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Grüne Flächen für Artenschutz und Klima

Nabu fordert mehr Einsatz gegen Schotter- und Steingärten

Schottergarten mit schwarzen Steinen und nicht heimischen Pflanzen
Bremen macht ernst: Im kleinsten Bundesland werden Schottergärten bald verbotenFoto: dpa picture alliance

Blühende Gärten sind Oasen für Vögel und Insekten. Zudem helfen Grünflächen, das Stadtklima zu regulieren. Da können Steingärten nicht mithalten. Dennoch liegen sie nach wie vor im Trend. Die Umweltschutz-Organisation Nabu fordert nun von den Kommunen mehr Anstrengungen im Kampf gegen Schotter- und Steingärten.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Die einen finden Steingärten praktisch und irgendwie schön – für die anderen sind sie hässliche Schotterwüsten. In Bremen tritt Mitte Mai ein Gesetz in Kraft, das die Bepflanzung oder Begrünung von Freiflächen vorschreibt. Für den Nabu sind Schottergärten einfach nur „Gärten des Grauens“, die wenig bis gar keine Pflanzen enthalten. Und wenn doch, dann sind es oftmals Pflanzen, die in Deutschland nicht heimisch sind.

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Kaum Nahrung für Tiere auf dem Schotter

Problem: Diese Arten würden sich außerhalb der Steingärten ausbreiten und einheimische Pflanzen verdrängen. Zudem böten sie Vögeln kaum Nahrung. Die Umweltschutz-Organisation vermutet darüber hinaus, dass die Steine zumeist nicht aus dem heimischen Steinbruch stammten, sondern aus China oder Indien. Dort herrschten in der Regel schlechte Arbeitsbedingungen.

Dabei ist ein Steingarten laut Nabu gar nicht viel pflegeleichter. Denn damit sich zwischen den Steinfugen keine Gräser oder Pflanzen ansiedelten, müssten abgefallene Blätter aufgesammelt und Steine von Moos gereinigt werden.

Kommunale Parlamente debattieren über Verbot

Neben Bremen wird auch in vielen Kommunen derzeit über ein Verbot von Stein- und Schottergärten auf privaten Grundstücken nachgedacht. Ausgenommen von der Regelung sind Fahrrad-Stellplätze oder Terrassen, diese dürften weiterhin gepflastert werden. Bestehende Gärten und Bauanträge sollen vom sogenannten Begrünungsortsgesetz nicht betroffen sein.

Mit dem scharfen Schwert der Satire kämpft der Instagram-Account „Gärten des Grauens“ gegen allerlei Gartenungeheuerlichkeiten: