmedämmend.